Aktien und Steuern 2020– die wichtigsten Änderungen für Kapitalanleger auf einen Blick

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 17.04.2020


Aktiengewinne gelten als Einkünfte aus Kapitalvermögen. Zu diesen zählen Dividendenerträge und Kursgewinne aus dem Aktienhandel. Diese Einnahmen unterliegen der Steuerpflicht. Unter Umständen führt die Steuerabgabe zur Verwirrung. Um sie zu erleichtern, gilt seit mehreren Jahren eine neue Kapitalertragssteuer. Seit dem Jahr 2009 existiert keine Spekulationssteuer. Aktien und die daraus resultierenden Kapitalerträge versteuern Sie unter Berücksichtigung der Abgeltungssteuer.

Unerfahrene Anleger fragen sich, ob sie Gewinnbeträge aus Aktien steuerfrei handeln können. Ebenso stellt sich für sie die Frage, wie sie die Steuer auf Aktiengewinne ausweisen. Informieren Sie sich über Steuerregelungen für Kapitalanleger, erhalten Sie Klarheit.

  • In Deutschland unterliegen alle Kapitalerträge der Abgeltungssteuer, die pauschal bei 25 Prozent liegt.
  • Pro Person gilt ein Freibetrag von 801 Euro im Jahr.
  • Sofern der persönliche Steuersatz unter 25 Prozent liegt, gilt diese Grenze.
  • Neben dem Freibetrag nimmt der Solidaritätszuschlag auf die Höhe der Steuerlast Einfluss.

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Ein Überblick über die wichtigsten Steuerbegriffe

Um das Steuerrecht im Hinblick auf Aktien zu verstehen, hilft die Kenntnis der wichtigsten Steuerbegriffe:

  • Kapitalertragssteuer: Erhebungsform der Einkommenssteuer, seit 2009 in Form der Abgeltungssteuer bei Privatanlegern abgeführt.
  • Abgeltungssteuer: Einheitliche Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent für Zinsen, Dividenden und Gewinne aus Wertpapierverkäufen, zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer.
  • Quellensteuer: Einzugsweise einer Steuerart, abgeführt durch ein Kreditinstitut an das zuständige Finanzamt.
  • Spekulationssteuer: Umgangssprachliches Synonym für die Abgeltungssteuer, offiziell seit 2009 abgeschafft.

In Deutschland unterliegen alle Kapitalerträge der Steuerpflicht. Zu diesen zählen alle Einnahmen, die Sie mithilfe von angelegtem Geld generieren.

Beispiele für diese Erträge bestehen in Zinsen von Sparbüchern sowie diversen Gewinnen aus Handelsgeschäften. Des Weiteren gehören Lebensversicherungsauszahlungen in diesen Bereich.

Früher besteuerte der Staat jede Art des Kapitalertrags unterschiedlich. Dies ging zulasten der Übersichtlichkeit und Transparenz der Steuerregelungen.

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Wie geht das Versteuern von Aktien vonstatten?

Um Anlegern die Versteuerung Ihrer Aktiengewinne zu erleichtern, entschied sich die Regierung für einheitliche Regelungen.

Kapitalerträge erhalten einen einheitlichen Steuersatz von maximal 25 Prozent.

Investoren, die hohe Aktiengewinne verzeichnen, profitieren von einer Steuerersparnis von 20 Prozent. Die Abgeltungssteuer rief der Staat ins Leben, um das Vermögen reicher Bürger nach Deutschland zurückzuholen. Diese verwahrten ihr Erspartes im Ausland, um Steuern zu sparen.

Mit der Abgeltungssteuer erfolgt die Besteuerung von Aktiengewinnen unabhängig von der Haltedauer.

Der Steuersatz gilt in Deutschland für Kursgewinne und Dividenden. Kaufen Sie Wertpapiere und erzielen bei deren Verkauf einen Gewinn, zahlen Sie auf diesen Steuern.

Für Aktien, die sie vor dem Jahr 2009 erwarben, gilt die Bestandsregelung. Nach dieser sind Kursgewinne nach einer einjährigen Haltefrist steuerfrei.

