CFD-Branche vor Veränderungen

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 28.07.2020


Seit einigen Monaten ist bekannt, dass es im kommenden Jahr eine Änderung im Steuerrecht geben wird, die wohl große Auswirkungen auf die CFD-Branche mit sich bringen wird. Dennoch wird das CFD-Trading auch weiterhin erlaubt sein. Allerdings müssen sich Trader wie auch Broker auf Veränderungen einstellen. Insbesondere die Anbieter von CFDs sollen Neuerungen umsetzen, damit CFDs weiter für Trader attraktiv sind.

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Verluste nur bis zu bestimmter Grenze verrechnen

Der Kern der Steueränderungen ist, dass Verluste, die durch Termingeschäfte entstanden sind, ausschließlich durch Gewinne aus Termingeschäften verrechnet werden können. Zudem wird hierfür eine Obergrenze von 10.000 Euroeingeführt. Dies könnte die absurde Situation zur Folge haben, dass Trader auch dann Steuern abführen müssen, wenn sie mit Verlusten aus dem Handelsjahr gegangen sind.

Außerdem greift das neue Gesetz unter Umständen auch dann, wenn ein Trader einen Gewinn von weniger als 10.000 Euro in einem Jahr erwirtschaftet hat. Trader können aber die in einem Jahr nicht verrechneten Verluste auf die nachfolgenden Jahre übertragen und dann jährlich mit neuen Gewinnen verrechnen. Erzielt ein Trader aber weiter Gewinne und Verluste in ähnlicher Höhe, kann dies dazu führen, dass der Verlustvortrag Jahr für Jahr steigt und Trader diesen nicht mehr reduzieren können. Trader würden in diesem Fall jährlich weitere Steuern zahlen, obwohl sie Verluste erlitten haben.

CFD-Branche vor Veränderungen

Kritik am Gesetzesvorhaben

Kritisiert wird, dass die neuen Vorgaben gegen gleich mehreren Grundsätzen der fairen Besteuerung widersprechen. Das neue Gesetz verstößt demnach gegen sowohl gegen das sogenannte Leistungsprinzip wie auch gegen das sogenannte Nettoprinzip. Das Leistungsprinzip sieht vor, dass sich jeder Steuerzahler gemäß seiner individuellen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit an der Finanzierung von staatlichen Leistungen beteiligt.

Im Rahmen des objektiven Nettoprinzips dürfen dabei nur Nettoeinnahmen mit der Einkommensteuer besteuert werden. Werbungskosten und Betriebsausgaben müssen vorab abgezogen werden. Das subjektive Nettoprinzip verhindert, dass Steuerzahler die als Existenzminimum festgelegte Summe versteuern müssen.

Zwar ist seit einigen Monaten bekannt, dass das neue Gesetz auf den Weg gebracht werden soll, aber die Steueränderungen sorgen weiter für kontroverse Diskussionen. Möglicherweise erkennt der Gesetzgeber selbst die Schwächen der neuen Regeln und nimmt entsprechende Änderungen vor. Ist dies nicht der Fall, könnten Klagen und ein jahrelanger Rechtsstreit folgen.

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Bald weitere Informationen des Finanzministeriums

Kürzlich wurde bekannt, dass es bald ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums geben soll. Bei Zertifikaten und Optionsscheinen könnte das Schreiben positive Inhalte haben. Dies könnte dann aber dazu führen, dass CFD-Trader und solche, die mit Futures oder Optionen handeln, steuerlich benachteiligt würden. Ein Entwurf sieht wohl vor, dass das Bundesfinanzministerium in seinem Schreiben CFDs, Futures und Optionen ausdrücklich als Termingeschäfte bezeichnet. Damit würden diese Finanzinstrumente auf jeden Fall unter das neue Gesetz fallen, was jedoch kein Handelsverbot darstellt.

CFD Verluste

CFD-Handel weiter möglich und erlaubt

Der Handel mit CFDs wird damit weiter möglich sein, aber Trader werden mit steuerlichen Nachteilen leben müssen. Wie bereits gesagt, können Verluste aus Termingeschäften nur noch mit Gewinnen aus eben jenen verrechnet werden. Dazu kommt die bereits erwählte Verlustverrechnung von maximal 10.000 Euro innerhalb eines Jahres.

