Zinssatz-Swaps und Forward Rate Agreements

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Ein Zinssatz-Swap ist ein Zinsderivat, bei dem zwei Vertragspartner eine Vereinbarung treffen: Sie vereinbaren zu bestimmten zukĂŒnftigen Zeitpunkten Zinszahlungen auf festgelegte BetrĂ€ge auszutauschen. Bei den Zinszahlungen zahlt in den meisten FĂ€llen ein Unternehmen einen Festzinssatz, der bei Vertragsabschluss festgelegt wird. Die andere GeschĂ€ftspartei zahlt einen variablen Zinssatz, der sich an den ReferenzzinssĂ€tzen des Finanzmarkts orientiert. Zinssatz-Swaps werden vielseitig genutzt: Zur Absicherung gegen ZinsĂ€nderungsrisiken und als Spekulationsinvestment. Optionen auf Zinssatz-Swaps werden „Swaptions“ genannt. Forward Rate Agreements sind kurzfristige Instrumente des Finanzmanagements, die bis zu einem Jahr liquide sind. In der zweiten HĂ€lfte der 1980er und wĂ€hrend der 1990er Jahre waren Forward Rate Agreements sehr beliebt und neben dem Zinssatz-Swap ein wichtiges OTC-Zinsderivat. Zur Absicherung gegen ZinsĂ€nderungsrisiken und fĂŒr die tĂ€gliche, erfolgreiche Teilnahme am Markt sind Zinssatz-Swaps und Forward Rate Agreements von wichtiger Bedeutung. FĂŒr die Zinsstruktur werden in der Volkswirtschaft auch zu jedem Zeitpunkt die ZinssĂ€tze genau betrachtet und bieten viele, verschiedene Handlungsmöglichkeiten innerhalb des Finanzmarkts. Zinssatz-Swaps und Forward Rate Agreements sind dabei wichtige Instrumente.

Zur Absicherung gegen ZinsÀnderungsrisiken

Ein Unternehmen hat beispielsweise einen Festsatzkredit mit einer Laufzeit von 12 Monaten aufgenommen. In Erwartung sinkender Tagesgeldzinsen schließt es mit der Bank einen EONIA-Swap ab. Das Unternehmen erhĂ€lt im Gegenzug den 12-Monats-Festsatz und kann damit die Zinszahlungen auf den Kredit leisten. Die Einsatzmöglichkeiten von Zinsinstrumenten zur Absicherung von ZinsĂ€nderungsrisiken sind sehr vielfĂ€ltig und reichen bis hin zu Kombinationen untereinander.

Bei einem Zinssatz-Swap vereinbaren zwei Partner einen Austausch von unterschiedlich gestalteten Zinszahlungen ĂŒber einen bestimmten Zeitraum, ohne Transfer des zugrunde liegenden Kapitals. Der Austausch beschrĂ€nkt sich dabei auf die Zinszahlungen. Die zugrunde liegenden KapitalbetrĂ€ge werden nicht ausgetauscht, da sie sich betragsmĂ€ĂŸig entsprechen. Sie dienen lediglich als RechengrĂ¶ĂŸe fĂŒr die Zinszahlungen. Die Swap-Partner vereinbaren Zinszahlungen, die aus einer Geldaufnahme oder -anlage mit unterschiedlichen Zinsbindungen entstanden sind. Es werden dabei feste gegen variable ZinssĂ€tze getauscht. Die variablen Zinsen sind dabei an einen – fĂŒr alle Beteiligten nachvollziehbaren – Referenzzinssatz, beispielsweise EURIBOR (European Interbank Offered Rate) oder LIBOR (London Interbank Offered Rate), mit entsprechender Laufzeit, der Zinsbindungsdauer, gekoppelt. Daneben können Zinsswaps in allen HauptwĂ€hrungen und dem Großteil der NebenwĂ€hrungen dargestellt werden. Die Spezifikationen von Nicht-EUR-Zinsswaps weichen teilweise ab und mĂŒssen jeweils abgestimmt werden. Zinsswaps sind faktisch und rechtlich von den zu sichernden GeschĂ€ften unabhĂ€ngig und eigenstĂ€ndig. Zur Absicherung von ZinsĂ€nderungsrisiken werden sie jedoch mit dem zu sichernden GrundgeschĂ€ft kombiniert. So unterscheidet man zwischen Swaps in Verbindung mit Anlageentscheidungen (Anlageswap oder Asset-Swap) und Swaps in Verbindung mit Finanzierungsentscheidungen

(Finanzierungs- oder Liability-Swap).