Vom Gewinn ziehen Sie Kosten, die mit dem Kauf und Verkauf der Aktien zusammenhängen, ab.

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Die Abgeltungssteuer – wichtige Regelungen beim Besteuern von Aktien

Beim Kauf einer Aktie werden Transaktionskosten auf den Einstandskurs umgelegt. Beim Verkauf ziehen Sie diese vom Erlös ab, wenn Sie die Steuererklärung machen.

Im Normalfall kümmert sich Ihr Broker um das Abführen der Abgeltungssteuer. Die Voraussetzung besteht in einem Anbieter mit Sitz innerhalb der Bundesrepublik.

Das Finanzinstitut oder der Online-Börsenmakler behalten den an das Finanzamt abzuführenden Betrag ein.

Dementsprechend geben Sie die Kapitalerträge nicht im Rahmen der Einkommenssteuererklärung an. Unter Umständen erweist sich die Angabe in der Einkommenssteuer verpflichtend.

Dieser Fall tritt ein, wenn die depotführende Bank keine Kirchensteuer abführt, der Anleger jedoch kirchensteuerpflichtig ist.

Der Finanzdienstleister verzichtet auf das Abführen der Kirchensteuer, wenn Sie ihm Ihre Konfessionszugehörigkeit nicht mitteilen.

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Wann es sich lohnt, Kapitalerträge in der Einkommenssteuererklärung anzugeben

Des Weiteren empfiehlt sich die Angabe der Kapitalerträge in der Einkommenssteuer, wenn Ihr Steuersatz 25 Prozent unterschreitet. Die Veranlagung führt zu einer Steuerersparnis, da das Finanzamt einen niedrigeren Steuersatz anwendet.

Bedenken Sie, dass allen Steuerpflichtigen pro Jahr ein Freibetrag für alle Kapitalerträge zusteht. Dieser beträgt 801 Euro.

Um diesen geltend zu machen, erteilen Sie der depotführenden Bank einen Freistellungsauftrag.

Beim Aktienhandel besteht die Chance, Verluste mit den Gewinnen zu verrechnen. Das gelingt ausschließlich bei gleichartigen Erträgen. Dementsprechend funktioniert es nicht, Dividenden mit Kursverlusten zu verrechnen.

Realisieren Sie am Ende eines Jahres Gewinne in einzelnen Aktien und eröffnen Sie die Position anschließend neu, profitieren Sie unter Umständen von einer Steuerersparnis. Zu dem Zweck nutzen Sie den Freibetrag. Dessen Übertragung auf das Folgejahr ist unmöglich.

Anders verhält es sich mit Verlusten aus Aktionsgeschäften.

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Das beachten Sie bei Steuern auf Dividenden

Bedenken Sie, dass Dividendenzahlungen einzelner Unternehmen nicht der Abgeltungssteuer unterliegen. Der Grund besteht in Paragraf 27 des Körperschaftssteuergesetzes.

Laut dieser Regelung gelten Ausschüttungen unter bestimmten Bedingungen nicht als Gewinnbeteiligung. Sie stellen Kapitalrückzahlungen dar.

Die Steuern auf Dividenden hängen vom Sitz des Betriebs ab. Bei ausländischen Aktien fällt eine Quellsteuer an. Diese entrichten die Anleger automatisch.

Teilweise besteht die Chance, diese auf die Abgeltungssteuer in Deutschland anzurechnen.

TIPP: Neben Steuern auf laufende Gewinne – beispielsweise ausgezahlte Dividenden – existiert die Steuerpflicht auf Verkaufsgewinne. Realisieren Sie eine Wertsteigerung durch das Veräußern von Fondsanteilen oder den Aktienverkauf, erweist diese sich nicht als steuerfrei.

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Wie funktioniert die Versteuerung von Kapitalerträgen beim Broker?

Das automatische Einbehalten der Abgeltungssteuer auf Bankebene gilt ausschließlich für Kreditinstitute mit Sitz in Deutschland.

Online-Börsenmakler aus Europa werben mit gezielten Werbeslogans um deutsche Kunden. In diesen weisen sie auf die Nichteinbehaltung der Abgeltungssteuer hin.

