Ethereum auszahlen: So geht es!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 01.07.2020


Ethereum auszahlen ist inzwischen bei sehr vielen spezialisierten Anbietern möglich. Sie erlauben den Wechsel in sogenanntes Fiatgeld, also beispielsweise Euro oder US-Dollar. Die Abwicklung ist in der Regel sehr unkompliziert. Da Krypto-Anbieter inzwischen auch stärker überwacht werden, ist es jedoch üblicherweise notwendig, die persönlichen Daten zu verifizieren.

Wer Ethereum auszahlen lassen möchte und nicht weiß, wie er dies anstellen soll, konnte durch Mining oder Faucets Gewinne erzielen. Wir sagen Ihnen, an wie es möglich ist, Ethereum auszuzahlen und was Kunden auch in steuerlicher Sicht beachten sollten.

  • viele Spezialisten für Kryptowährungen
  • Banküberweisung oft beste Wahl
  • Es können Steuern anfallen
  • Oft Verifizierung notwendig

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Wo ist es möglich, Ethereum auszuzahlen?

Ethereum gegen sogenanntes Fiatgeld zu tauschen, ist bislang nur an speziellen Krypto-Börsen und Krypto-Wechselbörsen möglich. Übliche Banken und Finanzdienstleister bieten dies üblicherweise nicht an. Zwar werden Kryptowährungen immer beliebter und werden teilweise auch von einigen anderen Dienstleistern als Zahlungsmethode akzeptiert, allerdings akzeptieren sie häufig nur Bitcoin. Eine (Aus-)Zahlung mit Ethereum ist hingegen nur sehr selten möglich.

Eine der Herausforderungen bei der Suche nach einer Börse ist, dass es kaum Regulierungsbehörden gibt, die die Anbieter regulieren möchten. Für Anleger ist es dadurch vergleichsweise schwierig ohne fremde Hilfe zu erkennen, welcher der Anbieter seriös und vertrauenswürdig ist und welcher nicht.

Inzwischen gibt es sogar deutsche Börsen und Wechselstuben. Gerade in Österreich ist der Handel mit Kryptowährungen zudem noch einmal deutlich beliebter als in Deutschland, sodass sich auch hier einige Anbieter finden, die vertrauenswürdig sind. Viele der Kunden wird es jedoch zu den großen Börsen ziehen, die größtenteils international oder zumindest in der westlichen Welt aktiv sind. Eine kleine Auswahl dieser Börsen umfasst:

  • Kraken
  • de
  • Binance
  • Bitfinex

Die Liste kann allerdings noch um gut ein Dutzend weitere Börsen ergänzt werden, die für die Auszahlung von Ethereum mindestens genauso gut geeignet sind.

Eine Alternative sind Wechselstuben, die den direkten Umtausch von Ethereum in Euro ermöglichen. Sie sind entsprechend komfortabel und einfach zu bedienen und teilweise auch schneller in der Abwicklung. Auf der anderen Seite sind jedoch auch die Gebühren oft deutlich über denen der Börsen und das Handelsvolumen ist stärker begrenzt.

Ethereum auszahlen

Ethereum privat verkaufen?

Eine Alternative dazu, sich Ethereum auszahlen zu lassen ist, die Coins einfach privat an einen Abnehmer zu verkaufen. Allerdings ist dieses Vorgehen grundsätzlich nur dann empfehlenswert, wenn der Verkäufer den Käufer gut kennt und zu diesem auch ein Vertrauensverhältnis besteht. Wenn dies nicht der Fall ist, ist es hingegen zu riskant, Privatverkäufe zu tätigen. Allerdings ist ein Verkauf der Kryptowährung in vielen Fällen weniger riskant als umgekehrt. Es ist deutlich leichter für den Verkäufer zu überprüfen, ob er sein Fiatgeld erhalten hat, als es für den Käufer ist, den Empfang der Kryptowährung zu kontrollieren.

Wer unbedingt darauf besteht, einen Verkauf des Ethereum an Privat durchzuführen, sollte sich bereits im Vorfeld auf einen ungefähren Kurs einigen. Dabei ist es natürlich auch möglich, eine der größeren Exchanges als Referenz heranzuziehen. Die Volatilität ist vergleichsweise hoch, sodass es schnell passieren kann, dass sich einer der Handelspartner übervorteilt fühlt, wenn nicht im Vorfeld klar vereinbart wird, wie der tatsächliche Kaufpreis zustande kommt.

