Copy Trading Ratgeber 2017 – Wie funktioniert Copy Trading?

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 15.11.2018

Per Copy Trading von erfahrenen Tradern profitieren

Einsteiger stellen zumeist schnell fest, dass sie mit dem Handel von Forex, CFDs oder binären Optionen zu Beginn nur selten Gewinne erzielen. Dies liegt am oftmals fehlenden Verständnis für das System sowie die möglichen Kursverläufe. Für solche Fälle bietet das Copy Trading wichtige Hilfestellungen. Bei dieser Strategie lassen sich erfolgreiche sowie profitable Strategien von erfahrenen Tradern übernehmen. Trotz wachsender Beliebtheit ist das Copy Trading in Deutschland noch nicht allzu weit verbreitet. Unser Ratgeber zeigt, wie sich Copy Trading für die eigene Anlage nutzen lässt.

Hinweisbox Binaere Optionen

Die wichtigsten Fakten zum Copy Trading im Überblick:

  • Copy Trading funktioniert mit Aktien, Fonds, CFDs, Forex und binären Optionen
  • Erfolgreiche Anlagestrategien einfach kopieren
  • Weiterbildung mit Hilfe erfahrener Trader
  • Als Signalgeber zusätzlich Geld verdienen
  • Automatisches Social Trading möglich
  • Schon mit geringen Einsätzen möglich

Copy Trading Header

Copy Trading ist eine Form des Social Trading

Mittlerweile bieten zahlreiche Social Trading Plattformen auch das Copy Trading an. Mit ZuluTrade ist vor rund zehn Jahren der erste Anbieter weltweit auf den Markt gekommen. Es folgte eToro, welches sich innerhalb kurzer Zeit zum weltgrößten Trading Netzwerk entwickelt hat. In Deutschland hat eToro ebenfalls die Nase vorn. Dazu erfreuen sich auch die Plattformen von Wikifolio sowie ayondo großer Beliebtheit. Zudem bieten mittlerweile auch viele CFD und Forex Broker wie GKFX Funktionen des Social Trading an. Zu erwähnen ist noch ZuluTrade, eine Plattform die Copy Trading für binäre Optionen ermöglicht.

Weiter zum Broker GKFX 

Copy Trading 2017 – Umfangreiches Handelsangebot vorhanden

Mit dem Begriff Copy Trading wird das Kopieren von Anlagestrategien anderer Trader bezeichnet. Dabei handelt es sich keineswegs um eine neue Erscheinung bei Geldanlagen. Schließlich nutzen Anleger schon seit vielen Jahren die Handelsentscheidung von erfolgreichen Investoren wie Warren Buffet für die eigene Anlage. Bereits vor der Gründung von eToro oder Zulu war es möglich, Musterdepots von Banken sowie Experten zu kopieren. Durch die Plattformen hat sich die Abwicklung jedoch deutlich vereinfacht. Zudem gibt es nun ein wesentlich größeres Handelsangebot.

Angebote beim Social Trading unterscheiden sich

Zwischen den einzelnen Plattformen gibt es teilweise deutliche Unterschiede. Die einzelnen Anbieter verfolgen dabei unterschiedliche Strategien. So tritt beispielsweise ZuluTrade ausschließlich als Vermittler auf, während es sich bei eToro und ayondo um Broker handelt.

Musterdepots in wikifolio Zertifikate umwandeln

  • Bei der Social Trading Plattform wikifolio treten potenzielle Investoren nicht als Trader in Erscheinung.
  • Nach der Anmeldung stellen Nutzer ein eigenes, selbst entwickeltes Portfolio online. Sofern dies innerhalb von drei Wochen als investierbar eingestuft wird, erfolgt die Umwandlung in ein Zertifikat. Andere Nutzer haben nun die Möglichkeit, das Zertifikat zu erwerben.
  • Mittlerweile werden über das Portal mehr als 3.500 Zertifikate von professionellen Vermögensverwaltern wie auch privaten Anlegern angeboten.

Copy Trading ZuluTrade

ZuluTrade ist ein Signalanbieter

  • Bei ZuluTrade handelt es sich um einen sogenannten Signalgeber. Die automatisierte Handelsplattform nutzt die Signale von professionellen Tradern.
  • Registrierte Trader wählen zunächst einen Signalgeber aus. Anschließend wird die Strategie in dessen Konto kopiert. Die Abwicklung erfolgt immer über das Depot des Anlegers. Dies kann sich bei einer Bank oder einem Online Broker befinden.
  • Die Plattform von ZuluTrade wird bereits von mehr als 70 Brokern unterstützt. Hierzu gehören führenden Forex Broker wie AvaTrade, Ducascopy und FXCM auch mehr als 15 Binäre Optionen Broker.