Entscheiden Sie sich für einen Broker aus Großbritannien oder Zypern, erhalten Sie Aktiengewinne ohne Abzug der Steuer ausgezahlt.

Daraus ergibt sich ein Liquiditätsvorteil. Die Gewinne stehen in voller Höhe für die Wiederanlage bereit. Dementsprechend erweist sich der Zinseszinseffekt bei ausländischen Anbietern höher als bei deutschen Brokern.

Diese behalten die Abgeltungssteuer ein und zahlen sie an das Finanzamt. Dieses erhält in der Folge einen zinsfreien Kredit.

Bei der Mehrzahl der Online-Börsenmakler erfolgt die Abfuhr der Abgeltungssteuer am Jahresende oder im Folgejahr. Das geschieht durch die Einkommenssteuererklärung.

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Wie führen Sie bei ausländischen Brokern die Abgeltungssteuer ab?

Bekannte CFD- und Forex-Broker befinden sich im europäischen Ausland. Im Gegensatz zu Online-Börsenmaklern aus Deutschland zahlen sie Kursgewinne in voller Höhe aus.

Des Weiteren finden sich im Bereich des Aktienhandels renommierte Anbieter außerhalb der Bundesrepublik.

Führen Broker die Abgeltungssteuer nicht automatisch ab, bedeutet das für die Trader Fluch und Segen zugleich. Sie erfreuen sich an der vollständigen Gewinnauszahlung.

Eine Herausforderung stellt die Angabe der Kapitalerträge in der Steuererklärung dar. Um Fehler zu vermeiden, wenden sie sich an einen Steuerfachmann.

Das Versteuern von Aktiengewinnen gilt als komplexes und teilweise undurchsichtiges Thema. Ein Steuerberater hilft Ihnen, die Klippen zu umschiffen und versehentliche Falschangaben oder Unterschlagungen zu vermeiden.

Diese führen unter Umständen zu empfindlichen Strafen.

TIPP: Um Fallstricke in der Einkommenssteuererklärung bei Aktienerträgen zu vermeiden, entscheiden Sie sich für einen Broker aus Deutschland.

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Die Quellsteuer erleichtert das Versteuern von Aktien- und Dividendenerträgen

Beim Aktien- und Wertpapieranlagen stellt die seit 2009 geltende Abgeltungssteuer die wichtigste Steuerart dar. Diese gestaltete die Regierung als Quellsteuer.

Dementsprechend erfolgt das Abführen der Steuern aus dem Depot heraus. Das gelingt automatisch mit der Hilfe des Brokers oder des depotführenden Finanzdienstleisters.

In der Einkommenssteuererklärung machen Sie keine separaten Angaben über Gewinne aus Kapitalvermögen oder Anlagen.

Als Steuerzahler profitieren Sie von einer bürokratischen Erleichterung.

Neben der Abgeltungssteuer umfasst die Steuer auf Aktiengewinne den Solidaritätszuschlag. Diesen verrechnet das Finanzamt prozentual mit der Abgeltungssteuer.

Das führt zur gleichen Steuerhöhe für alle Anleger. Unterschiede entstehen unter Umständen durch die Kirchensteuer. Teilweise unterscheidet sich deren Höhe in Abhängigkeit von der Konfession.

Die Einteilung in Einkommens- oder Steuerklassen entfällt.

Der Sparerfreibetrag stellt einen weiteren Vorteil für Kleinanleger dar.

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Die Vorteile der Abgeltungssteuer auf einen Blick

Privatanleger und Finanzexperten hinterfragen Steuerreformen und üben Kritik an ihnen.

Die Abgeltungssteuer erhebt Steuer auf Aktiengewinne und Erträge aus anderen Ablagebereichen.

Sie geht mit mehreren positiven Aspekten einher:

  • Sie vereinheitlicht den Steuersatz für alle Einkommensklassen.
  • Als Quellsteuer erfolgt der Einzug der Steuer auf Aktiengewinne automatisch, was weniger Bürokratieaufwand für die Anleger bedeutet.
  • Durch den Verlustverrechnungstopf besteht die Chance, Verluste auf die erzielten Gewinne anzurechnen, sofern es sich um die gleiche Anlageform handelt.
  • Um Steuern zu sparen, helfen die Steuerfreibeträge.#

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Zu welchen Nachteilen führte die Steuerreform 2009?

