Base-and-Break Strategie – Immer das beste Chance/Risiko Verhältnis sichern

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 01.12.2018

Mit der Base-and-Break Strategie erhalten Sie ein erfolgreiches und effizientes Instrument für das Daytrading. Die Strategie bietet das beste Chance/Risiko Verhältnis im Trading überhaupt. In diesem Ratgeber erfahren Sie wie die Base-and-Break Strategie funktioniert und welche Parameter hierfür erfüllt sein müssen. Zudem zeigen wir, wie Sie den Ein- und Ausstieg optimal aufeinander abstimmen können.

Die wichtigsten Fakten zur Base-and-Break Strategie:

  • Name der Strategie: Base-and-Break
  • Strategietyp: Ausbruchshandel
  • Zeithorizont: Daytrading, lässt sich auf Swing Trading erweitern
  • Einstieg: Market Order beim Ausbruch
  • Stop-Loss: Unter dem Tief der letzten 3-4 Kerzen
  • Take-Profit: Nach Anstieg der Aktie um rund 2 Prozent Teilausstieg, restliche Position per Trailing-Stopp
  • Risiko-Management: In der ersten Base ½ Position und nach dem Break nochmals ½ Position eröffnen (aggressiv) oder erst nach dem Break kaufen.

Base-and-Break Strategie - Header

Erforderliche Parameter der Base-and-Break Strategie

Es handelt sich hier um eine reine Daytrading Strategie, mit welcher die Käufe und Verkäufe an einem Handelstag durchgeführt werden. Es ist zudem möglich die Strategie auf das Swing Trading auszuweiten und lediglich die Base-and-Break Ansatz für die Einstiege festzulegen. Für das Setup nutzen wir einen 15-Minuten-Chart, wobei nur ein Indikator benötigt wird. Dieser liefert sowohl das Signal für den Kauf wie auch den Trailing-Stopp. Wir verwenden hierfür den Exponential Moving Average = exponentiell geglätteter Gleitender Durchschnitt über neun Perioden, kurz EMA(9).

Damit die Base-and-Break Strategie funktioniert, kommt es auf die folgenden vier Faktoren an:

  • Parameter 1: Im Idealfall kommt es schon bevor im Chart eine Base erkennbar ist zu einem stärkeren Anstieg. Dieser kann am selben Tag wie auch am Vortag erfolgen. Eine Definition wie hoch der Anstieg ausfallen sollte gibt es nicht. Es reicht aus, wenn er im Chart zu erkennen ist. Entscheidend ist, dass der EMA 9 dadurch ebenfalls in einer Steigphase befindet.
  • Parameter2: Weiterhin muss eine Base vorhanden sein, was im Prinzip nichts anderes ist als eine Seitwärtsbewegung. Die Base dauert zumeist zwischen fünf und zehn Kerzen was einem Zeitraum von 75 bis 150 Minuten entspricht. Je länger die Base anhält, desto stärker fällt die darauf folgende Bewegung und damit verbunden die Erfolgschancen auf einen erfolgreichen Trade aus. Mehr Kerzen sind somit gleichbedeutend mit weniger Fehlsignalen.
  • Parameter 3: Der dritte wichtige Faktor ist, dass die Kurse während der Konsolidierungsphase vom steigenden 9er EMA gegen die Widerstandslinie der Base gedrückt werden. Dies ist vergleichbar mit einem Luftballon, der zusammengedrückt und anschließend mit reichlich Energie nach oben geht. In den meisten Fällen gleicht die Base einem steigenden Dreieck. Gelegentlich ähnelt die Form auch einem fallenden Dreieck, wobei ersteres für den Trader besser ist.
  • Parameter 4: Wurden die Kurse zwischen dem 9er EMA und dem Widerstand der Base zusammengepresst, kommt es anschließend mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Ausbruch, dem sogenannten Break. Dieses ist gleichzeitig auch das Kaufsignal.

Geringes Risiko bei der Base-and-Break Strategie

Insgesamt handelt es sich bei der Base-and-Break Strategie um ein recht simples Muster, welches sich auch von Freizeit Tradern problemlos erkennen lässt. Einer der größten Pluspunkte ist dabei das perfekte Risiko-Management. Sobald der Kurs aus der Base ausbricht kann der Stop-Loss sofort und effizient gesetzt werden. Beispielsweise 3 bis vier Cent unter dem Tief der letzten drei bis vier Kerzen. Da die Kurse in der Schlussphase stark zusammengedrängt werden, befindet sich der Stop-Loss nahe am Einstieg. Das Risiko ist bei diesem Trade somit sehr gering.

Mit der Base-and-Break Strategie können selbst sehr volatile Aktien, die täglich um bis zu zehn Prozent schwanken mit einem Risiko von teilweise nur 0,5 Prozent handeln. Das Risiko wird vorab klar definiert und durch den engen Stopp ist kein unnötiges „Hoffen“ oder „Aussitzen“ des Trades erforderlich, falls dieser nicht wie gewünscht läuft. Entscheidend ist jedoch, dass der Stopp-Loss eindeutig definiert und direkt nach dem Einstieg gesetzt wird.