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Gegen steigende Zinsen absichern

Ein Forward Rate Agreement (FRA) ist ein ZinstermingeschĂ€ft, ein Derivat. Durch ein FRA kann ein Zinssatz fĂŒr einen in der Zukunft liegenden Anlagezeitraum gesichert werden. Dabei wird ein Tausch von Zinszahlungen vereinbart. Bezogen auf das Marktpreisrisiko ist ein FRA im Wesentlichen Ă€quivalent zu der Vereinbarung einer zukĂŒnftigen Geldanlage oder –aufnahme. Der entsprechende GeschĂ€ftstyp eines GeschĂ€fts ĂŒber eine reale Anlage oder Aufnahme in der Zukunft heißt Forward-Forward-Deposit. Der KĂ€ufer eines FRA sichert sich so den Zins fĂŒr eine Geldaufnahme. Er sichert sich zudem gegen steigende Zinsen ab und verzichtet dafĂŒr auf die Einsparchancen, die fallende Zinsen bieten. Die Position des VerkĂ€ufers ist genau spiegelbildlich. Das dem FRA analoge GeschĂ€ft an Terminbörsen ist der GeldmarktFuture. In den letzten Jahren hat die Bedeutung von Forward Rate Agreements abgenommen. Der weltweite Anteil der FRAs an den gesamten OTC-Zinsderivaten hat sich gemĂ€ĂŸ der Bank fĂŒr Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zwischen 1998 und 2007 von 11,5 % auf nur noch 6,6 % beinahe halbiert.

Die Vereinbarung eines Forward Rate Agreements

Die Vereinbarung eines FRA umfasst den Zeitpunkt des Beginns einer in der Zukunft liegenden, fiktiven Geldaufnahme t1 , die Dauer der fiktiven Geldaufnahme t2 (Anlageperiode), die Höhe der fiktiven Geldaufnahme N (das Nominal), den vereinbarten Zinssatz f (FRA-Satz oder Forward-Zins) fĂŒr die zukĂŒnftige Anlageperiode und einen Referenzzins fĂŒr dieselbe Anlageperiode, typischerweise ein Geldmarktsatz wie (je nach WĂ€hrung) der Libor oder Euribor. Nach Ablauf der Vorlaufzeit wird der Stand des Referenzzinssatzes ermittelt. Der KĂ€ufer des FRA erhĂ€lt vom VerkĂ€ufer den Referenzzinssatz bezogen auf das Nominal N fĂŒr den Anlagezeitraum t2 und zahlt im Gegenzug den vereinbarten FRA-Satz fĂŒr N und t2 an den VerkĂ€ufer. TatsĂ€chlich zahlen nicht beide Parteien, sondern es wird nur die Differenz zwischen vereinbartem FRA-Satz und gefixtem Referenzzinssatz ausgeglichen. Der KĂ€ufer kann sich normalerweise zum Referenzzinssatz am Geldmarkt refinanzieren und sich außerdem mit dem FRA im Vorab einen Refinanzierungssatz sichern: Den Zinsaufwand fĂŒr eine zum Zeitpunkt t1 vorgenommene Geldaufnahme erhĂ€lt er aus dem FRA vom VerkĂ€ufer, so dass der FRA-Satz bei ihm als Refinanzierungssatz verbleibt. Analog kann der VerkĂ€ufer eine Geldanlage zum FRA-Satz darstellen. Der etwaige Abschluss eines zugehörigen GeldmarktgeschĂ€ftes ist dabei fĂŒr keine der Parteien zwingend.