Handelsmöglichkeiten hängen vom Anbieter ab

Je nach Anbieter können Trader unterschiedliche Finanzinstrumente für das Copy Trading nutzen. In erster Linie werden Devisen, CFDs sowie Fonds zum Handel angeboten. Mittlerweile gibt es auch einige Plattformen für binäre Optionen.

  • Bei eToro werden vor allem CFDs auf Aktien, Indizes, Devisen und Rohstoffe angeboten. Dazu gehören mehr als 30 ETFs zum Angebot. Der Asset Index umfasst insgesamt rund 200 Basiswerte.
  • Über ayondo können rund 1.200 Werte aus den Bereichen Forex und CFDs gehandelt werden.
  • wikifolio bietet als Basis für Investitionen sogenannte wikifolio Zertifikate an. In diesen sind etwa 100.000 Finnazinstrumente wie Aktien bzw. ETFs enthalten.
  • Als Vermittler bietet ZuluTrade das CopyTrading für Forex und binäre Optionen an.

Inzwischen haben auch viele Banken den Trend erkannt und bieten einen direkten Zugang zu Social Trading Plattformen an. Partnerschaften bestehen unter anderem mit ayondo und wikifolio. So ist die Fidor Bank beispielsweise Partner von ayondo während die Commerzbank mit wikifolio zusammenarbeitet. Kunden können auf diese mit wenigen Klicks die Möglichkeiten des Social Trading nutzen.

Copy Trading Fidor Bank

Mögliche Gebühren beim Copy Trading

Im Vergleich zum Handel mit realen Aktien sind die Kosten beim Social Trading zumeist um einiges geringer. Dies liegt in erster Linie an den Kostenvorteilen beim gemeinschaftlichen Handel. Über die Plattformen von eToro oder ayondo können keine realen Aktien erworben werden. Das Trading erfolgt stattdessen über eine Nachbildung. Dadurch fallen keine Order- und Transaktionskosten an. Neben der Kundenbetreuung kümmern sich die Broker hauptsächlich um die Auszahlung der Gewinne.

Weiter zum Broker Ayondo 

Gebühren mein Marktführer eToro

Ein wichtiger Grund für die Beliebtheit von eToro liegt in günstigen Konditionen für das Copy Trading. Anfragen für eine Auszahlung werden schnell bearbeitet, allerdings werden hierfür Gebühren in Höhe von 5 Euro fällig. Beim Trading können registrierte User je nach Produkt dabei einen hohen Hebel von bis zu 1:400 einsetzen. Bei Eröffnung eines Handelskontos ist dabei eine Mindesteinzahlung von 200 Euro erforderlich. Dazu gilt eine Mindesthandelssumme von 25 Euro pro Trade. Was die anfallenden Spreads betrifft, bewegt sich eToro auf einem durchschnittlichen Niveau. Gleiches gilt für die Finanzierungskosten bei über Nacht gehaltenen Positionen.

Für CFDs auf Aktien von Apple liegt der Spread beispielsweise bei 0,8 Pips. Für Differenzkontrakte auf den Dax fällt ein Spread von 1,0 Pips an. Beim beliebten Währungspaar EUR/USD werden 3 Pips fällig. Wer seine Strategien auf eToro zur Verfügung stellt, erhält eine von der Zahl an Followern abhängige Prämie. Für 10 Followern werden 100 Euro pro Monat ausgezahlt.

Gebühren bei anderen Social Trading Plattformen:

  • Ayondo: Bei der Plattform ayondo fällt die Mindesteinlage mit 100 Euro relativ gering aus. Je nachdem ob es sich um Eigenanlagen oder Copy Trading handelt fallen unterschiedliche Spreads an. Für über Nacht gehaltene Positionen werden zusätzliche Gebühren berechnet. Weitere Kosten gibt es nicht. Für das Währungspaar EUR/USD liegt der Spread bei 3 Pips. Für 2,5 Pips können CFDs auf den DAX gehandelt werden. Im Eigenhandel fallen die Spreads mit 2 bzw. 2,5 Pips etwas günstiger aus.
  • ZuluTrade: Bei ZuluTrade benötigen Trader ein separates Handelskonto bei einem Broker. Die Konditionen hängen somit immer vom gewählten Anbieter ab. Die Spanne der Gebühren reicht von 0 Pips bis 2,7 Pips.
  • Wikifolio: Die Zertifikate von wikifolio können über die Börse in Stuttgart oder im Direkthandel bei Lang&Schwarz gehandelt werden. Die Kosten setzen sich aus einer jährlichen Gebühr von 0,95 Euro sowie einer Performance-Gebühr zwischen 5 und 30 Prozent zusammen. Die Zertifikate lassen sich ab einer Investition von 100 Euro ordern.