Wenn nach der Verrechnung Verluste übrig bleiben, können diese zeitlich und in der Höhe unbegrenzt auf die Folgejahre übertragen werden. Allerdings kann dieser sogenannte Verlustvortrag in jedem Jahr nur maximal 10.000 Euro betragen. Damit liegt die maximale Verlustrechnung für jedes Jahr bei 20.000 Euro.

Die Verrechnung von Gewinnen und Verlusten kann nur über die Veranlagung erfolgen. Damit müssen Trader Kapitaleinkünfte stets in ihre Steuererklärung aufnehmen. Trader, die bei einem Broker mit Sitz in Deutschland handeln, verlieren ohnehin bei jedem Gewinntrade Liquidität. Dennoch können sie Verluste in bald begrenzter Höhe erst nach Ende des Handelsjahres steuerlich geltend machen.

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Trader unterschiedlich stark betroffen

Allerdings werden wohl nicht alle Trader gleichermaßen von den neuen Steuergesetzen betroffen sein. Unterschiede können sich aufgrund

  • des Handelsschwerpunkts
  • der Tradingfrequenz und
  • dem Tradingvolumen

ergeben. Hat ein Trader schon bisher ausschließlich CFDs gehandelt, wird sich für ihn nicht viel ändern. Auch Trader, die bei einem Broker mit Sitz im Ausland handeln, kennen einen Teil der Regelungen bereits. Darüber hinaus sind Trader mit Verlusten von unter 10.000 Euro im Jahr nicht betroffen.

Verluste im Gesamtjahr im Auge behalten

Besonders wichtig wird es für Trader in Zukunft wohl werden, ihre gesamten Verluste im Jahr im Auge zu behalten – und zwar bevor sie dieser mit Gewinnen verrechnen. Einige Broker könnten ihre Kunden hierbei mit neuen Tools oder Serviceangeboten unterstützen. Sobald ein Trader feststellt, dass seine Verluste in Richtung der 10.000-Euro-Grenze gehen, sollten sie Vorsicht walten lassen. Bei höheren Verlusten, möglicherweise 20.000 Euro, könnte es sinnvoll sein, ein Jahr lang auf den Handel mit Termingeschäften zu verzichten. Dazu könnte bei der Wahl eines neuen Brokers ein Broker mit Sitz im Ausland infrage kommen, da Trader hier bei Gewinntrades keine Liquidität verlieren.

CFD Vieltrader

Grenze für Vieltrader nur schwer einzuhalten

Insbesondere für Daytrader und Heavy Trader bzw. Vieltrader kann es schwierig werden, weniger als 10.000 Euro Verlust im Jahr zu machen. Eine Option für erfahrene und sehr aktive Trader könnte die Gründung einer UG oder einer GmbH sein. Die neuen Regeln gelten nur für Privatpersonen, nicht aber für Kapitalgesellschaften. Trader könnten in diesem Fall über eine kleine Kapitalgesellschaft handeln.

Hier haben Trader zwar mehr Aufwand bei Organisation und Buchhaltung sowie eine höhere Steuerbelastung, aber alle Kosten können über die Kapitalgesellschaft abgerechnet werden. Damit ändert sich für Trader beim Verrechnen von Gewinnen und Verlusten nichts. Denken Trader über diesen Schritt nach, sollten sie sich auf jeden Fall den Rat eines Steuerberaters einholen.

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Broker arbeiten an Lösungen

Broker können Trader in vielerlei Hinsicht unterstützen, dürfen aber keine steuerrechtliche Beratung anbieten. Dennoch ist schon jetzt von einigen Brokern zu hören, dass sie an Lösungen für die neue steuerliche Situation sowie neuen Handelsprodukten arbeiten. Möglicherweise könnten bald neue Produkte auf den Markt kommen, die die Einstufung von CFDs als Termingeschäft umgehen. Strenggenommen dürfen diese Differenzkontrakte bzw. Hebelprodukte dann aber nicht mehr CFDs heißen.