Nicht für alle Anleger bietet die aktuelle Regelung für die Besteuerung von Aktien Vorzüge. Sie erweist sich beispielsweise für Investoren, die Wertpapiere über einen längeren Zeitraum halten, als nachteilig.

Diese verdienen Geld mit langfristigen Aktiengeschäften. Bis 2009 erzielten sie Aktiengewinne steuerfrei, sofern sie die Wertpapiere über ein Jahr hielten.

Dieser Bonus fiel nach der Steuerreform weg. Die Abgeltungssteuer schafft unter allen Aktionären Gleichheit. Unabhängig von der Haltedauer der Wertpapiere zahlen sie den gleichen Steuersatz.

TIPP: International existieren verschiedene Regelungen für die Aktien-Quellensteuer. Diese findet sich in zahlreichen Ländern innerhalb der Europäischen Union, um Aktiengewinne zu besteuern. Bei internationalen Anlagen riskieren Sie eine Doppelbesteuerung, da die Broker die Quellensteuer automatisch abziehen. Unter Umständen besteht die Chance, eine Rückerstattung der doppelt gezahlten Steuern zu fordern.

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Besondere Einkünfte versteuern Sie nicht zu 100 Prozent

Nehmen Sie besondere Einkünfte ein, versteuern Sie diese nicht komplett. Privatanleger oder Großinvestor – den Freibetrag von 801 Euro machen alle Anleger geltend.

Bei Ehepaaren liegt er bei 1.602 Euro, die sie steuerfrei einbehalten. Zu den Einkünften, für die diese Regelung gilt, gehören:

  • Zinsen aus Tagesgeld,
  • Zinsen aus Festgeld sowie
  • Erträge aus dem Aktienhandel.

Damit der Sparerpauschelbetrag nicht an das Finanzamt fließt und Sie auf die Rückzahlung warten müssen, füllen Sie den Freistellungsauftrag aus.

Diesen laden Sie auf der Internetseite Ihrer depotführenden Bank oder von Ihrem Broker herunter.

Legen Sie Ihr Geld bei mehreren Finanzdienstleistern an, brauchen Sie für jede Filiale einen separaten Freistellungsauftrag.

Als vorteilhaft erweist es sich, den Sparerpauschalbetrag aufzuteilen. Auf die Weise deckt er alle voraussichtlichen Einkünfte auf allen Konten ab.

Überhöhte Steuerzahlungen verrechnen Sie mit der Steuerabrechnung.

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Bei der Besteuerung von Aktien Freibeträge ausschöpfen – wie geht das?

Sofern Ihre Gewinne aus dem Handel mit Aktien unter 800 Euro liegen, zahlen Sie darauf keine Steuern. Die Bank, bei der Sie Ihr Depot führen, sowie der Online-Dienstleister ziehen die Abgeltungssteuer automatisch ab.

Um nicht unnötig Steuern zu halten, machen Sie den Steuerfreibetrag frühzeitig geltend. In dem Fall berücksichtigen die Anbieter ausschließlich Gewinne, die über diesem Betrag liegen.

Des Weiteren empfiehlt es sich, einen Blick auf den persönlichen Steuersatz zu werfen. Liegt dieser unter der gesetzlich festgelegten Steuer von 25 Prozent, profitieren Sie von einer Steuerersparnis.

Um diese zu erhalten, geben Sie die Steuern aus Aktiengewinnen in Ihrer Steuererklärung an. Im Anschluss erstattet Ihnen das Finanzamt den Differenzbetrag.

Zusätzlich berechnet es die Steuern nach dem geringeren Satz.

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Weitere Möglichkeiten, um Steuern zu sparen

Sofern Sie Ihren Lebensunterhalt ausschließlich aus Kapitalerträgen bestreiten, existieren neben dem Sparerpauschalbetrag weitere Möglichkeiten, um Steuern zu sparen.