Normalerweise erfolgen Zinszahlungen nachschĂŒssig, sodass auch die Zahlung aus dem FRA zum Zeitpunkt t3 erfolgen mĂŒsste. TatsĂ€chlich wird der Ausgleich schon am Ende der Vorlaufzeit (t1) vorgenommen, wobei der zu zahlende Betrag ĂŒber den Zeitraum t2 abgezinst wird. Das Kontrahentenrisiko des FRA ist aus diesem Grund nur bis zum Ende der Vorlaufzeit relevant. Ein Beispiel zeigt, wie sich der Kauf eines FRA gestalten kann und welcher Terminzins sich ergibt, wenn eine Bank bei einer anderen Bank einen FRA kauft:

  • Vorlaufzeit (t1) = 3 Monate

  • Anlagezeitraum (t2) = 3 Monate betragen

  • Nominal (N) = 100 Mio. EUR

  • 3-Monats-Zins zum GeschĂ€ftsabschluss = 1,6 %

  • 6-Monatsszins = 2,4 %

Daraus ergibt sich ein fairer Terminzins von 3,187, der auch als FRA-Satz vereinbart wird. Zum Ende der Vorlaufperiode wird der FRA-Satz von 3,187 % mit dem dann aktuellen 3-Monatszins verglichen. Dieser betrage 2,4 %. Die Bank, die als KĂ€ufer agiert hat, muss also dann an die andere Bank eine Ausgleichszahlung von 3,187 % – 2,4 % = 0,787 % bezogen auf 100 Mio. EUR fĂŒr 3 Monate leisten: Also 196.750 EUR. Weil dieser Betrag nicht nachschĂŒssig zum Ende des Anlagezeitraums, sondern sofort gezahlt wird, muss er noch mit dem aktuellen 3-Monatszins abgezinst werden: Die Bank, die als KĂ€ufer agiert hat, zahlt deshalb tatsĂ€chlich 195.576 EUR. Leiht sich die KĂ€ufer-Bank dann noch zusĂ€tzlich am Geldmarkt 100 Mio. EUR fĂŒr 3 Monate, muss sie dafĂŒr am Ende der Laufzeit 2,4 % oder 600.000 EUR an Zinsen zahlen. Zusammen mit den Kosten aus dem FRA sind dies 796.750 EUR, was fĂŒr ein Vierteljahr bezogen auf das Nominal von 100 Mio. EUR dem im FRA vereinbarten Zinssatz von 3,187 % entspricht. Die Bank, die in diesem Beispiel als KĂ€ufer agiert hat, hat sich also eine Geldaufnahme zu diesem Satz gesichert. Der Wert von FRAs lĂ€sst sich analog zum Wert eines „Futures“ berechnen. Maßgeblich entscheidend sind die Laufzeit, der festgelegte Basiszins, die entsprechende Entwicklung der Referenzzinsen und das vereinbarte Volumen. Mit Hilfe der folgenden Formel wird die Höhe der am Anfang der Referenzperiode zu leistenden Ausgleichszahlung ermittelt. Sie wird durch die Abzinsung der am Ende der Referenzperiode fĂ€lligen Ausgleichszahlung ermittelt:

(i-FR) x t x k

360 x 100 + 1 x t`

Bei dieser Formel bezeichnet i den Referenzzinssatz am Ausgleichstag, FR die vereinbarte Forward Rate, t die Anzahl der Tage und K den Kapitalbetrag.

Marktentwicklung

Seit der Entstehung des Swap-Marktes Anfang der 80er-Jahre ist eine enorme Volumensteigerung zu verzeichnen, die seit Mitte der 90er-Jahre und der EinfĂŒhrung des Euros erneut einen starken Auftrieb erhalten hat. Aufgrund der unterschiedlichen, individuellen BedĂŒrfnisse der Marktteilnehmer entstehen stetig diverse Produktvarianten, wie beispielsweise EONIA-Swap: Hierbei handelt es sich um einen Zinssatz-Swap, dem als Referenzzins der tĂ€glich festgestellte und von der EZB veröffentlichte Tagesgeldsatz EONIA (European Overnight Interbank Average) zugrunde gelegt wird. Die Swap-Laufzeit, die Festzinsperiode, betrĂ€gt derzeit eine Woche bis zwei Jahre. Der variable Zinssatz (EONIA) wird tĂ€glich neu gefixt, es gibt ein tĂ€gliches „Roll-over“. Die Ausgleichszahlung errechnet sich aus der Differenz zwischen EONIA-Fixing und dem im Swap vereinbarten Festzinssatz. Die Ausgleichszahlung findet jedoch erst am Ende der im Swap-Vertrag vereinbarten Laufzeit oder bei Laufzeiten ĂŒber einem Jahr nur einmal jĂ€hrlich statt. Der EONIA-Swap ist fĂŒr Unternehmen interessant, die ihren LiquiditĂ€tsbedarf bzw. -ĂŒberschuss gegen das Risiko schwankender ZinssĂ€tze absichern möchten. Ein Unternehmen, das beispielsweise seine LiquiditĂ€t auf 12 Monate festlegt und mit steigenden Tagesgeldzinsen rechnet, kauft zum Beispiel einen EONIA-Swap. Im Swap zahlt das Unternehmen den 12-Monats-Festsatz und erhĂ€lt im Gegenzug den entsprechenden EONIA-Zinssatz: Es kann dadurch von Zinssteigerungen im Tagesgeldbereich profitieren.

