Wie man investiert, wenn der Kurs zurückgeht

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 26.06.2020


Länder stehen am Rande der Rezession, der IS schlägt auf der ganzen Welt zu und Zentralbanken stehen auf unsicherem Boden: Da fallen die Kurse an einigen Handelstagen sehr stark und so manchen Anleger versetzt dies in den Stressmodus. Wer sein Depot jedoch krisenfest aufstellt, der muss nicht in Panik verfallen. Wir erklären, wie man investiert, wenn der Kurs zurückgeht und was Anleger dabei beachten sollten.

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„Verluste minimieren, Gewinne laufen lassen“

Wie sollen Anleger ihre Investitionen am Aktienmarkt unter derart schwierigen Voraussetzungen optimieren? Und wie ist es möglich, dennoch umsichtig zu handeln? Wer das erfahren möchte, der sollte darauf schauen, was die Verwalter von großen Fonds in Krisenzeiten tun. Die Experten folgen vor allem einem Leitgedanken: „Verluste minimieren, Gewinne laufen lassen“.

Professionelle Anleger vermeiden so den Sturz ins Bodenlose. Viele private Händler behalten hingegen ihre Aktien auch dann, wenn der Kurs immer weiter absinkt. Der Grund: Sie glauben, dass es jetzt ohnehin zu spät sei. Sollte der Kurs hingegen leicht steigen, trennen sie sich von ihren Papieren, um sich die kleinen Gewinne zu sichern. Anleger, die so handeln, schmelzen ihr Kapital im Laufe der Zeit selbst ab. Es gibt jedoch auch einen anderen Weg – wenn private Investoren nicht in die Panik verfallen, die mittlerweile an den Börsen an vielen Handelstagen den Ton angibt.

Damit Sie in solchen Phasen einen kühlen Kopf behalten, geben wir Ihnen Antworten auf die neun wichtigsten Fragen von Privatanlegern.

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1. Führt ein Kurssturz ins Bodenlose?

Nein, an der Börse gibt es keinen Sturz ins Bodenlose ohne eine Gesundung der Kurse. Anleger sollten eben nach dieser Gewissheit auch handeln. Denn selbst nach großen Börsencrashs wie zum Ende der 20er Jahre oder vor sieben Jahren kam es immer wieder recht schnell zu einer Erholung der Märkte. In diesem Zusammenhang wurden häufig sogar neue Rekordhöhen erreicht.

Allerdings sind durchaus fast bodenlose Verluste möglich. Diese verzeichnen vor allem Anleger, die in Krisenzeiten in großer Panik zu Tiefstkursen aussteigen, und aus demselben Grund bei Tiefstkursen keine neuen Aktien oder Fonds kaufen. Investoren sollten sich daher auch nicht durch vermeintlich magische Kursstände verwirren lassen, von denen einige Medien berichten. Ob der Deutsche Aktienindex nun kurz unter oder über 10.000 Punkten steht, hat allenfalls psychologische Wirkung auf einige Gelegenheitstrader.

Im Allgemeinen werden die Kurse aber von sehr erfahrenen Strategen bewegt, die beispielsweise langfristig die Milliarden von Pensionsfonds gewinnbringend investieren müssen. Bei ihrer Anlage lassen sie sich nicht von kurzfristigen Schwankungen über gewisse Kurshöhen bewegen.

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2. Sollten Anleger bei einem Kurssturz schnell ihre Fonds verkaufen?

Besser ist es, zunächst einen kühlen Kopf zu bewahren. Zum einen kann es sein, dass der Fonds, der sich im persönlichen Besitz befindet, überhaupt nicht mehrheitlich oder wesentlich in Aktien investiert ist. Häufig beantwortet schon ein Blick in das Depot, wie abhängig der Fonds vom Börsengeschehen ist. Dort sind alle Einzelheiten zu den wichtigsten Wertpapieren zu finden, und auch deren Entwicklung seit Jahresbeginn. Die Entwicklung gibt häufig schon Auskunft darüber, ob der eigene Fonds wesentlich von den Auf- und Abwärtstrends an den Börsen beeinflusst ist.

