Broker kehren nach Zypern zurück

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 14.07.2020


Immer mehr Broker entscheiden sich aufgrund des Brexits für einen Standortwechsel und verlegen ihren Sitz nach Zypern. Dort werden sie von der CySEC reguliert und kontrolliert. Erst in der letzten Wochen wurde bekannt, dass sich zwei weitere Broker um eine Lizenz der CySEC beworben haben. Die CySEC-Regulierung basiert auf den europäischen Vorgaben. Auch Broker wie XTB sind in der EU reguliert.

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Zypern bei Tradern beliebt

Zypern ist zwar nicht unbedingt als führender Wirtschaftsstandort bekannt, aber bei CFD- und Forex-Brokern dennoch sehr beliebt. Viele Anbieter haben in den letzten zehn Jahren ihren Hauptsitz auf die Mittelmeerinsel verlegt. Derzeit scheint die Insel bei vielen Brokern wieder sehr beliebt zu sein und auch die CySEC-Regulierung wird wieder beliebter. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die Broker Pepperstone und GAIN Capital sich um eine Regulierung der CySEC bemüht haben.

Tal Itzhak Ron ist Chairman und CEO der Anwaltskanzlei Tal Ron, Drihem & Co. und sagte kürzlich dem internationalen Fachportal Finance Magnates, dass sich immer mehr Broker darum bemühen, mehrere juristische Zuständigkeiten und Lizenzen zu bekommen. Nachdem in den letzten Jahren einige Broker Zypern verlassen hatten, bemühen sich nun aber wieder mehr Anbieter um einen Antrag zur Zulassung als CIF (Cypriot Investment Firm). Einige übernehmen auch schon existierende CIFs, damit das Verfahren rascher vonstattengeht.

Broker kehren nach Zypern zurück

ESMA-Regeln führten zu Veränderungen

2018 führte die europäische Wertpapieraufsichtsbehörde ESMA neue Regeln für den Handel mit CFDs ein. Dies brachte durchaus Unruhe in die CFD-Branche. Die ESMA verbot damals binäre Optionen und die Nachschusspflicht, begrenzte aber auch die Hebel auf höchstens 1:30, je nach Volatilität des Basiswerts. Damals suchten sich nicht nur einige Trader einen neuen Broker außerhalb der EU, sondern einige Anbieter verlegten ihren Sitz auch in ein Land außerhalb der EU.

Nun wendet sich aber das Blatt. Infolge des Brexits suchen viele Broker, die bisher eine Lizenz der britischen Finanzaufsicht haben, eine Möglichkeit, eine Lizenz innerhalb der EU nach den Vorgaben der ESMA zu behalten. Die Broker wollen sichergehen, dass sie ihre Produkte auch weiterhin in der EU anbieten können, auch wenn der Brexit abgeschlossen ist.

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Broker bewerben sich um Lizenzen der CySEC

Kürzlich bestätigte der australische Broker Pepperstone, dass er sich um eine Lizenz der CySEC bemüht, was Teil seines Brexit-Plans ist. Der Broker wird derzeit von der FCA reguliert und kann mit dieser FCA-Lizenz seine Produkte während der Brexit-Übergangszeit weiterhin in ganz Europa anbieten.

Auch GAIN Capital bemüht sich um eine Lizenz bei der CySEC. Bei diesem Broker ist aber der Brexit nicht der einzige Grund, sondern auch die Expansionsstrategie des Anbieters. GAIN Capital wird derzeit ebenfalls von der FCA reguliert. Dieses Beispiel zeigt, dass der Grund für einen Standortwechsel bei vielen Brokern der Brexit ist, aber längst nicht der einzige.

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Sichere EU-Lizenz

Bereits in den letzten Jahren bemühten sich mehr und mehr Broker um eine sichere Lizenz in einem EU-Staat. Dies ist ein weiteres Indiz dafür, dass die gesamte CFD-Branche immer seriöser aufgestellt ist. Eine EU-Regulierung ist auch aus diesem Grund beliebt, da beispielsweise die Vorgaben in Australien anders aufgebaut sind. Bisher war auch die FCA-Regulierung sehr beliebt, der Brexit führt aber dazu, dass sich viele Broker zumindest zusätzlich nach einer weiteren EU-Regulierung umsehen.

Die CySEC-Rgulierung ist aus verschiedenen Gründen sehr beliebt. Da schon seit vielen Jahren Broker auf Zypern arbeiten, gibt es auf der Insel auch viele gut ausgebildete Mitarbeiter. Viele Broker können ein Büro in Nikosia, Limassol oder andernorts auf der Insel oft sehr leicht und zu günstigen Preise eröffnen.

Broker aus einem nicht-europäischen Land haben hier zudem geografischen Vorteil. Die Zeitverschiebung macht es möglich, dass sowohl für Europa wie auch für Asien ein Kundenservice gut erreichbar ist. Auch die Schönheit der Insel ist für viele Anbieter sicher ein weiterer Pluspunkt. Darüber hinaus sprechen viele Zyprioten sehr gut Englisch.

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Regulierung durch erfahrene Behörde

Die CySEC ist natürlich auch ein Aspekt. Die Finanzaufsicht gilt zwar als recht streng, verfügt aber auch über viel Erfahrung mit CFDs und Forex. Die CySEC gibt es erst seit 2004, als Zypern der EU beigetreten ist. Damit ein Broker eine Lizenz der CySEC erhält, müssen zahlreiche Unterlagen eingereicht und Anforderungen erfüllt werden. Die Behörde kontrolliert regelmäßig die Aktivitäten der einzelnen Broker, die auch immer wider Unterlagen einreichen müssen. Wenn ein Broker gegen die Vorgaben der CySEC verstoßt, kann die Behörde Strafen bis zum Entzug der Lizenz verhängen.