Zinssatz-Swaps und Forward Rate Agreements

MarktteilnehmerbedĂŒrfnisse und Zinsrisiko-Management

Der Zinssatz-Swap ist ein Instrument des Zinsrisiko-Managements und bietet Einsatzmöglichkeiten fĂŒr Marktteilnehmer mit Anlage- und Finanzierungsbedarf. Ein Zinssatz-Swap ermöglicht es, bereits bestehende wie auch geplante Positionen gegen Zinsschwankungen abzusichern. Im Finanzierungsbereich können aus steigenden Zinsen Risiken entstehen. Ein Marktteilnehmer mit variabel verzinster Mittelaufnahme, beispielsweise 6-Monate-EURIBOR, unterliegt dem Risiko einer Verteuerung seiner Kreditkosten bei erwarteten Zinssteigerungen zum nĂ€chsten Zinsanpassungstermin. Durch einen Zinssatz-Swap, bei dem das GeschĂ€ft seine variable Zahlungsverpflichtung gegen eine Festzinszahlung tauscht, sichert es sich gegen diese Zinssteigerung ab. Auch aus einer bestehenden Mittelaufnahme zu Festsatzkonditionen kann eine Chance oder ein Risiko entstehen, wenn der Marktteilnehmer mit fallenden Zinsen rechnet. Aufgrund seiner langfristigen Zinsbindung kann er an einer Bewegung nach unten nicht partizipieren. In diesem Fall kann er durch ein Swap-GeschĂ€ft feste Zinsen in variable tauschen und so doch an der von ihm erwarteten Zinsentwicklung teilnehmen. Umgekehrt stellt sich die Situation fĂŒr einen Anleger dar. Hat er variable ZinseinkĂŒnfte, dann stellt die Erwartung fallender Zinsen fĂŒr seine Position ein Risiko dar. Durch einen Swap von variablen in feste Zinsen kann der Marktteilnehmer seine ZinseinkĂŒnfte auf dem aktuellen Niveau fixieren. Ein Anleger, der festverzinsliche ErtrĂ€ge erhĂ€lt, kann außerdem bei Erwartung steigender Zinsen durch einen Swap, bei dem er fixe Zinszahlungen in variable tauscht, an der erwarteten Zinssteigerung teilnehmen.

Auch die Quotierung spielt bei Zinssatz-Swaps eine Rolle. Swaps werden am Markt in Prozent mit Geldseite und mit Briefseite quotiert. In der Regel liegt dieser Quotierung der 6-Monats-EURIBOR zugrunde. Es ist zudem möglich, andere ReferenzzinssĂ€tze bei der Berechnung der Swap-FestzinssĂ€tze einzubeziehen. FĂŒr eine Laufzeit von fĂŒnf Jahren erklĂ€rt sich der Marktteilnehmer, der die Quotierung angibt, bereit, gegen den Erhalt des 6-Monats-EURIBOR beispielsweise einen jĂ€hrlichen Festzinssatz von 2,75% zu zahlen, was auf der Geldseite des Swaps quotiert wird. Umgekehrt ist er selbst bereit, den 6-Monats-EURIBOR zu zahlen, wenn er dafĂŒr eine jĂ€hrliche Festzinszahlung von 2,80% erhĂ€lt: Dies wird auf der Swap-Briefseite quotiert.