Zu dem Zweck nutzen Sie beispielsweise den Einkommenssteuerfreibetrag.

Besitzen Sie ein Aktiendepot bei einer ausländischen Bank, erhebt der deutsche Staat auf dieses keine Steuer. Anders verhält es sich mit den Gewinnen. Diese geben Sie zwingend in Ihrer Steuererklärung an, damit das Finanzamt darauf die Steuer berechnet.

Gravierende Änderungen beim Solidaritätszuschlag und dem Grundfreibetrag

Für das Jahr 2021 plant die Regierung den Wegfall des Solidaritätszuschlags für neun von zehn Steuerpflichtigen.

Bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 61.717 Euro entfällt der sogenannte „Soli“. Bis zu einer Einkommensgrenze von 96.409 Euro gilt für ihn ein ermäßigter Satz von 3,5 Prozent.

In voller Höhe zahlen ihn in Zukunft ausschließlich Spitzenverdiener. Sofern ihre Einkünfte über der Verdienstgrenze liegen, kommt der Zuschlag von 5,5 Prozent auf sie zu. Gleiches gilt für Kapitalanleger.

Investieren Sie in Aktien, stellt die Abschaffung des Solidaritätszuschlags keine Erleichterung für Sie dar.

Vorteile genießen Sie durch eine Erhöhung des Grundfreibetrags. Dieser steigt um 240 Euro, sodass er insgesamt bei 9.408 Euro pro Person liegt.

Er fungiert als steuerliches Existenzminimum pro Steuerzahler.

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Wann lohnt sich die Günstigerprüfung?

Aus mehreren Gründen lohnt es sich, die Anlage KAP bei der Einkommenssteuererklärung auszufüllen. Dieser Fall tritt beispielsweise ein, wenn Ihr persönlicher Steuersatz unterhalb der Abgeltungssteuer liegt.

Die Differenz machen Sie beim Finanzamt geltend. Zu dem Zweck setzen Sie auf Ihrem Steuerformular bei der Günstigerprüfung ein Häkchen.

Das Finanzamt prüft im Anschluss, ob die von Ihnen gezahlten Steuern zu hoch ausfielen.

Von diesem Fall ist auszugehen, wenn Ihre Einkünfte bei 16.000 Euro oder darunter liegen.

Die Günstigerprüfung empfiehlt sich, wenn Ihr Arbeitseinkommen unter diesem Betrag liegt und Sie an Aktiengewinnen weniger als 50.000 Euro verdienen.

Wissen Sie nicht, ob Sie zu viele Steuern bezahlen, füllen Sie die Anlage KAP aus.

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Was ändert sich 2020 bei der Nichtveranlagungsbescheinigung für Rentner und Studierende?

Nicht einkommensteuerpflichtige Personen zahlen keine Steuer auf Kapitalerträge. Sie beantragen beim zuständigen Finanzamt die Nichtveranlagungsbescheinigung.

Mit dieser zeigen sie, dass sie ausschließlich geringe Einkünfte angeben. Zu den Menschen, auf die dieser Fakt zutrifft, gehören Rentner und Studierende. Ein weiteres Beispiel stellen Kinder, deren Eltern das Depot auf ihren Namen eröffneten, dar.

Wie bei einem Freistellungsauftrag erfolgt keine Abfuhr von Geld an das Finanzamt.

Obgleich beim Aktienhandel Gewinne anfallen, versteuern sie diese nicht. Hierbei gilt es, die Grenze des Einkommens und der Aktiengewinne zu berücksichtigen.

Seit 2020 gilt, dass Arbeitnehmer, die Kapitaleinkünfte ohne Steuerabzug erhalten, zwingend eine Steuererklärung abgeben.

Arbeitnehmer, die Kapitaleinkünfte ohne Steuerabzug erhalten haben, müssen künftig zwingend eine Steuererklärung abgeben

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Das ändert sich 2020 bei einem Totalverlust bei Aktiengeschäften

Erleiden Sie beim Handel mit Aktien oder Anleihen einen Totalverlust, verrechnen Sie diesen bis zu einer Höhe von 10.000 Euro mit anderen Kapitaleinkünften.

