Vorstandsvorsitzende verlässt comdirect

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 17.09.2020


Wie in dieser Woche bekannt wurde, verlässt die Chefin des Online-Brokers comdirect, Frauke Hegemann, nach der Integration in den Mutterkonzern Commerzbank das Unternehmen. Sie wird eine neue berufliche Herausforderung annehmen und nicht wie geplant nach der Zusammenführung der beiden Unternehmen Bereichsvorständin bei der Commerzbank. Trader können übrigens weiterhin bei comdirect aktiv werden und auch CFDs handeln.

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Hegemann seit 2018 im comdirect-Management

Hegemann durchlief zunächst verschiedene Stationen im Management der Commerzbank, bevor sie 2018 ins Management von comdirect kam. Seit Jahresbeginn war Hegemann zudem Vorstandsvorsitzende. Auch die Commerzbank selbst ist derzeit auf der Suche nach einem neuen Chef. Lange war angedacht, dass Hegemann eine Rückkehroption in die Commerzbank ziehen wird.

Zu dem Aufgaben Hegemanns bei comdirect gehörte in den letzten Jahren unter anderem die Skalierung des Kundenmanagements. Der Kundenservice des Brokers erhielt bereits mehrere Auszeichnungen. Hegemanns Ziel war es, bessere Kundenerlebnisse zu schaffen. Als Personalvorständin war sie zudem für die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur zuständig, was sie auch in die Vorgänge zur Integration in den Commerzbank-Konzern einbrachte. Im Frühjahr letzten Jahres wurde Hegemann Operations- und Personalvorständin der comdirect bank AG.Vorstandsvorsitzende verlässt comdirect

Hegemann auch Teil des Integrationsteams

Im September letzten Jahres wurde bekannt, dass comdirect in die Commerzbank integriert werden soll. Hegemann begleitete den Prozess als Mitglied des Integrationsteams, wo sie laut comdirect die Vorzüge des comdirect-Modells einbringen konnte. Jochen Sutor, Aufsichtsratsvorsitzender bei der comdirect bank AG, betonte die Erfolge Hegemanns im Bereich des Kundenmanagements, das nun digitaler und skalierbarer sei.

Frauke Hegemann trat ebenfalls aus dem Aufsichtsrat der Commerz Direktservice GmbH zurück, wo sie Aufsichtsratsvorsitzende war. Bei der Stiftung Rechnnen legte sie ihr Amt als Vorstandsvorsitzende nieder. Das Handelsblatt berichtete schon am Anfang der Woche, dass Hegemann gekündigt habe. Diese Nachricht kommt bei der Commerzbank und comdirect mitten in einer Phase des Umbruchs.

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Annäherung der Geschäftsmodelle

Aufgrund der Digitalisierung näherten sich die Geschäftsmodelle der Commerzbank und comdirect immer mehr an. Daher wurde letztendlich über eine Verschmelzung beider Unternehmen entschieden. So sollen digitale Lösungen weiter ausgebaut und Kosten eingespart werden. Da Doppelfunktionen wegfallen, können die Kosten gesenkt werden.

Laut Verschmelzungsvertrag sollte Frauke Hegemann als Bereichsvorständin zur Commerzbank zurückkehren. Nun wird wohl ihr Vorgänger bei comdirect, Arno Walter, für das Privatkundengeschäft verantwortlich werden. Derzeit ist Walter im Zuge der Integration Bereichsvorstand für Wealth Management und Unternehmenskunden.

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Personalveränderungen auch bei der Commerzbank

Weiter Personalveränderungen gibt es bei der Commerzbank selbst, denn der Rücktritt von Hegemann ist nicht der einzige in den letzten Wochen. Bei der Commerzbank gaben Vorstandschef Martin Zielke und Aufsichtsratschef Stefan Schmittmann ihre Ämter auf. Der Doppelrücktritt hat nun ein Führungsvakuum zur Folge. Zwar wurde Hans-Jörg Vetter neuer Aufsichtsratschef, einen neuen Vorstandschef gibt es aber noch nicht.

Dennoch halten beide Seite weiter daran fest, comdirect nach 20 Jahren in die Commerzbank zu integrieren, wie im September 2019 beschlossen. Dies wurde bei der Hauptversammlung der Commerzbank mit einer deutlichen Mehrheit der Stimmen beschlossen. Dabei entschied man auch, dass die verbliebenen Mehrheitsaktionäre mit einer Barabfindung aus dem Unternehmen ausgeschlossen werden.

Comdirect wurde als Tochterunternehmen der Commerzbank gegründet und ging im Jahr 2000 an die Börse. Seitdem ist ein Minderheitsanteil, den die Commerzbank nun übernehmen möchte, im Streubesitz. Die verbliebenen Aktionäre sollen für jede Aktie 12,75 Euro bekommen. Zuvor stand lediglich eine Summe von 11,45 Euro je Aktie im Raum. Laut der Commerzbank erzeugt die Verschmelzung Synergie-Effekte, die Einsparungen von 150 Millionen Euro im Jahr bedeuten.