Base-and-Break Strategie - Chart 1

Quelle: www.tc2000.com

 

Trading Beispiel mit der Aktie von Armarin

Die Grafik zeigt ein optimales Setup für am Beispiel der Aktie von Armarin (Kürzel AMRN). Am 18. Juni 2012 stieg die Aktie von 11,75 in Richtung 12 US-Dollar, wodurch der erste Parameter erfüllt wurde. Der 9er EMA verzeichnet einen deutlichen Anstieg. Anschließend wird ersichtlich, dass auch Parameter 2 erfüllt ist. Es entsteht eine Base von acht Kerzen. Innerhalb der Konsolidierungsphase kommt es zu keinen Höchstständen und der Kurs holt unter der Marke von 12 Dollar Luft. Diese Widerstandslinie, die sich in der Base bildet, ist anschließend die Trigger-Linie, über welche eine Market Order platziert wird.

Zunächst muss jedoch Parameter 3 erfüllt sein. Der 9er EMA kletter nach oben und drückt die Kurse in den letzten drei bis vier Kerzen zusammen. Wie der Chart zeigt schließen die Kurse nie unter dem 9er EMA, was während dieser Phase besonders wichtig ist. Nun steht mit dem Break das große Finale an. Anschließend brechen die Kurse über die Trigger Linie von 12 Dollar aus. Limit Orders sind für die Base-and-Break Strategie nicht geeignet, da mit diesem der Einstiegszeitpunkt schnell verpasst wird. Wir führen den Kauf deshalb immer über eine Market Order aus. Empfehlenswert sind Aktien mit engem Spread sowie einem hohen Volumen.

Ausstieg bei der Base-and-Break Strategie

Die eigentliche Arbeit kommt bei dieser Strategie erst nach dem Kauf. Die wichtigste Frage bei jedem Trade ist: Wann steige ich aus, wenn der Trade nicht wie gewünscht verläuft? Wie bereits erwähnt kommt der Stopp knapp unter die Tiefs der letzten drei bis vier Kerzen. Das Ganze geschieht mit einer Stopp Market Order direkt nach dem Kauf.

Im zweiten Schritt eines erfolgreichen Trades wird der Stopp auf Break-Even nachgezogen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass sich ein positiver Trader nicht mehr negativ entwickelt. Dies geschieht in der Regel, nachdem sich die Aktie zwischen ein und zwei Prozent im Plus befindet.

Mit dem dritten Schritt werden nun die Gewinne realisiert. Mit dieser Daytrading-Strategie werden üblicherweise Buchgewinne im Bereich von etwa zwei Prozent mitgenommen. Bei einem Anstieg von zwei Prozent kann also die Hälfte der Position verkauft werden.  Die restliche Position bleibt über den zuvor gesetzten Break-Even-Stopp abgesichert.

Für den Verkauf der zweiten Position können verschiedene Strategien angewendet werden. Zum einen ist es möglich, dass charttechnische Widerstände im Tageschart auftauchen. Es ist ratsam, die restlichen Gewinne einzustreichen,. Zum anderen können wichtige Pivot-Punkte als Ausstieg dienen, die als Widerstände fungieren und in jedem guten Chartprogramm ersichtlich sind. Zudem gibt es noch eine sehr gute Möglichkeit, die Gewinne innerhalb des Trades stufenweise abzusichern. Dies funktioniert wieder über den 9er EMA. Dieser bringt besonders gute Ergebnisse, wenn die Aktie mehr als vier Prozent im Plus liegt. Der Verkauf erfolgt erst dann, wenn der Kurs unter dem 9er EMA schließt. Ein gutes Beispiel hierfür zeigt der folgende Chart mit der Aktie von Rosetta Genomics (Kürzel ROSG).

Base-and-Break Strategie - Chart 2

Quelle: www.tc2000.com

Die Aktie ermöglicht einen Base-and-Break-Trade mit nur rund 2,5 Prozent Abstand zum Stopp, obwohl diese bereits um 20 Prozent gestiegen ist. Im Anschluss ging es weitere 40 Prozent nach oben. Gut zu erkennen ist auch, dass man bei zwischenzeitlichem Unterschreiten des EMA(9) den verbleibenden Teil des Trades nicht gleich glattstellen sollte – sondern erst dann, wenn die 15-Minuten-Kerze tatsächlich unter dem EMA schließt.

Fazit zur Base-and-Break Strategie

Ein großer Vorteil dieser Strategie ist das geringe Risiko. Damit ist auch sehr gut für Anfänger geeignet. Wer sich am Tief der letzten drei bis vier Kerzen orientiert kann den Stopp kaum falsch setzen. Funktioniert die Base-and-Break Strategie steigen die Kurse nach oben und ermöglichen sehr gute Gewinne. Läuft der Trade nicht wie gewünscht sind die Verluste gering.

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Die besten Broker für eine Base-and-Trade Strategie

Grundsätzlich lässt sich diese Strategie bei allen Brokern einsetzen. Die folgenden Anbieter halten wir dabei für besonders empfehlenswert.

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Base-and-Break Strategie – Immer das beste Chance/Risiko Verhältnis sichern was last modified: November 14th, 2018 by JuliusDream011