Diese Regelung gilt für alle Totalverluste, die nach dem 31. Dezember 2019 eintraten. Bisher definierte die Regierung nicht, wobei es sich um einen totalen Verlust handelt.

Vor dieser Änderung sah der Bundesfinanzhof die Verrechnung von Totalverlusten als zulässig an. Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz kündigte aus diesem Grund ein Musterverfahren an.

Für die Verrechnung von Verlusten aus Veräußerungsgeschäften, die keine Totalverluste darstellen, ergibt sich keine Änderung. Die Summe verrechnen die Anleger problemlos mit ihren Aktiengewinnen.

Norbert Kuhn vom Deutschen Aktieninstitut verweist darauf, dass Sie Totalverluste in Zukunft mit anderen Kapitaleinkünften verrechnen.

Beispielsweise erfolgt die Verrechnung eines aus einem Aktiengeschäft resultierenden Totalverlusts mit Zinseinnahmen oder Fonds-Kursgewinnen.

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2020 – kein Verlustabzug bei wertlosen Kapitalanlagen

Die Verrechnung von Verlusten mit Gewinnen aus dem Aktienhandel gehört zu den Vorzügen der 2009 in Kraft getretenen Steuerreform. Diese erlebt 2020 eine leichte Abwandlung.

Für Anleger besteht zukünftig keine Möglichkeit, Verluste durch wertlose Anlagen geltend zu machen. Das gilt beispielsweise für:

  • den Ausfall privater Darlehen,
  • das Ausbuchen wertloser Aktien aus dem Depot,
  • dem Verfall von Optionen am Ende der Laufzeit,
  • dem Veräußern wertloser Wirtschaftsgüter an Dritte zu symbolischen Preisen.

Das Steuerrecht hebelt die steuerzahlerfreundliche BHF-Rechtsprechung im Bezug auf private Kapitalverluste aus.

Beispielsweise machen Sie Verluste aus Termingeschäften steuerlich geltend, sofern diese durch die „Beendigung des Rechts“ eintreten.

Verfällt eine Option, setzen Sie deren Anschaffungskosten nicht als Verlust ab. Der Grund: Das Optionsrecht beenden Sie ausschließlich durch das Ausüben des Termingeschäfts innerhalb der festgelegten Frist.

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Wie wirkt sich die Steuerneuregelung auf den Aktienhandel aus?

Erstmals tritt die Neuregelung bei Termingeschäften mit Abschlussdatum nach dem 31. Dezember 2019 in Kraft.

Im Gesetzentwurf steht, die Regelung gelte für den Veranlagungszeitraum 2020. Zusätzlich erfasst sie Geschäfte, die Sie vor dem ersten Januar 2020 abschlossen.

Dementsprechend fallen unter die Neuregelung Wertpapiere, die Sie vor 2020 kauften und die ihren Wert verlieren. Buchen Sie diese aus Ihrem Depot aus, besteht keine Möglichkeit, einen Veräußerungsverlust zu realisieren.

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Ein Blick in die Zukunft – verschwindet die Abgeltungssteuer?

Erfahrene Investoren und neue Anleger fragen sich, ob der Staat die Abgeltungssteuer in kommenden Jahren abschafft. Die erfüllte ihren ursprünglichen Zweck. Dieser bestand in der Rückholung ausländischer Gelder nach Deutschland.

Dieser Aspekt spricht für eine baldige Steuerreform. Derzeit (Stand: März 2020) existieren keine belegten Informationen. Dementsprechend handelt es sich bei der Abschaffung der Abgeltungssteuer um Spekulation.

Kommt es zu einer Reform, führt diese unter Umständen zu negativen Folgen für Anleger.

Führt der Staat erneut die Spekulationsfrist ein, ist es für sie von Vorteil. Der Umstand ermöglicht es langfristig orientierten Kapitalanlegern, Steuern zu sparen.

Bis 2009 erhielten sie die Chance, Aktien, die sie länger als ein Jahr hielten, steuerfrei zu verkaufen.

