Bisher weniger Unternehmen insolvent als befürchtet

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 22.06.2020


Bisher mussten infolge der Corona-Krise nur vergleichsweise wenig Unternehmen Insolvenz beantragen. Vor einigen Wochen war noch eine größere Pleitewelle befürchtet worden. Dennoch kann es im weiteren Jahresverlauf zu weiteren Insolvenzen kommen. Derzeit zeigen aber wohl die staatlichen Hilfen Wirkung und konnten eine größere Pleitewelle bislang noch verhindern. Außerdem wurde die Insolvenzantragspflicht vorübergehend außer Kraft gesetzt. Diese Regel könnte aber von einigen Unternehmen auch missbraucht werden. Anleger sollten sich aber derzeit dennoch gut über die Situation eines Unternehmens informieren, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen.

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Finanzsorgen bei vielen Unternehmen

Auch wenn es bisher nicht zu einer größeren Zahl an Insolvenzen kam, sind doch viele Unternehmen in Deutschland derzeit in Schwierigkeiten und haben mit einer harten finanziellen Situation zu kämpfen. Viele Mitarbeiter wurden in Kurzarbeit geschickt und Unternehmen aller Branchen beantragten staatliche Hilfen. Im ersten Halbjahr sankt die Zahl der Insolvenzen im Vergleich zum Vorjahr aber um 8,2 Prozent. Nur 8.900 Unternehmen mussten Insolvenz beantragen. Im gleichen Zeitraum 2019 waren es noch 9.690 Firmen. Diese Zahlen zeigen Statistiken der Creditreform.

Wie viele Unternehmen als Folge der Corona-Krise letztendlich pleitegehen, wird aber wohl erst im weiteren Jahresverlauf deutlich, da am 1. März die Insolvenzantragspflicht ausgesetzt wurde. Die Bundesregierung verfolgt damit das Ziel, bis Ende September die Zahl der Insolvenzen vor allem bei kleineren und mittleren Unternehmen auf einem stabilen Wert zu halten.

Aufgrund dieser Gesetzeslage und der staatlichen Hilfen konnten sich einige Unternehmen in den letzten Wochen damit zunächst vor einer Insolvenz retten. Dazu kam, dass auch viele Insolvenzgerichte ihre Arbeit einschränken mussten. Dies hatte einen großen Bearbeitungsrückstand zur Folge.

Bisher weniger Unternehmen insolvent

Mehr Insolvenzen zum Jahresende denkbar

Bei der Creditreform geht man daher davon aus, dass es ab dem 30. September, wenn die Ausnahmeregel zur Insolvenzantragspflicht ausläuft, zu mehr Insolvenzen kommen wird. Eine größere Pleitewelle ist letztendlich wohl nur zu verhindern, wenn die in Schwierigkeiten gekommenen Unternehmen es schaffen, sich bis dahin wieder zu stabilisieren. Ist dies nicht der Fall, wird es womöglich auch zu Beginn des kommenden Jahres zu mehr Insolvenzen kommen.

Auch die Gläubiger von insolventen Unternehmen mussten in den letzten Wochen Einbußen hinnehmen. Ihnen entstand ein Schaden von geschätzten zwölf Milliarden Euro. Im Schnitt kostet eine Insolvenz jedem Gläubiger 1,3 Milliarden Euro. Dies ist der höchste Stand seit Jahren. Zudem sind derzeit auch viele große und bekannte Unternehmen wie der Modehersteller Esprit oder die Restaurantkette Vapiano von der Pleite betroffen.

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Krise dauert an

Diese Zahlen zeigen erneut, dass die Corona-Krise noch lange nicht vorbei ist. Viele Unternehmen in Deutschland haben noch immer mit der Situation zu kämpfen. Doch was bedeutet dies für Anleger? Da es derzeit einige Unsicherheiten und Unwägbarkeiten gibt, scheint eine besonders gründliche Analyse auch im CFD-Handel notwendig. Anleger sollten alle Handelsentscheidungen gut prüfen und überdenken. Dabei spielen zahlreiche Aspekte von der konjunkturellen Situation bis hin zur Stimmung an den Märkten eine Rolle.