Letztlich ist eine Börse nämlich nicht unbedingt teuer und die zusätzliche Sicherheit, die diese bieten, ist den finanziellen Aufwand oftmals mehr als Wert. Die Börse steht schließlich letztlich dafür gerade, dass alles mit rechten Dingen zu geht und ist somit auch eine Art Versicherung für den Verkäufer. Die Gebühren sind hierfür bei den meisten Anbietern mehr als fair. Kunden müssen jedoch natürlich selbst auch darauf achten, dass sie keinen unzuverlässigen oder gar unseriösen Anbieter wählen.

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Konto und persönliche Daten verifizieren kann zeitaufwändig sein

Wer Ethereum auszahlen lassen möchte, muss dafür vor allem dann etwas mehr Zeit einplanen, wenn der Gegenwert in Euro groß ist. Spätestens ab einem vierstelligen Betrag müssen Kunden einen recht umfangreichen Verifizierungsprozess durchführen, der durchaus einige Tage in Anspruch nehmen kann.

Welche Schritte genau möglich sind, hängt dabei vor allem von drei Faktoren ab:

  • Broker
  • Unternehmenssitz des Brokers
  • Auszahlungssumme

Entsprechend unterschiedlich kann die tatsächliche Verifizierung sein. Grundsätzlich ist es wahrscheinlich, dass die Börse Vor- und Nachname, Geburtsdatum und -ort, Adresse und Heimatland abgleicht.

Wie genau diese persönlichen Daten abgeglichen werden, hängt vom Heimatland des Anbieters ab. Einige Anbieter ermöglichen ein VideoIdent-Verfahren, deutsche Börsen zudem auch das PostIdent-Verfahren. Bei einigen Anbietern im Ausland ist es hingegen notwendig, dass Nutzer eine Kopie eines gültigen Personalausweises oder des Reisepasses einreichen. Zudem wird dann auch häufig eine Kopie eines Adressnachweises notwendig. Dies kann eine Rechnung eines Versorgers wie Strom-, Telefon- oder Gasanbieter sein. Diese darf jedoch nicht älter als drei Monate sein.

Wie lange der Verifizierungsprozess dauert, kann sehr unterschiedlich sein und sich sogar bei einem einzigen Anbieter deutlich unterscheiden. In Zeiten, in denen es viele Neuanmeldungen gibt, müssen Kunden mit erheblichen Verzögerungen rechnen.

Deswegen ist es sehr sinnvoll, sich möglichst frühzeitig vor einem Verkauf von Ethereum für eine oder zwei Börsen zu entscheiden und sich dort zu verifizieren. Dies gilt allerdings vor allem dann, wenn die Summe höher ist. Teilweise sind Börsen bis zu einem Gegenwert von 50 USD sogar ohne persönliche Daten nutzen.

Ethereum auszahlen lassen

Wie Ethereum auszahlen: Schritt für Schritt-Anleitung

Wer Ethereum verkaufen möchte, muss letztlich nur eine Handvoll Schritte durchführen:

  1. Eine geeignete Börse auswählen und sich dort anmelden.
  2. Die persönlichen Daten verifizieren und Bestätigung abwarten.
  3. Coins aus der eigenen Wallet übertragen.
  4. Ethereum gegen Euro handeln, indem entweder eine eigene Order aufgegeben wird oder bestehende erfüllt werden.
  5. Guthaben über die gewünschte Zahlungsmethode auszahlen lassen.

Natürlich ist dieser Weg etwas verknappt und die tatsächliche Abwicklung kann durchaus einige Tage in Anspruch nehmen. Vor allem mit der Wahl der besten Börse tun sich viele Anleger schwer. Das ist auch richtig, weil diese für den tatsächlichen Verkaufskurs sehr wichtig sein kann.

Je mehr Ether verkauft werden soll und je komplizierter die Marktlage ist, umso länger müssen Verkäufer einplanen, wenn sie einen guten Kurs erzielen möchten. Grundsätzlich sollten sie dann auch darauf achten, eher eine Börse mit vielen Nutzern und großen Handelsvolumen zu wählen. Bei kleineren Anbietern können die Verkäufe sonst möglicherweise nicht ausgeführt werden oder sogar stärker ins Gewicht fallen.

