Binäre Optionen – Wie Sie Binäre Optionen optimal für das eigene Trading nutzen

Binäre Optionen als Alternative zu klassischen Optionen, CFDs oder Futures einsetzen

Bei Binären Optionen handelt es sich um ein relativ junges Produkt, welches sich vielfältig einsetzen lässt. Da Binäre Optionen zu den hochspekulativen Finanzderivaten zählen sind sie in erster Linie für erfahrene Anleger und Trader geeignet. Unser Ratgeber gibt einen Überblick zu Binären Optionen und zeigt für welche Situationen sie sich in der Praxis besonders eignen.

Binäre Optionen - Header

Inhaltsverzeichnis zum Ratgeber:

Unterschied zu klassischen Optionen

Um die zu verstehen wie Binäre Optionen funktionieren sollte man zunächst einen Blick auf die Unterschiede zu herkömmlichen Optionen werfen. Bei den klassischen Call- Put Optionen ist die Auszahlung variabel. Wer eine Call Option auf den DAX bei einem Stand von 10000 Punkten platziert erhält bei 10500 Punkten eine höhere Auszahlung als wenn der Index nur bei 10300 Punkten notiert. Bei Binären Optionen würde es in beiden Fällen dieselbe zuvor festgelegte Auszahlung geben. Endet die Option bei einem Stand von weniger als 10000 Punkten verfällt die Option wertlos.

Binäre Optionen - Call Put

Somit gibt es bei Binären Optionen nur zwei mögliche Szenarien. Entweder es kommt zu einer Auszahlung des beim Abschluss festgelegten Betrags oder die Option verfällt. Damit sind Binäre Optionen im Vergleich zu den klassischen Optionen deutlich einfacher aufgebaut. Der Trader spekuliert auf das Eintreffen eines bestimmten Ereignisses innerhalb einer gewissen Zeitspanne und erhält hierfür eine Quotierung zwischen Null und 100. Die binäre Option schließt nun entweder bei 100 oder Null, abhängig davon, ob das Zielkriterium eingetroffen ist. Das Risiko ist immer auf den getätigten Einsatz begrenzt. Dazu ist auch der mögliche Gewinn klar definiert.

Formen von Binären Optionen

Ähnlich wie bei den klassischen Vanilla Options wird auch bei Binären Optionen zwischen europäischen und amerikanischen Formen unterschieden. Bei europäischen Optionen kommt es ausschließlich auf den Kurs des Basiswerts am Fälligkeitstag an. Dagegen wird bei amerikanischen Optionen das Kursniveau während der gesamten Laufzeit berücksichtigt. Bei einigen Anbietern wird diese Variante auch als No-Touch-Option bezeichnet. Je nach Broker und Plattform gibt es noch weitere Bezeichnungen.

In der Praxis finden sich allerdings in erster Linie vier Grundformen. Dabei handelt es sich um Call und Put mit Binären Inside und Binären Outside-Optionen. Bei den klassischen Binären Optionen geht es darum ob zum Ende der Laufzeit ein bestimmter Preis erreicht wird oder nicht. Dagegen steht bei der Inside- oder Outside-Option eine Handelsspanne im Mittelpunkt. Bei der Inside Option spekuliert der Trader darauf, dass der Preis nicht aus dieser Spanne ausbricht. Bei der Outside-Option dagegen soll der Preis aus einer Kursspanne ausbrechen. Beide Varianten besitzen eine ober und untere Grenze. Bei der Inside Option soll während der Laufzeit weder die obere noch die untere Grenze erreicht werden. Für die Outside Option gilt das Gegenteil. Hier wird der Gewinn nur bei Erreichen einer der beiden Grenzen ausgezahlt.

Eine Strategie mit Inside und Outside Optionen lässt sich am ehesten mit der Straddle Strategie bei klassischen Optionen vergleichen. Ob die Kurse steigen oder fallen ist hierbei unerheblich. Entscheidend ist nur mit wie viel Bewegung der Trader rechnet. Je nach Broker werden Binäre Optionen mittlerweile für eine Vielzahl von Basiswerten angeboten. Hierzu gehören sowohl Aktien, Währungspaare und Rohstoffe wie auch Zinssätze oder Inflationsraten.

Preisbildung bei Binären Optionen

Der Preis einer Binären Option gibt einfach ausgedrückt die Wahrscheinlichkeit an, dass es bei Fälligkeit zu einer Auszahlung kommt. Hierzu ein kleines Beispiel:

  • Binäre Put Option
  • Dow Jones Index
  • Basispreis 15 307,17 Punkte
  • Laufzeitende 23.07.2017
  • Preis 87,90 Euro
  • Auszahlung 100 Euro

Diese Option bildet eine Wahrscheinlichkeit von 87,96 Prozent ab, dass der Index beim Ende der Laufzeit unter 15 307,17 Punkten notiert. Das reine Beobachten der genannten Position kann ebenfalls interessante Ergebnisse bringen. So erhalten Anleger Infos, mit welcher Wahrscheinlichkeit der Markt mit dem Eintreten eines bestimmten Ereignisses rechnet. Dies kann bei der Risikoeinschätzung eines Trades oder der Richtungswahl helfen.

Binäre Optionen sind auch bei kleineren Kursbewegungen sehr volatil. Dies kommt daher, dass bereits eine minimale Kursveränderung zu einer Auszahlung oder einem Totalverlust führen kann.