Die jeweiligen Zinszahlungen fĂŒr die Festzinsseite werden entsprechend der Zinsbindungsdauer fĂŒr die variable Seite nachschĂŒssig ausgezahlt. Die Festlegung des variablen Zinssatzes fĂŒr die entsprechende Periode, das sogenannte „Fixing“, findet am Eurogeldmarkt zwei Arbeitstage vor Beginn dieser Periode statt. Wenn die Zahlungstermine der Festzinszahlung und der variablen Zinszahlung zusammenfallen, dann werden sie in der Regel saldiert. Es findet dann ein „Netting“ statt: Nur der Differenzbetrag wird ausgeglichen.

ZinsÀnderungsrisiko durch einen Zinssatz-Swap verringern

Wenn ein Unternehmen eine Anlage am Geldmarkt getĂ€tigt hat und beispielsweise einen variablen Zinsertrag in Höhe des 6-Monats-EURIBOR abzĂŒglich des Abschlags erzielt, dann erwartet es eine Zinssenkung. Diese zinsvariable Geldanlage bringt auf lĂ€ngere Sicht fĂŒr das Unternehmen eine geringere Rendite als eine Festzinsanlage: Dies bedeutet ein ZinsĂ€nderungsrisiko. Diesem Risiko kann durch einen Zinssatz-Swap Rechnung getragen werden. Das Unternehmen zahlt beispielsweise im Swap den 6-Monats-EURIBOR und erhĂ€lt im Gegenzug den Festzinssatz. Der gesamte Festzinsertrag setzt sich auf diese Weise aus dem Swap-Satz, minus des Abschlags, zusammen. Dies ermöglicht es dem Unternehmen, aus einer variablen Geldanlage in eine Festsatzanlage zu wechseln, ohne die bestehende Anlage aufzulösen und eine Festsatzanlage aufzubauen. Bei Eintreten der Zinserwartung, also beispielsweise bei gefallenen Zinsen, ergibt sich dann bei der variablen Geldanlage ein Ertrag in Höhe von 1,75% p. a., abzĂŒglich des Abschlags. Bei zusĂ€tzlichem Swap-GeschĂ€ft kann sich dann ein Gesamtertrag in Höhe von 2,50%, abzĂŒglich des Abschlags, fĂŒr die gesamte Swap-Laufzeit ergeben. Wenn man die GeschĂ€ftsabschlĂŒsse nach Ablauf der 6 Monate unter der BerĂŒcksichtigung verschiedener Zinsentwicklungen vergleicht, dann ergeben sich sehr gute Renditen. Ein Forward-Swap beispielsweise ermöglicht zudem eine Absicherung gegen Auswirkungen steigender und fallender Zinsen in Verbindung mit Finanzierungs- oder Anlageentscheidungen.

Risiko einer Verteuerung

Bei der Finanzierung hat ein Unternehmen bei steigenden MarktzinssĂ€tzen besteht das Risiko einer Verteuerung der Finanzierung ab dem folgenden Zinsanpassungstermin, das sogenannte Risiko des „Roll-Overs“. Durch einen Swap lĂ€sst sich dieses ZinsĂ€nderungsrisiko aus dem GrundgeschĂ€ft ausschließen. Das Unternehmen tauscht die Zinszahlungsströme aus, sodass es die fĂŒr die variable Finanzierung notwendigen Zahlungsströme aus dem Swap-GeschĂ€ft erhĂ€lt und einen Swap-Festbetrag an die Bank zahlen kann. Der Kostenvergleich unter BerĂŒcksichtigung verschiedener Zinsentwicklungen nach Ablauf von 6 Monaten zeigt die Vorteilhaftigkeit von Zinssatz-Swaps auf der Passivseite. Bei Eintreten der Zinserwartung können sich zudem die Finanzierungskosten auf den Swap-Satz plus Marge reduzieren. Das Unternehmen bedient die EURIBOR-Zahlung fĂŒr den Eurokredit aus dem Swap-GeschĂ€ft. Die variablen Zinszahlungsströme gleichen sich an den Anpassungsterminen aus: Daraus resultiert ein synthetischer Festsatzkredit. Zur Absicherung gegen ZinsĂ€nderungsrisiken spielt fĂŒr die erfolgreiche Teilnahme am Finanzmarkt und fĂŒr das notwendige Wissen im Bereich Wirtschaft auch die Finanzierung eine besonders wichtige Rolle.

Zinssatz-Swaps und Forward Rate Agreements was last modified: November 14th, 2015 by Deutsche Forex Broker

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