Für Dividendenzahlungen galt das Halbeinkünfteverfahren. Die Methode empfand die Vielzahl der Anleger gerechter als die derzeit geltende Abgeltungssteuer.

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Kommt es zukünftig zu einer weiteren Spekulationssteuer auf Aktien?

Für Anleger stellt sich die Frage, welche Steuern zukünftig auf sie zukommen. Mehrere kritische Stimmen aus Wirtschaft und Politik fordern die Einführung neuer Spekulationssteuern.

Gegenwärtig erhebt der deutsche Staat nicht bei jeder Transaktion eine Steuer. Anders verhält es sich in Großbritannien. Hier gilt die Stempelsteuer. Sie fällt auf den Kauf und Verkauf von Wertpapieren an.

Die Stempelsteuer verhindert den Hochfrequenzhandel. Kauft ein Investor eine Vielzahl von Aktien, um sie anschließend wieder zu verkaufen, kommen hohe Stempelsteuern auf ihn zu.

In Großbritannien existiert die Tobin Tax. Hierbei handelt es sich um eine Steuer auf den Handel mit Devisen.

Orientiert sich Deutschland zukünftig an anderen Ländern, kann eine erneute Spekulationssteuer folgen. Wann und ob diese kommt, steht bislang in den Sternen.

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Mögliche Änderungen bei der Abgeltungssteuer

Mehrere Kapitalanleger kritisieren den pauschalen Steuerbetrag von 25 Prozent bei der Abgeltungssteuer. Sie fordern, dass der Staat Kapitalerträge wie alle anderen Einnahmen behandelt.

Für Aktionäre, die mit Wertpapieren hohe Gewinne erzielen, bedeutet das einen höheren Steuersatz. Dieser liegt deutlich über 25 Prozent.

Des Weiteren existieren Forderungen nach Sozialbeiträgen, die von den Gewinnen abgehen. Diese Wünsche durchzuführen, funktioniert in der Realität nicht.

Eine Alternative besteht in der Wiedereinführung der Spekulationsfrist. Diese kann in abgewandelter Form erneut auftreten.

Der Staat besteuert Aktiengewinne aus kurzfristigen Aktiengeschäften höher als bei langfristig gehaltenen Wertpapieren.

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Fazit: Kapitalanleger versteuern alle Erträge aus dem Aktienhandel

Legen Sie Ihr Geld in Wertpapiere an und erhalten Erträge, unterliegen diese der Steuerpflicht. Für diese Art von finanziellen Gewinnen gilt die Abgeltungssteuer.

Diese existiert seit dem Jahr 2009. Pauschal beträgt sie 25 Prozent.

Neben dieser wirken sich gegebenenfalls die Kirchensteuer und der Solidaritätsbeitrag auf die Steuerhöhe aus. Für Einsteiger erweist sich die Steuerregelung unter Umständen als undurchsichtig.

Handeln sie Aktien über einen Broker, erleichtert dieser ihnen die Steuerabgabe. Er behält die Steuer automatisch ein. Anschließend führt er sie an das Finanzamt ab.

Entscheiden Sie sich für einen Online-Börsenmakler mit Sitz im Ausland, überlässt dieser Ihnen das Abführen der Steuerbeträge. Ihre Kapitalerträge geben Sie am Jahresende in Ihrer Steuererklärung an.

Bei Aktien und Steuern 2020 handelt es sich um ein komplexes Thema. Vorwiegend unerfahrene Anleger fühlen sich von diesem überfordert. Um ihnen die Steuererklärung zu erleichtern, wenden sie sich an einen Steuerfachexperten.

Ein Steuerberater stellt eine zuverlässige Anlaufstelle für Steuerfragen dar. Eine umfassende Beratung verhindert Fehler bei der Steuererklärung, die schlimmstenfalls zu hohen Strafen oder Nachzahlungen führen.

Des Weiteren hilft er den Anlegern, Geld bei der Steuer zu sparen. Liegt ihr Steuersatz unterhalb der Abgeltungssteuer, machen sie diesen geltend.

Im Rahmen der Günstigerprüfung kontrolliert das Finanzamt, ob Sie zu viele Steuern zahlen.

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