Bei den Zahlungsmethoden haben Kunden von Kryptobörse oftmals kaum Auswahl. Sinnvoll ist fast immer die Auszahlung auf das Bankkonto, weil so die Kosten gering bleiben.

Sind nach dem Verkauf noch Ethereum-Bestände übrig, die vorerst nicht eingetauscht werden sollen, sollten Nutzer diese zurück in ihre Ethereum Wallet auszahlen lassen. Dort lagern sie üblicherweise sicherer als an der Exchange.

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Welche Eigenschaften sollte ein Anbieter für die Ethereum Auszahlung erfüllen?

Welche Eigenschaften eine Börse oder eine Wechselstube erfüllen muss, hängt zwar auch von den Wünschen des Kunden und dem Handelsvolumen ab. Dennoch gibt es einige Merkmale, die jeder Anbieter erfüllen sollte.

So sollten Interessenten in einem ersten Schritt die Größe der Börse prüfen. Dies ist aus zwei Gründen wichtig: Zum einen ist eine hohe Anzahl an aktiven Nutzern auch ein Anzeichen dafür, dass es sich um eine hochwertige Börse handelt. Sie ist also ein sehr wichtiges Qualitätsmerkmal. Zum anderen sind aktive Trader wichtig, um einen fairen Kurs zu erhalten. Je mehr Nutzer handeln, umso eher gleichen sich Ankaufskurs und Verkaufskurs an – der Spread wird also geringer. Es ist deswegen nicht nur leichter möglich, auch größerer Summen zu verkaufen, die Kurse werden auch besser.

Bei einer Auszahlung spielen natürlich auch die angebotenen Zahlungsmethoden eine Rolle. Viele Börsen ermöglichen Auszahlungen vor allem per:

  • Banküberweisung
  • Kreditkarte
  • Wallet

Elektronische Zahlungsdienstleister wie PayPal, Skrill und Co. werden hingegen eher selten angeboten. Neben den Gebühren spielt dabei auch der Käuferschutz und dessen Vorteile für Betrüger eine wichtige Rolle. Viele Neulinge suchen deswegen Börsen, die diese Möglichkeiten bieten. Diese Zahlungsmethoden sollten jedoch niemals ausschlaggebend sein, zumal viele Börsen sie einst im Angebot hatten und sich später dagegen entschieden haben.

Die Auszahlung per Banküberweisung oder in die Krypto-Wallet ist in der Regel die günstigste Möglichkeit, sodass die meisten Anleger diese Methode auch gegenüber der Kreditkartenzahlung bevorzugen.

Ethereum Auszahlung

Fallen Steuern an?

Wer Ethereum in Euro auszahlen lässt und dabei einen Gewinn realisiert, muss darauf in Deutschland natürlich auch Steuern zahlen. Für viele Anleger mit wenig Erfahrung außerhalb von Börse und Forex ist es überraschend, dass die Abgeltungsteuer bei Kryptowährungen nicht greift. Kryptowährungen gelten beim Finanzamt weder als herkömmliches Anlageprodukt noch als Zahlungsmittel. Stattdessen werden sie als Wirtschaftsgut eingeordnet.

Das bedeutet, dass die Einkünfte unter private Veräußerungsgeschäfte fallen. Sie werden also wie Gewinne aus Goldverkäufen behandelt. Liegen die Gewinne hierbei unter 600 Euro jährlich, sind sie steuerfrei. Daraus ergibt sich auch ein Vorteil für alle, die ihr Portfolio mit Aktien, Fonds und Co. mit Kryptowährungen diversifizieren möchten: Der Freibetrag bei der Abgeltungssteuer bleibt hiervon unangetastet. Und noch besser: Für die Versteuerung der Gewinne aus Kryptowährungen ist auch die Haltedauer wichtig: Bei einer Haltedauer von mehr als einem Jahr fallen auf die Gewinne überhaupt keine Steuern mehr an.

Wurde die Kryptowährung unter einem Jahr gehalten und der Gewinn beträgt mehr als 600 Euro, wird dieser mit dem üblichen Einkommenssteuersatz, zzgl. Solidaritätsbeitrag und Kirchensteuer berechnet.