Daneben stellt sich die Frage, ob das Geld im Moment überhaupt gebraucht wird oder ob sich eine schwache Phase an den Börsen auch durchstehen lässt. Auch hier kann wiederum der Blick auf die langfristige Entwicklung des Wertpapiers ein gutes Gefühl für die Performance geben. Und somit auch eine Antwort auf die Frage, ob ein schneller Verkauf des Fonds eine sinnvolle Reaktion auf den Kurssturz ist.

3. Wie können sich Anleger bei fallenden Kursen absichern?

Die einzelnen Fonds müssen nicht bodenlos fallen. Es ist möglich, sich sowohl mit einzelnen Fonds abzusichern, die derartige Sicherungsmechanismen eingebaut haben, jedoch nicht den ganzen Kursaufschwung bei einem Aufwärtstrend mitnehmen. Aber auch mit Optionsscheinen ist ein solches Hedging möglich. Der Anleger sollte sich in diesem Fall jedoch gut an der Börse auskennen und auch seine Anlagezeitpunkte und -ziele sehr genau definieren können. Eine solche Strategie ist Normalanlegern deshalb eher nicht zu raten.

Indes sichern sich viele Anleger ab, ohne dies bewusst wahrzunehmen. Für normale Anleger findet die Absicherung gegen das stetige Auf und Ab an den Börsen bereits dadurch statt, dass sie einen großen Teil ihrer Anlagen anderweitig investiert haben, etwa in eine Immobilie, in kapitalbildende Lebensversicherungen, in Fest- oder Tagesgelder oder durch die Einzahlung in die Rentenkasse. Die Wertentwicklung dieser Geldanlagen bleibt vom Börsengeschehen weitestgehend unberührt.

Vielmehr ist es so, dass die Anleger bei Immobilien sogar davon profitieren können, wenn die Geldanlage an der Börse durch Kursabfall weniger lukrativ ist. In diesem Fall steigt die Nachfrage nach dem sogenannten Betongold, und somit der Wert von Eigentum.

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4. Sind auch festverzinsliche Geldanlagen und Immobilien von einem Börsen-Kursverfall betroffen?

Wenn Sie die vorige Antwort gelesen haben, könnten Sie nun einfach mit „Nein“ antworten. Doch so simpel ist dies nicht. Zunächst könnte ein langfristiger Einbruch an den Aktienmärkten auch für Fonds zum Problem werden, die in Betongold anlegen. Das hat die Insolvenz von Immobilienfonds wie CS Euroreal oder SEB Immoinvest deutlich gezeigt. Dann kann es zum Absinken des allgemeinen Zinsniveaus kommen, wenn die Wirtschaft aufgrund der Marktkrisen auf billiges Kapital der Zentralbanken angewiesen ist. Zumindest ist es aber möglich, freiwerdendes Geld mit Tagesgeld bei den besten Anbietern krisenfest zu „parken“, bis eine Investition aus Sicht des Anlegers wieder lohnt.

5. Sollte das Ersparte jetzt in Immobilien oder Gold investiert werden?

Anleger sollten grundsätzlich nie alles auf eine Karte setzen – das gilt auch in schwierigen Börsenzeiten. Der normale Anleger legt sein Geld häufig unbewusst richtig an:

  • ein Teil in festverzinsliche Wertpapiere mit unterschiedlichen Laufzeiten,
  • in Kapital-Lebensversicherungen,
  • in die selbstgenutzte Immobilie,
  • sowie auch an den Kapitalmärkten.

Dies ist für Anleger mit langem Anlagehorizont eine gute Strategie. Der Goldpreis sank im Jahr 2013 stark ab, und stieg vorher stark an. Somit ist auch eine Investition in Gold allenfalls als Beimischung zur Anlage mit geringem Prozentsatz möglich. Denn auch bei Gold handelt es sich um einen spekulativen Wert und keinen sicheren Hafen.

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6. Fallen alle Fonds mit, wenn der DAX-Kurs sinkt?

Wenn der DAX sinkt, fallen nicht sämtliche Fonds mit. Große Teile der Anlagen dort werden gar nicht von den Einbrüchen der Aktienmärkte berührt. Und viele Optionsscheine und Fonds profitieren von sinkenden Kursen sogar. Jeder Anleger sollte sich daher genau darüber informieren, um welches Investment es sich überhaupt handelt, in das sie beispielsweise über einen Fonds ihr Kapital anlegen. Dabei gilt es ganz besonders auf Folgendes zu achten: Niemals in etwas investieren, dass Sie nicht verstehen! Somit lässt sich bereits im Vorfeld ein böses Erwachen vermeiden.