Zur Analyse stehen Tradern unter anderem die Fundamentalanalyse und die Technische Analyse zur Verfügung. Bei der Technischen Analyse werden Charts und Kursverläufe analysiert. Die Fundamentalanalyse richtet ihren Blick dagegen auf Kennzahlen aus der Volks- und Betriebswirtschaft. Idealerweise sollten sich Trading-Neulinge mit beiden Analyseverfahren beschäftigen und hier Wissen aufbauen.

Bisher weniger Unternehmen insolvent

Von der Globalanalyse zur Unternehmensanalyse

Bei der Fundamentalanalyse ist der erste Schritt die Globalanalyse, bei der die gesamte Volkswirtschaft untersucht wird. Hier spielen beispielsweise Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt oder zum Arbeitsmarkt eine Rolle. Danach folgt eine Branchenanalyse, bei der sich Analysten unter anderem mit der aktuellen Auftragslage beschäftigen. Erst im dritten Schritt geht es bei der Unternehmensanalyse um ein einzelnes Unternehmen. Viele Daten und Informationen finden sich hier in Geschäftsberichten. Insbesondere die Unternehmensanalyse scheint derzeit beim Handel mit Aktien-CFDs eine große Rolle zu spielen. Trader sollten in jedem Fall auch aktuelle Nachrichten rund um das Unternehmen aufmerksam verfolgen.

Bei der Technischen Analyse spielen dieser Faktoren keine Rolle. Analysten gehen davon aus, dass all diese Informationen bereits im Kursverlauf enthalten sind. Unter Umständen kann je nach Anleger und Vorwissen auch eine Kombination aus beiden Analyseverfahren weiterhelfen. Die Anzahl an Kennzahlen und Informationen, die für die Handelsentscheidung wichtig sind, ist allerdings groß. Mit Blick auf die Aktienkurse und deren Entwicklung lassen sich hieraus auch Hinweise auf die gesamte Wirtschaft eines Landes ableiten. Allerdings werden Aktienkurse von vielen Faktoren, auch politischen Entscheidungen, beeinflusst.

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Viele Faktoren beeinflussen Kurse

Steigt der Umsatz eines Unternehmens, sollte auch der Kurs der Aktie steigen. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Gehen die Anleger beispielsweise davon aus, dass das Unternehmen in Zukunft großes Potenzial hat, können auch bei geringen Umsätzen hohe Kurse möglich sein. Daher bedeuten sinkende Einnahmen nicht automatisch geringe Aktienkurse. Allerdings sollten Anleger bei Aktien und Aktien-CFDs derzeit genau prüfen, ob sie von fallenden oder steigenden Kursen ausgehen und entsprechende Positionen eröffnen. Wie des geht, erfahren Sie auch in unserem Ratgeber.

Eine gründliche Recherche erscheint derzeit sehr wichtig, egal mit welchem Anlageinstrument Trader handeln. Bei Aktien und Aktien-CFDs scheint es derzeit auch auf die Lage des Unternehmens anzukommen, da derzeit einige Firmen in Schwierigkeiten stecken. Aktuelle Nachrichten rund um das Unternehmen können dabei sehr interessant sein. Diese geben womöglich auch Auskunft darüber, ob der Aktienkurs steigen oder fallen könnten. Kommt ein Trader nach einer genauen Prüfung zu dem Ergebnis, dass es in nächster Zeit zu fallenden Kursen kommen wird, sind CFDs in jedem Fall eine Alternative zu Aktien.

Corona-Krise wenig Unternehmen insolvent

Viele Firmen unter Druck

In den letzten Wochen gerieten viele Unternehmen von der Lufthansa bis zu Galeria Karstadt Kaufhof unter Druck. Dies zeigt, dass auch große Firmen von der Krise betroffen sind. Wie schnell die finanzielle Krise auch zu sinkenden Aktienkursen führen kann, zeigt das Beispiel der Lufthansa, die am Ende sogar ihren Platz im DAX verlor. Einige Unternehmen kommen bislang aber auch gut durch die Krise. Eine Faustregel besagt, dass lebensnotwendige Produkte auch in Krisenzeiten gefragt sind, während sich Luxusgüter schlechter verkaufen.