Seriöse Broker in der EU verfügen über eine Lizenz einer europäischen Finanzaufsichtsbehörde, traditionell der CySEC oder der FCA. Manche Broker können auch eine Lizenz aus einem Land außerhalb der EU vorweisen. Banken verfügen oft über Lizenzen aus Singapur, Großbritannien oder Deutschland.

Zypern bei Tradern beliebt

Regulierung zeigt Seriosität

Auch in Zukunft wird die CySEC-Regulierung für Sicherheit und Seriosität stehen. Trader können damit beispielsweise mit Blick auf die MiFID-Richtlinien oder den Vorgaben zur Einlagensicherung zu einem großen Teil von der Seriosität eines Brokers ausgehen. Die Infrastruktur für Broker und deren Regulierung auf Zypern ist mittlerweile sehr gut ausgebaut. Im Übrigen arbeitet in Australien die ASIC derzeit an der Verbesserung ihrer Produktinterventionsmaßnahmen. Die ASIC-Regulierung ist für viele Broker ebenfalls interessant. Allerdings könnte für die EU die Regulierung durch die CySEC nochmals interessanter werden.

Einige Broker haben Großbritannien bereits verlassen. So hat unter anderem GKFX vor einiger Zeit Großbritannien verlassen. GKFX UK firmiert nun unter dem Namen GKFX Europe. Der maltesische Broker AKFX Financial Services, den GKFX vor einigen Jahren übernommen hatte, ist für die Ausführung zuständig. Damit wird GKFX nun von der MFSA, der Aufsichtsbehörde Maltas, reguliert. Dennoch gelten für GKFX weiter die europäischen Vorgaben.

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XTB mit Regulierung in Polen und anderen Ländern

XTB wurde 2002 in Polen gegründet und ist dort auch an der Börse notiert. Nach einigen Jahren unter dem Namen X-Trade Brokers benannte sich der Broker in XTB um. Der Broker wird in Polen von der Finanzaufsichtsbehörde PFSA reguliert und unterliegt daher beispielsweise bei der Einlagensicherung den polnischen Regeln. Daher sind Kundengelder bis maximal 3.000 Euro vollständig und bis 22.000 zu 90 Prozent abgesichert. Selbstverständlich gelten auch die europäischen Vorgaben wie die MiFID-Richtlinien für XTB. Über die Deutschland-Niederlassung ist auch die BaFin für XTB zuständig. Aufgrund weiteren Niederlassungen kann XTB weitere Lizenzen und Regulierungen vorweisen.

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Bekannt für guten Support

XTB ist für seinen guten Kundenservice und sein großes Schulungsangebot bekannt. Dazu kommt ein attraktives Handelsangebot. Das gesamte Handelsangebot kann auch über ein Demokonto getestet werden. Neben knapp 50 Währungspaaren gehören auch eine große Zahl an Aktien sowie einige Rohstoffe und Indizes zum Angebot von XTB.

XTB arbeitet mit mehreren Kontomodellen sowie mit dem STP-Handel und dem Market-Maker-Modell. Über eine Market-Order ist dann auch eine Orderausführung möglich. Je nach Kontomodell sind die Spreads variabel oder fest. Das Standard-Konto und das Pro-Konto sind auch in einer Variante für professionelle Trader, unter anderem mit höheren Hebeln, verfügbar.

Die Spreads sind in jeder Kontovariante unterschiedlich. Eine Mindesteinlage entfällt ebenso wie eine Gebühr für die Kontoführung. Geld einzahlen ist beispielsweise mit Überweisungen und Kreditkarten möglich. Bei Auszahlungen bis 200 Euro fallen zehn Euro Gebühren an.

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Handel über bekannten MetaTrader

Der Handel ist über den MetaTrader 4 möglich. Auf der Plattform gibt es einige Erweiterungen und Features, mit denen Trader beispielsweise Trends besser erkennen können. XTB bietet zudem zahlreiche Webinare, Marktanalysen und Tools an. Viele Angebote helfen Trader bei der täglichen Beobachtung der Märkte.

Möchten Trader automatisierten Strategien nutzen, ist dies über den Expert Advisor des MetaTraders möglich. Strategien müssen dabei nicht selbst programmiert werden, sondern sind über die MQL4-Community erhältlich. Auch Tools zum Backtesting sind vorhanden.

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XTB bietet den MT4 für das Trading an

Fazit: Zypern bei Brokern wieder beliebter Standort

Der Brexit hat auch zur Folge, dass einige Broker das Land verlassen und auch eine Alternative zur FCA-Zulassung suchen. Die Regulierung der CySEC und der Standort auf Zypern ist bei vielen Brokern wieder sehr beliebt. Der Standort auf der Mittelmeerinsel ist seit Jahren sehr beliebt, auch wenn die CySEC als sehr strikt gilt.

Der Broker XTB ist vom Brexit weniger betroffen, da der Broker aus Polen kommt und von der dortigen Aufsichtsbehörde reguliert wird. Auch die BaFin ist für den Broker verantwortlich, da der Broker auch eine Zweigstelle in Deutschland hat. Der Broker ermöglicht den Handel mit zahlreichen CFDs über zwei Kontomodelle und den MetaTrader 4.

Bilderquelle:

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