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Handel bei comdirect weiter möglich

Noch können Trader aber wie gewohnt bei comdirect handeln und hier auch viele CFDs traden. Immer wieder gibt es bei comdirect auch Aktionen, beispielsweise kosten über 1.000 CFDs auf Aktien und Futures aktuelle nur 4,90 Euro (höchstens 59,90 Euro). Als Handelsplattform kommt bei comdirect mit dem CFD Trader eine spezielle Tradingplattform zum Einsatz. Die Société Générale fungiert als Market Maker. Trader sind bei comdirect sehr flexibel, da es für iPhones und Android-Geräte auch eine CFD-App gibt.

Bei den Handelskosten arbeitet comdirect sehr transparent. Die Konditionen sind mit engen Spreads sehr fair. Da auch Mini CFDs gehandelt werden können, können Trader auch mit kleinen Handelsgrößen von Marktveränderungen, unter anderem beim DAX, profitieren. Die Handelsplattform ist mit vielen hilfreichen Funktionen ausgestattet und kann gut auf die unterschiedlichen Anforderungen einzelner Trader konfiguriert werden.

comdirect Handel

Handelsplattform individuell konfigurierbar

Dies ist über das moderne Panel-Design möglich. Hier können Trader ein Wunschlayout auswählen und anpassen. Zudem sind auf der Plattform Charts, Watchlisten und andere Funktionen sehr übersichtlich dargestellt und können auch außerhalb der Handelsplattform geöffnet werden. Um einen schnellen Handel zu ermöglichen, können Trader auch direkt aus der Watchlist heraus handeln.

Charts und Vorlagen zur Analyse können ebenfalls individuell angepasst werden. Über ein persönliches Archiv können Trader Charts in einer Chartgalerie speichern. Auch aktuelle Nachrichten, Kommentare und Analysen sind direkt auf der Handelsplattform verfügbar. Diese stammen von den Experten von Guidants.

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Zwei Kontoarten zur Auswahl

Der Broker bietet seinen Tradern mit dem CFD-Trader-Konto und dem CFD-Basiskonto zwei kostenlose Kontoarten an. Eine Mindesteinzahlung ist nicht vorgesehen. Auch bei der Orderaufgabe müssen keine Mindestkapitalisierungen beachtet werden. Trader können bei comdirect ein kostenloses Verrechnungskonto nutzen und auch limitierte Orders kostenlos aufgeben.

Der Anbieter verfügt über eine großes unabhängiges Wertpapierdepot mit intelligenten Orderfunktionen. Der Support ist rund um die Uhr erreichbar. Die CFD-App des Brokers ist so aufgebaut, dass Trader auch von unterwegs viele Aufgaben rund um das Trading abwickeln können. Für Smartphones stehen Funktionen wie

  • Kontoübersichten
  • Watchlisten und
  • viele Orderarten

zur Verfügung. Die App kann ebenso wie die CFD-Plattform über ein CFD-Demokonto getestet werden. Nutzen Trader bereits ein anderes Angebot von comdirect, beispielsweise den Wertpapierhandel oder ein Girokonto, können sie mit ihren schon bekannten Logindaten ein Demokonto eröffnen. Der Broker stellt seinen Tradern ein umfangreiches interaktives CFD-Wissensportal mit vielen zusätzlichen Tools und Videos zur Verfügung. Auch Wissenswertes rund um CFDs ist hier zu finden. Bei comdirect arbeitet übrigens ein eigenes CFD-Betreuungsteam im Kundensupport.

Vorstandsvorsitzende verlässt comdirect

Eine der größten Direktbanken in Deutschland

Der Broker ist seit 1994 am Markt und ist heute eine der wichtigsten Direktbanken in Deutschland. Mehr als 2,7 Millionen Kunden sind bei comdirect aktiv. Comdirect kann diesen viele Leistungen von alltäglichen Bankgeschäften bis hin zu Wertpapierdepots machen. Vieles davon ist auch über eine App möglich. In den letzten Jahren entwickelte sich comdirect immer mehr zu einer Universalbank, bei der Girokonten ebenso kostenlos sind wie Wertpapierdepots. Zudem ist comdirect für zahlreiche digitale Angebote wie Apple Pay oder Cominvest bekannt.

Der Broker kann seinen Kunden einfache Handelslösungen bieten. Da Trader auf mehreren Wegen handeln können, sind Trader bei comdirect sehr flexibel. Viele Angebote sind auf die persönliche Lebenssituation der Trader sowie die individuelle Risikoneigung angepasst. Beispielsweise könnte Trader einen Robo-Advisor oder Motiv-Investing nutzen. Das Angebot richtet sich ebenso an Anfänger wie an erfahrene Trader.

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Fazit: Comdirect und Commerzbank ohne CEO

Nach der Kündigung der Vorstandsvorsitzenden Frauke Hegemann, die auch weitere Posten aufgibt, steht nach der Commerzbank auch comdirect führungslos da. Ursprünglich war geplant, dass Hegemann nach der Verschmelzung der Commerzbank und comdirect als Bereichsvorständin zur Commerzbank zurückkehrt.

Die Integration von comdirect in den Commerzbank-Konzern ist seit rund einem Jahr geplant. Derzeit können Trader aber noch bei comdirect handeln, auch CFDs. Dies ist über eine spezielle Handelsplattform sowie über eines der beiden CFD-Kontomodelle möglich. Immer wieder bietet der Broker auch Sonderaktionen an. Derzeit können beispielsweise einige CFDs schon ab 4,90 Euro gehandelt werden.

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