Anwendungsmöglichkeiten von Binären Optionen

Bei den Anwendungsmöglichkeiten von Binären Optionen wird grundsätzlich zwischen Spekulation und Hedging unterschieden. Bei der spekulativen Anwendung können dieselben Strategien wie beim klassischen Trading eingesetzt werden. Hierzu gehören insbesondere Unterstützungen und Widerstände im Chart des jeweiligen Basiswerts.

Werden Binäre Optionen zum Hedging verwendet, dienen sie zur Absicherung von anderen Trades. So lassen sie sich beispielsweise zur Verlustbegrenzung einer CFD oder Future Position einsetzen. Denkbar wäre auch die Absicherung eines gesamten Portfolios gegen ein Crash Szenario. Hierzu ebenfalls ein kleines Beispiel.

Der Anleger besitzt ein breit aufgestelltes Depot, in welchem sich verschiedene deutsche Titel befinden. Nun gibt es Befürchtungen, dass der DAX in nächster Zeit kräftig einbrechen wird. Durch den Kauf von binären Put Optionen auf den DAX zu einem relativ geringen Basispreis lässt sich das Portfolio kostengünstig absichern.

Eine weitere Möglichkeit ist der Handel von Binären Optionen auf Wirtschaftsdaten. Auf diese Weise lassen sich Positionen vor der Veröffentlichung solcher Daten schützen. Der Broker IG Markets bietet beispielsweise Binäre Optionen auf die wöchentliche Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe an.

Strikte Verlustbegrenzung als Vorteil von Binären Optionen

Im Vergleich zu einem klassischen Trade mit dem Basiswert bieten Binäre Optionen eine sehr einfache Möglichkeit der Verlustbegrenzung. Bei einer Long Position entspricht der maximale Verlust immer dem getätigten Einsatz. Im Falle einer Short Position errechnet sich dieser aus der Differenz zwischen vereinnahmter Optionsprämie und zu leistender Auszahlung. So ist der mögliche Verlust auch bei einer Short Position von Anfang an bekannt.
Der einfache Aufbau macht Binäre Optionen auch für Einsteiger zu einer interessanten Variante. Es ist im Prinzip eine einfache Auf &  Ab Entscheidung, welche durch eine Call- oder Put-Option dargestellt wird. Der Trader spekuliert hierbei lediglich auf die Kursentwicklung. Der mögliche Gewinn und Verlust ist beim Eingehen der Position bekannt. Als Problem können sich lediglich die kurzen Laufzeiten zwischen 60 Sekunden und 24 Stunden erweisen. Deshalb sollten sich Anleger in erster Linie auf sehr volatile Märkte konzentrieren. Nur so hat der Kurs die Chance Schwankungen zu bewältigen.

Die bekanntesten Broker für Binäre Optionen

Der Broker IQ Option bietet Binäre Optionen mit einer Rendite von bis zu 91 Prozent an. Zum Handelsangebot gehören Aktien, Währungspaaren, Indizes und Rohstoffe. Ein Pluspunkt bei IQ Option ist die relativ geringe Mindesteinlage von 10 Euro. Gehandelt werden kann bereits zu Einsätzen ab einem Euro. So können sich Einsteiger mit geringen Einsätzen an die Binären Optionen herantasten. Dazu wird ein Demokonto inklusive einem kostenlosen Einsteigerseminar angeboten. Der Broker hat seinen Firmensitz auf Zypern und wird somit von einer Finanzaufsicht innerhalb der EU reguliert. Die Handelsplattform lässt sich sehr einfach bedienen und steht auch in einer mobilen Variante zur Verfügung.

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BDSwiss ist ebenfalls ein führender Anbieter im europäischen Raum. Der Broker bietet den Handel mit Binären Optionen, CFDs und Forex aus einer Hand an. Zum Portfolio gehören unter anderem High Yield Optionen mit Renditen von bis zu 500 Prozent. Das Risiko ist bei dieser Variante jedoch überproportional hoch. Die Regulierung erfolgt durch die zypriotische Finanzaufsicht CySEC, es gibt zudem auch eine Niederlassung in Deutschland. Kunden profitieren somit von einem deutschsprachigen Support. Die Mindesthandelssumme fällt mit einem Euro pro Trade sehr gering aus. Das Handelskonto lässt sich ab einer Einzahlung von 100 Euro eröffnen. Der mobile Handel ist über verschiedene Apps ebenfalls möglich.

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Fazit zu den Anwendungsmöglichkeiten von Binären Optionen

Aufgrund ihrer einfachen Struktur und der Möglichkeit zur genauen Risikobegrenzung sind Binäre Optionen auch für Privatanleger geeignet. Das wachsende Interesse hatte zuletzt zu einem verstärkten Angebot von Brokern gesorgt. Um die Sicherheit von Tradern zu erhöhen, wurden die Regulierungsbestimmungen insbesondere durch die zypriotische Finanzaufsicht CySEC verschärft. So dürfen die Broker nun nicht mehr mit einem Bonus für Neukunden werben. Um mit Binären Optionen erfolgreich zu sein, sollten Trader über ein ausreichendes Fachwissen verfügen. So muss klar sein, wie die Märkte auf verschiedene Ereignisse reagieren.

Binäre Optionen – Wie Sie Binäre Optionen optimal für das eigene Trading nutzen was last modified: November 8th, 2017 by JuliusDream011