Mit CFDs haben Anleger jedoch eine gute Chance, um Unsicherheiten und Volatilitäten zu nutzen. Derzeit wird deutlich, dass einige Unternehmen von der Krise profitieren, während andere arg gebeutelt sind und um ihre Existenz fürchten müssen. Daher ist ein genauer Blick auf jedes einzelne Unternehmen wichtig, bevor Anleger eine Handelsentscheidung treffen.

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Ganz neue Anlagechancen denkbar

CFDs können einigen Anlegern dabei ganz neue Optionen eröffnen, auch weil viele Broker eine große Anzahl an Basiswerten anbieten. Trader, die schon zuvor mit Aktien, Fonds oder anderen Finanzinstrumenten gearbeitet haben, könnten ihr Vorwissen oft auch im CFD-Handel gut einbringen.

Neben dem Blick auf die einzelnen Basiswerte sollten Anleger aber auch das große Ganze nicht außer Acht lassen. Derzeit scheint sich die Konjunktur in Deutschland weiter zu verschlechtern und aktuelle Nachrichten haben rasch Auswirkungen auf die Märkte. Beispielsweise führten Aussagen der US-Notenbank Fed zur Konjunkturentwicklung in den USA in der letzten Woche dazu, dass nicht nur in New York die Börsen auf Talfahrt gingen.

Derzeit müssen Anleger bei Handelsentscheidungen oft viele Faktoren im Blick haben. Dies ist auch Teil des Risikomanagements, das auch außerhalb von Krisenzeiten sehr wichtig ist. Aktuell geht es aber vielleicht mehr denn je darum, Handelsentscheidungen gut abzuwägen. CFDs spielen dabei einen großen Vorteil aus – ihre Flexibilität. Zudem können Anleger aufgrund der Hebelwirkung auch mit kleinem Kapital große Summen bewegen.

Bisher weniger Unternehmen insolvent nach Corona Krise

Genauer Brokervergleich wichtig

Ein gründlicher Brokervergleich ist derzeit aus mehreren Gründen ebenfalls wichtig. Zuletzt stiegen bei einigen Brokern auch während der Haupthandelszeit die Spreads. Dies sind die wichtigsten Orderkosten im CFD-Handel. Eine genaue Erläuterung über die Handelskosten finden Sie auch in unserem Ratgeber. Ein Brokervergleich kann daher dabei helfen, Kosten zu sparen.

Des Weiteren kam es bei einigen Broker zu tagelangen Ausfällen der Handelsplattform und der Kundenservice war nur schlecht zu erreichen. In diesen Zeiten ist vielen Tradern ein guter Kontakt zu ihrem Broker aber besonders wichtig. Wie gut ein Broker aufgestellt ist, erfahren Trader oft bereits beim Handel über ein Demokonto. Wichtiger denn je sind vielen Tradern auch aktuelle Informationen, die Broker beispielsweise in Webinaren oder in Neuigkeiten auf ihrer Webseite vermitteln können.

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Fazit: Einige Firmen in Schwierigkeiten

Noch gingen nicht so viele Firmen pleite, wie zu Beginn der Corona-Krise befürchtet. Im Vergleich zum letzten Jahr sank die Zahl der Insolvenzverfahren sogar. Ab Oktober könnten sich das Blatt aber wenden. Bislang profitieren Unternehmen noch von staatlichen Hilfen und dem Aussetzen der Insolvenzantragspflicht.

Dennoch sind einige Unternehmen, darunter auch große Namen, in finanziellen Schwierigkeiten. Für Trader, auch im CFD-Handel, bedeutet dies, sich vor einer Handelsentscheidung genau über die aktuelle Situation eines Unternehmens zu informieren. Mit CFDs haben Trader auch bei fallenden Kursen die Aussicht auf Gewinne. Voraussetzung dazu ist aber ein passender Broker, den Trader am besten über einen Brokervergleich finden. Neben den einzelnen Gebühren sollte Trader dabei auch den Kundenservice und die Informationsangebote prüfen und über ein Demokonto testen.

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