7. Wie kann man sein Depot vor Kursschwankungen schützen?

Disziplinierte Investoren, die in weniger spekulative Produkte oder normale Fonds investieren, können sich mit der bereits angesprochenen Methode „Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen“ dagegen wappnen, große Verluste zu erleiden, und gleichzeitig Gewinne möglich machen.

Das Prinzip funktioniert folgendermaßen:

  • Wenn der Anleger ein börsennotiertes Produkt kauft, sollte er vom Kaufkurs gedanklich 10 % abziehen und sich diesen Wert vermerken. Gleiches gilt für 10 % Plus, die als Kurs ebenfalls bereits aufgeschrieben werden sollten.
  • Wenn der Kurs die 10 % Verlust-Marke erreicht, wird das Wertpapier sofort verkauft. Der Anleger erleidet somit nie mehr als diese 10 % Minus.
  • Wenn der Kurs die 10 % Gewinn-Marke erreicht, beginnt das gedankliche Rechnen und das Notieren der Werte von vorn: 10 % Minus ausgehend von dem neuen Wert ist der Verkaufskurs und 10 % Plus ist der Kurs, mit dem erneut gerechnet wird.

Diese 10 % Regel funktioniert, sofern der Anleger diszipliniert bleibt und sich nicht selbst betrügt. Was unterstützend hilft: Bereits beim Kauf eines Wertpapieres können die jeweiligen Stopp-Kurse eingegeben und bei guten Depotanbietern sogar zu einem gewählten Kurs automatisch verkauft werden.

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8. Wenn Geldinstitute Probleme haben, ist dann auch Fest- oder Tagesgeld unsicher?

Auch hier sollten sich Anleger nicht beirren lassen: Fest- und Tagesgeld in den traditionellen Höhen von unter 100.000 Euro pro Anleger sind sehr sicher angelegt. Die deutsche oder europäische gesetzliche Einlagensicherung trägt dafür Sorge, dass selbst bei einer unwahrscheinlichen Insolvenz des Geldinstitutes die Privatanleger keine Verluste erleiden. Viele Bankhäuser bieten zudem über die deutsche Banksicherung hinaus Sicherungsverbünde, durch die die Geldanlagen der Kunden in zweistelliger Millionenhöhe geschützt sind.

9. Ist eine Investition an der Börse für normale Anleger überhaupt empfehlenswert?

Für Privatanleger, die Schwankungen im Wert ihrer Geldanlage nicht wünschen, sind die meisten Aktien, Fonds oder gar Optionsscheine vermutlich nicht geeignet. Wer jedoch keinen Teil seines Kapitals mit längerem Zeithorizont in die Aktienmärkte investiert, der versäumt eine sehr ertragreiche Chance zur Geldanlage. So hat nach einer Auswertung des Deutschen Aktieninstituts die durchschnittliche Wertentwicklung des DAX von 1949 bis 2006 exakt 12,3 Prozent jährlich betragen. Viele Anleihen, Fonds und Versicherungen können mit diesem Wert nicht mithalten.

Was sind die wichtigsten Regeln bei der Geldanlage an der Börse?

1. Niemals in Geldanlagen investieren, die Sie nicht vollends kennen und verstehen!

2. Niemals mit Kapital investieren, das eigentlich fest für etwas anderes eingeplant ist!

3. Niemals mit geliehenem Geld handeln!

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Eine grundsätzliche Frage: Geld investieren oder sparen?

Nachdem wir geklärt haben, wie man am besten investiert, wenn der Kurs rückläufig ist, wollen wir uns an dieser Stelle noch einer grundsätzlichen Anleger-Frage widmen: Sollte man Geld investieren oder besser sparen? Ganz allgemein würden viele Menschen gerne Geld investieren – in festverzinste Anleihen, Aktien oder auch alternative Anlagen. Sie haben jedoch häufig zu großen Respekt vor Anlageklassen, die über das Sparen von Geld auf dem Sparbuch oder dem Investieren an der Börse hinausgehen.