Auf die Regulierung beim Social Trading achten

Die Mehrzahl der Social Trading Plattformen agieren international und haben somit Kunden in zahlreichen Ländern. In Europa haben viele Unternehmen ihren Sitz auf Zypern. Einige Anbieter sind auch in Großbritannien, Deutschland oder Österreich beheimatet. Trader sollten immer darauf achten, dass die Plattformen von einer Finanzaufsicht reguliert werden.

  • Die Plattform ayondo wird von der in London ansässigen ayondo markets Ltd. betrieben. Über die britische Einlagesicherung sind Kundeneinlagen bis zu einem Betrag von 85.000 GBP abgesichert. Das Unternehmen selbst wird dabei von der Finanzaufsicht FCA reguliert. Für die deutschen Geschäftsaktivitäten ist die ayondo GmbH zuständig. Diese erfolgt über eine Partnerschaft mit der DonauCapital Wertpapier AG. Die ayondo GmbH ist im Vermittlerregister der BaFin eingetragen.
  • Bei eToro handelt es sich um eine Investmentgesellschaft mit Sitz auf Zypern. Das Unternehmen ist im Besitz einer Lizenz der zypriotischen Finanzaufsicht CySec. Daraus ergibt sich eine Mitgliedschaft beim Anlegerentschädigungsfonds ICF, sodass Beträge von bis zu 20.000 Euro pro Kunde absichert.

Die Plattform wikifolio hat ihren Sitz in Wien. Da es sich hier nur um einen Vermittler handelt, ist keine Regulierung erforderlich. Eine Einalgensicherung macht ebenfalls keinen Sinn. Die Absicherung erfolgt immer durch die depotführende Bank. Gleiches gilt auch für den Signalgeber ZuluTrade. Die Regulierung und Einlagensicherung wird über die verbundenen Partner wie Depotbanken und Broker sicher gestellt.

Mit einem Demokonto risikolos üben

Die meisten Social Trading Plattformen bieten für Interessenten ein kostenloses Demokonto an. Beim Anbieter ayondo kann dieses für drei Wochen genutzt werden. Dagegen bietet eToro ein zeitlich unbegrenztes Demokonto an.

  • Bei ayondo wird den Nutzern ein virtuelles Guthaben von 100.000 Euro zur Verfügung gestellt. Dabei gelten im Testaccount absolut identische Bedingungen wie beim Livekonto. Das virtuelle Kapital bei eToro beträgt 10.000 Euro. Die Handelsbedingungen sind hier zumindest stark ähnlich.
  • ZuluTrade stellt nach der Registrierung ebenfalls ein Demokonto bereit. Die Anmeldung kann beispielsweise über einen Facebook Account erfolgen. Das zur Verfügung stehende „Spielgeld“ lässt sich individuell bis zu einem Betrag von 1.000.000 Euro festlegen.
  • Bei wikifolio ist ein Demokonto nicht erforderlich. Die Zertifikate können über den Testaccount des jeweiligen Brokers gehandelt werden.

Ist Copy Trading seriös?

Bei den im Beitrag genannten Plattformen handelt es sich um seriöse Anbieter. Mit Betrug oder Abzocke muss somit nicht gerechnet werden. Obwohl sich das Copy Trading sehr einfach gestaltet, sollten gewisse Kenntnisse im Finanzbereich vorhanden sein. Verluste sind auch hier keinesfalls ausgeschlossen.

Kriterien für einen seriösen Copy Trading Anbieter:

  • Firmensitz innerhalb der EU
  • Regulierung durch eine Finanzaufsicht
  • Transparente Konditionen ohne versteckte Kosten
  • Gewinne und Verluste des Signalgebers sind klar ersichtlich

Der automatisierte Handel bringt beim Copy Trading gewisse Risiken mit sich. Mitunter droht sogar der Totalverlust des angelegten Kapitals. Um das Risiko zu minimieren sollten Trader ihr Geld immer über mehrere Signalgeber investieren.

Fazit zum Copy Trading

Copy Trading bietet sowohl Einsteigern wie auch fortgeschrittenen Tradern die Chance auf gute Gewinne. Anfänger sollten sich zunächst etwas Hintergrundwissen aneignen, um die Strategien der Signalgeber beurteilen zu können. Nach Möglichkeit zunächst über ein Demokonto handeln. So lassen sich alle Strategien völlig ohne Risiko testen. Erfahrene Trader können sich als Signalgeber eine zusätzliche Rendite sichern.

Copy Trading Ratgeber 2017 – Wie funktioniert Copy Trading? was last modified: November 14th, 2018 by JuliusDream011