CFDs wird es sicher weiterhin geben, womöglich aber unter anderem Namen. Allerdings ist bisher alles andere als klar, wie lange es das Gesetz überhaupt geben wird. Zum einen ist geplant, dass das Gesetz in zwei Jahren nochmals geprüft werden soll. Denkbar ist, dass der Gesetzgeber spätestens dann Veränderungen vornimmt oder das Gesetz sogar zurücknimmt. Zum anderen könnten das Bundesverfassungsgericht oder der Bundesfinanzhof entscheiden, dass das Gesetz gegen die Grundsätze einer fairen Besteuerung verstößt.

Broker Anbieter CFD

Viele Broker mit Fokus auf CFDs

Viele Broker haben sich auf CFDs spezialisiert. Zertifikate oder Optionsscheine werden von CFD-Brokern eher selten angeboten. Gerade in den letzten Jahren wurden CFDs auch bei Privatanlegern immer mehr geschätzt. Als die ESMA 2018 die Hebel-Vorgaben änderte und die Nachschusspflicht verbot, wurde das hochspekulative Finanzinstrument für private Anleger sicherer.

Viele Broker haben sich in den letzten Jahren auch außerhalb der Finanzbranche einen Namen gemacht und insgesamt haben viele Broker einen guten Ruf und stehen für Seriosität. Dies hat sich zuletzt auch in der Corona-Krise gezeigt, als sich viele Broker über hohe Neuanmeldungen freuen konnten, was sich im weiteren Jahresverlauf sicher auch bei den Geschäftszahlen der Broker bemerkbar machen wird.

XTB einer der erfolgreichsten Broker

Einer dieser erfolgreichen Broker ist XTB. Der Broker ist seit 2005 als FinTech aktiv und seit einigen Jahren an der Warschauer Börse gelistet. Der Broker gehört damit zu den vier größten Brokern, die an einer Börse notiert sind. Der Broker kann auf viele Jahre Erfahrung zurückblicken und gibt sein Know-how insbesondere in Schulungsangeboten und Webinaren an seine Kunden weiter. Auch das Analysten-Team des Brokers ist sehr kompetent und wurde erst kürzlich vom Finanzdienstleister Bloomberg für seine besonders genauen Prognosen ausgezeichnet. Dazu kommen zahlreiche Marktnachrichten und Hilfsmittel wie Tradingrechner. Bildungsangebote und Serviceangebote gehören zu den Schwerpunkten des Brokers.

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Kundenservice mehrfach ausgezeichnet

Auch der Kundenservice von XTB wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Der Broker bietet seinen Kunden individuellen Service und moderne Technologie. Neben Aktien finden Trader auch CFDs auf Währungen, Indizes oder Rohstoffe. Der Broker expandierte in den letzten Jahren in mehrere Länder und betreut mit rund 500 Mitarbeitern heute von zwölf Niederlassungen aus seine Kunden. Bei XTB erhalten private Trader ähnliche Bedingungen wie professionelle Trader. Beispielsweise sind beide Kontomodelle als Version für Privatanleger und professionelle Trader verfügbar. Der Handel mit CFDs erfolgt über die bekannte Meta-Trader-Plattform, die sehr schnelle Orderausführungen ermöglicht.

Fazit: Steueränderungen beim CFD-Handel ab 2021

Im nächsten Jahr tritt eine Änderung im Steuerrecht in Kraft, die für Unruhe in der CFD-Branche sorgen könnte. Trader können dann nur noch Gewinne und Verluste bis 10.000 Euro verrechnen. Womöglich müssen Trader in Zukunft auch dann Steuern zahlen, wenn sie das Handelsjahr mit Verlusten beendet haben. Erste Broker arbeiten wohl bereits an Lösungen, wie sie ihre Trader mit Blick auf das neue Gesetz unterstützen können.

Broker wie XTB sind bisher mit Veränderungen und Krisen oft gut zurechtgekommen, was sich beispielsweise derzeit auch im Umgang mit der Corona-Pandemie zeigt. XTB ist seit 2005 als FinTech aktiv und kann sein langjähriges Wissen über Webinare und Serviceangebote an seine Kunden weitergeben. Ein wichtiger Aspekt ist dabei auch eine leistungsstarke Handelsplattform. Auf diesem Weg können private Trader ähnlich wie professionelle Trader am Markt aktiv werden.

Bilderquelle: shutterstock.com