Sie lassen sich hierdurch interessante Gewinnmöglichkeiten entgehen. Denn insbesondere Aktieninvestments haben bislang auch bei einer risikoärmeren Strategie dauerhaft höhere Renditen im Vergleich zu den Zinsen für Spareinlagen eingebracht. Dabei ist es ein Fehler zu denken, dass nur wohlhabende Menschen oder Profi-Trader an der Börse Kapital investieren können. Die Entscheidung und Umsetzung dieser Investitionen kostet selbstverständlich Eigeninitiative und Zeit – doch jeder kann diese aufbringen.

Der Unterschied zwischen den Anlageprodukten der Börse und der Bank

Häufig bieten Banken Festgeld und Tagesgeld als Möglichkeiten an, um Kapital zu investieren. Der Vorteil dieser sicherheitsorientierten Anlagen ist, dass sie ein geringes Risiko aufweisen. So ist Geld, das auf einem Festgeldkonto oder einem Tagesgeldkonto liegt, durch den europäischen Einlagensicherungsfonds bis zu einem Betrag von 100.000 Euro abgesichert. Aber auch wenn Fest- und Tagesgeld durch die Einlagensicherung zu sicheren Anlagemöglichkeiten macht, sind Investments hier zurzeit oft nicht vor der jährlichen Inflation geschützt. Somit werden sie für Sparer zum Problem.

Wer sein Geld dagegen in ein Unternehmen an der Börse investiert, geht das Risiko ein, dass das jeweilige Unternehmen später zahlungsunfähig ist – und damit verliert der Anleger Geld. Bankeinlagen wie Fest- und Tagesgeldkonten sind also für Anleger geeignet, die vor allem auf Sicherheit großen Wert legen. Dagegen lassen sich an der Börse dank Gewinnen oder Dividenden aus Kurssteigerungen deutlich höhere Renditen und Zinsen auf das eigene Kapital erzielen.

Welche Anlageklasse für den Einzelnen am besten geeignet ist, um Kapital zu investieren, richtet sich auch nach dem persönlichen Anlageziel. So sollte Geld, das für die Absicherung im Alter vorgesehen ist, zum Beispiel möglichst sicher investiert werden.

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Das sind die besten Möglichkeiten, um Geld zu investieren

Es gibt zahlreiche unterschiedliche Anlageprodukte an der Börse, in die Anleger ihr Geld investieren können. Diese lassen sich unterteilen in:

1. Aktien

Wer sich seine Aktien gern selbst aussuchen will, sollte Geld in Einzelwerte investieren. Allerdings muss man hierbei darauf achten, das Risiko auf Papiere von mehreren Unternehmen zu verteilen, um eine gute Streuung der Risiken innerhalb der Anlage zu erreichen.

2. Anleihen

Neben Aktien können Anleger auch Kapital in Anleihen investieren. Dabei handelt es sich um festverzinste Schuldverschreibungen von Staaten (zum Beispiel Bundesanleihen) oder Unternehmen und nicht um börsennotierte Unternehmensanteile. Die Gewinne werden in diesem Fall nicht mit Kursschwankungen oder Dividenden erzielt, sondern ähnlich einem Kredit auf das geliehene Kapital ausgezahlt.

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3. Exchange Traded Funds (ETF)

Exchange Traded Funds (ETF), auch als Indexfonds bezeichnet, werden gern von Einsteigern gehandelt. Es handelt sich hierbei um Aktienfonds, die nicht von Managern aktiv verwaltet werden, sondern die passiv in einen Index investieren – beispielsweise in den Deutschen Aktienindex – und somit einen ganzen Markt nachbilden. Mit einem ETF können Anleger von einer positiven Entwicklung des Marktes profitieren. Ein börsennotierter Indexfonds arbeitet nicht wie ein Fondsmanager „gegen“ den Markt.

Aufgrund ihrer niedrigen Verwaltungskosten und Gebühren sind ETFs zudem vergleichsweise günstig. Darüber hinaus sind sie mit einem verhältnismäßig niedrigen Risiko und wenig Aufwand verbunden.