Anleger, die mit unterschiedlichen Kryptowährungen handeln, müssen zudem beachten, dass sie auch bei einem Tausch von einer Kryptowährung in die andere ebenfalls die steuerliche Behandlung beachten müssen. Fallen hier Gewinne an, müssen diese im aktuellen Kalenderjahr auch besteuert werden. Als Maßstab gilt hier der Kaufkurs der anderen Währung in Euro. Außerdem sollten Anleger Datum und Summe vermerken, um später zu wissen, wie diese Position versteuert werden muss.

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Ethereum leer verkaufen oder hedgen über CFDs

Der Verkauf von Ethereum ist über Finanzderivate auch dann möglich, wenn der Trader oder Anleger die Kryptowährung gar nicht besitzt. Finanzprodukte wie Contract for Differences (CFD) ermöglichen es, Ethereum leer zu verkaufen, also im Prinzip short zu gehen. Dadurch gibt es für den Händler deutlich mehr Möglichkeiten und Variationen, von Kryptowährungen zu profitieren.

Wer beispielsweise mit einem baldigen Kursverfall von Ethereum rechnet und zugleich seinen Bestand noch nicht verkaufen möchte, kann davon über CFDs profitieren. Bei einem Leerverkauf profitiert der Nutzer von Kursrückgängen und kann so den Verlust zumindest in Teilen ausgleichen. Steigt der Kurs wieder, hat der Händler dadurch sogar einen Gewinn gemacht, sollte der Kurs gering bleiben, ist der Verlust zumindest verringert.

Auf der anderen Seite ist dieses Vorgehen natürlich auch möglich, ohne dass ein Händler den Ethereum-Bestand auch tatsächlich hält. Wer davon ausgeht, dass der Kurs der Kryptowährung kurz- bis mittelfristig sinkt, kann mit CFDs short gehen und so genau darauf wetten.

Dieses Finanzprodukt eignet sich aufgrund der Finanzierungsgebühren allerdings tatsächlich nur in einem vergleichsweise engem Zeitrahmen. Je länger eine Position gehalten wird, umso teurer wird sie. Deswegen eignen sich CFDs auf Ethereum als Kauf-Oder oft auch deutlich schlechter. Hier fällt die Möglichkeit des Hedging weg und oft können Händler Kurssteigerungen nicht so gut mitnehmen, weil sie oft in einem langfristigeren Rahmen erfolgen als Verluste.

Beim kurzfristigen Trading müssen Nutzer sich zudem darüber im Klaren sein, dass sie ein sehr hohes Risiko eingehen. Beim direkten Investment ist das Risiko hingegen geringer.

Wie Ethereum auszahlen

Fazit: Ethereum auszahlen lassen ist ohne Probleme möglich

Wer seine Ethereum verkaufen möchte, sollte dafür in der Regel eine Börse auswählen. Nur wenige haben das Glück, in ihrem Bekanntenkreis einen vertrauenswürdigen Käufer zu finden und sich unkompliziert mit ihm auf einen fairen Kurs für beide zu einigen. Eine seriöse Börse schützt den Verkäufer und den Käufer vor Betrug und ist deswegen die Gebühren wert, zumal diese oft nicht all zu hoch sind.

Allerdings müssen Nutzer sich hier auf einige Tage Vorlaufzeit einstellen, gerade wenn sie höhere Volumen handeln möchten. Die Verifizierung kann je nach Anbieter und Auslastung des Kundenservices durchaus einige Zeit in Anspruch nehmen. Es ist jedoch in jedem Fall sinnvoll, die entsprechenden Schritte einzuleiten, bevor Ethereum auf eine Börse eingezahlt wird. Zum einen können Nutzer sich dann sicher sein, dass Kunden aus ihrem Herkunftsland auch zugelassen werden, zum anderen liegen die Coins so nicht länger auf der Exchange als notwendig. Letztlich ist die Übertragung aus der Wallet in kurzer Zeit abgewickelt, sodass Eile nicht notwendig ist.

Der Handel ist dann in der Regel sehr leicht und nur mit wenigen Gebühren verknüpft. Es kann sich lohnen, die Größe der Börse zu beachten, um so große Volumen zu handeln und bessere Ethereum Kurse zu erzielen. Das Geld landet üblicherweise auf dem Bankkonto der Kunden, weil diese Zahlungsart nicht mit Mehrkosten verknüpft ist.

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