4. Fonds

Wer dagegen versuchen möchte, die durchschnittliche Rendite des Marktes zu schlagen, der kann sein Kapital in einen aktiv gemanagten Fonds investieren. Ein solcher Fonds stellt quasi einen Korb an ausgewählten Anlageformen dar. Die Verwaltung obliegt einem Fondsmanager. In Abhängigkeit davon, welche Geldanlagen in einem Investmentfonds gebündelt werden, wird er als Immobilienfonds, Mischfonds, Aktienfonds usw. bezeichnet.

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5. Hebelprodukte

Für spekulativ orientierte Anleger, die bereit sind beim Investieren höhere Risiken einzugehen, können auf Hebelprodukte wie zum Beispiel Futures, Zertifikate oder Derivate zurückgreifen. Derartige Anlageformen sind besonders riskant und vor allem für erfahrene Investoren geeignet. Vor dem Investieren ist es ratsam, sich sehr intensiv mit den Trading Strategien zu befassen und diese in Demokonten und Musterdepots zu testen, bevor echtes Geld eingesetzt wird.

Wo und wie können Anleger Geld an der Börse investieren?

Investmentfonds und Aktien lassen sich an der Börse nicht einfach so kaufen. Der Handel mit den Geldanlagen ist ausschließlich über ein Depot und einem dazugehörigen Verrechnungs- bzw. Referenzkonto möglich. Bei dem Verrechnungskonto handelt es sich praktisch um ein Konto für zu investierendes Kapital, während das Aktiendepot eine Verwahrstelle für die erworbenen Wertpapiere darstellt.

Ein solches Wertpapierdepot lässt sich sowohl bei einer Bank in einer Filiale als auch online anlegen. Auch zahlreiche Online Broker bieten inzwischen Depots zur kostenlosen Nutzung an. Vor der Eröffnung eines Depots ist es ratsam, die Konditionen der einzelnen Anbieter zu vergleichen. Diese können je nach Depotanbieter sehr unterschiedlich ausfallen. Die Angebote der Online Broker sind in der Regel kostengünstiger.

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Wie lange sollte man sein Geld an der Börse investieren?

Anleger müssen sich vor jeder Investition außerdem die Frage stellen, wie lange sie ihr Geld investieren möchten. Auf dieser Grundlage lässt sich sodann eine Geldanlage mit der passenden Anlagedauer finden. Bei Anleihen investieren Händler zum Beispiel zwischen drei und sieben Jahren. Dabei gilt: Je mehr Jahre investiert wird, desto höher fallen die Zinsen aus.

Allerdings haben viele Geldanlagen auch gar keine maximale Laufzeit, wie viele Fonds oder Aktien. Hier wird das Investment durch den Weiterverkauf der Papiere beendet. Sind die Anteile an einem Fonds oder die Aktien zum Verkaufszeitpunkt mehr wert als zum Zeitpunkt des Kaufs, generiert der Anleger aufgrund der Kurssteigerungen Erträge.

Im Allgemeinen empfiehlt sich hier jedoch ein längerer Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren. Eine gute Durchschnittsrendite wird damit wahrscheinlicher, weil der Anleger Phasen mit schlechter Kursentwicklung überbrücken und Kursschwankungen am Markt effektiv für sich nutzen kann.

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Wie viel Kapital sollten Privatanleger an der Börse investieren?

Grundsätzlich gelten bei Aktien keine Obergrenzen. Wenn Anleger viel Kapital zum Investieren zur Verfügung haben, gilt das Prinzip: Je mehr Wertpapiere, desto besser. Jedoch sollten bestimmte Mindestinvestments getätigt werden, aus verschiedenen Gründen.

Kosten und Gebühren schmälern die Rendite

Die verhältnismäßigen Gebühren beim Investieren von Geld, die zum Beispiel durch Orderkosten entstehen, reduzieren sich durch hohe Anlagebeträge. Wie setzen sich Ordergebühren zusammen? Wenn Wertpapiere ge- oder verkauft werden, wird der depotführenden Bank ein Auftrag erteilt – die Order. Für jeden Auftrag verlangt die Bank zumeist eine Provision. Damit einhergehend werden Gebühren an der Börse fällig.

Anleger sollten aufgrund dieser Gebühren in eine Aktie auch nicht weniger als 1.000 Euro investieren. Anderenfalls fallen die Kosten unverhältnismäßig hoch im Vergleich zur Anlagesumme aus und lassen sich nur durch eine hohe Rendite wieder einbringen. Zwar gibt es häufig keine zwingenden Mindestinvestments bei Aktien, aber doch logisch vernünftige.

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Längere Anlagezeiträume sind empfehlenswert

Es ist wichtig, nur so viel Geld zu investieren, wie tatsächlich zur freien Verfügung steht. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass kurze Anlagezeiträume Kursrückgänge oftmals nicht rechtzeitig ausgleichen. Somit steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Verlust bei Verkauf. Anders verhält es sich bei längeren Anlagezeiträumen.

Wenn ein Anleger in den nächsten Jahren Kapital in eine Immobilie, eine bestimmte Anschaffung oder die Ausbildung investieren will, sollte er sein Geld nicht in Aktien investieren. Und auf gar keinen Fall sollte für das Investieren an der Börse ein Kredit aufgenommen, sondern ausschließlich eigenes, nicht dringend gebrauchtes Geld genutzt werden.

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Risiken erhöhen sich durch einseitige Investitionen

Wird das Geld in einzelne Aktien investiert, ist es wichtig, niemals alles auf eine Karte zu setzen. Besser ist es, das Kapital in unterschiedliche Branchen und Unternehmen zu investieren und die Kapitalanlage zu diversifizieren, um mit einer durchdachten Depot-Zusammensetzung eine gute Risikostreuung zu erreichen.

Darüber hinaus sollte nicht das gesamte Geld nur an der Börse investiert werden. Mit einer klugen Asset-Allokation kann das Risiko nicht nur über unterschiedliche Wertpapiere, sondern auch über Anlageklassen wie zum Beispiel Immobilien, Sparkonten oder Rohstoffe hinweg gestreut werden. Selbstverständlich setzt ein ausgeglichenes Portfolio mit guter Risikostreuung auch einiges an Kapital voraus.

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Investitionen sind auch mit kleinem Budget möglich

Wenn ein Anleger mit einer niedrigen Anlagesumme einsteigen möchte, bietet es sich an, das Kapital in ETFs oder Aktienfonds zu investieren. Denn der Vorteil dieser Finanzprodukte besteht darin, dass sie bereits über diverse Aktienwerte gestreut sind. Hinzu kommt, dass Exchange Traded Funds sehr kostengünstig sind.

Darüber hinaus können Anleger kleinere Beträge in Fonds, ETFs und Aktien investieren, wenn sie regelmäßig Geld in einen Sparplan einzahlen. Bereits mit niedrigen Sparbeträgen ab 25 Euro pro Monat ist es für Anleger hier möglich, ein Vermögen an der Börse aufzubauen. Sparpläne bieten weiterhin den Vorteil, dass der Investor nicht auf das optimale Timing zum Investieren achten muss. Da er sein Kapital über einen langen Zeitraum verteilt, erfolgt der Kauf der Anteile zu einem Durchschnittspreis. Zwar liegt dieser über dem günstigsten Preis, gleichzeitig aber auch unter dem teuersten – Cost-Average-Effekt. Somit bieten Sparpläne die Möglichkeit, an der Börse zu Durchschnittspreisen zu investieren, auch häufig ohne hohe Gebühren und mit wenig Geld.

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Fazit: Bei Kursrückgang Ruhe bewahren und überlegt handeln

Insgesamt gibt es für Anleger verschiedene Möglichkeiten, Geld an der Börse zu investieren. Fundierte Kenntnisse der Anleger hinsichtlich der diversen Anlageprodukte sind hierbei der erste Schritt zum langfristigen Trading-Erfolg. Eine wichtige Frage, die sich Anleger im Zusammenhang mit dem Investieren an der Börse häufig stellen, lautet: Wie handelt man, wenn die Kurse einbrechen? Wenn die Kurse von Aktien, Indizes und Fonds sinken, packt viele Anleger die Panik. Die goldene Regel der Profis lautet hier jedoch: Verluste minimieren und Gewinne laufen lassen. Professionelle Anleger vermeiden so den Sturz ins Bodenlose. Private Anleger sollten in erster Linie also Ruhe bewahren, einen kühlen Kopf behalten und überlegt handeln, anstatt in Panik zu verfallen und übereilte Entscheidungen zu treffen.

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