Werthstein – Schweizer FinTech Projekt startet 2017

Zuletzt aktualisiert: 11.11.2018

Mit Werthstein geht 2017 ein neues FinTech Projekt an den Start. Das Schweizer Unternehmen bietet als RoboAdvisor vorgefertigte Strategien investieren. Glaubt man den Ankündigungen sollen die Möglichkeiten der Geldanlage auf ein neues Level gehoben werden. Hierzu setzt der Anbieter auf eine fundamentale Analyse, die auf Wirtschaftsnachrichten und den Entwicklungen des internationalen Finanzgeschehens beruht. Die Portfolios sind auf einen aktuellen Trend ausgerichtet, Kunden können per Fingertipp von ihrem Smartphone oder Tablet aus investieren. Wer schon jetzt in renditestarke Portfolios investieren möchte, findet beim RoboAdvisor Vaamo ein ähnliches Angebot.

Hinweisbox Binaere Optionen

Was über Werthstein bereits bekannt ist:

  • FinTech Unternehmen mit Sitz in Zürich
  • Kundenservice per Telefon und Live Chat über Münchener Niederlassung
  • Kooperation mit der deutschen Baader Bank AG
  • Angebot soll ab 2017 verfügbar sein
  • Drei fertige Anlagestrategien ab 27 Euro monatlich
  • Einfache Portfolio Verwaltung per Smartphone

Werthstein - Header

Welches Konzept steckt hinter Werthstein?

Das Experten-Team von Werthstein nimmt monatlich die neuesten Trends aus Wirtschaft, Technik und Politik unter die Lupe. Auf Basis dieser sogenannten Zeitgeist Themen wird die aktuelle Lage an den internationalen Finanzmärkten analysiert. Die Themen werden auf der Webseite veröffentlicht, sodass Kunden die Entwicklungen mitverfolgen können.

Die Zeitgeist Themen beziehen sich nicht nur auf die Beschreibung von Wachstumstrends. Anleger erfahren zudem bei, welchen ETF oder Aktien sie vom jeweiligen Trend besonders profitieren können. Die empfohlenen Anlageinstrumente wurden vorab bezüglich Volatilität, Marktkapitalisierung und Liquidität analysiert. Auf Pennystocks und überbewertete Aktien wird bei den Anlagestrategien von Werthstein bewusst verzichtet.

Bei Fonds wird neben anderen Kriterien wie dem Investitionsvolumen vor allem auf die sogenannte Total Expense Ratio (TER) geachtet. Diese gibt Aufschluss zu den Kosten, welche die Rendite des Fonds reduzieren.

Wie seriös ist Werthstein?

Zunächst einmal sollte klar sein, dass es sich bei Werthstein nicht um einen Finanzmakler handelt. Das FinTech Unternehmen tritt als IT-Dienstleister auf, das Portfolio selbst wird bei, Kooperationspartner, der Baader Bank geführt. Die im bayerischen Unterschleißheim ansässige Bank gehört zu den renommiertesten deutschen Investmentbanken. Als IT-Dienstleister unterliegt Werthstein keiner Regulierung. Als in Deutschland ansässiges Geldinstitut wird die Baader Bank von der Bundesanstalt für Finanzaufsicht (BaFin) beaufsichtigt.

Werthstein - BaFin

Die Anlagekonzepte werden von Werthstein erstellt und elektronisch über die RoboAdvisor Plattform veröffentlicht. Anleger, die investieren möchten können schnell und einfach ein Depot bei der Partnerbank eröffnen.

Nach den Regulierungsbestimmungen der EU werden Kundengelder und Firmenvermögen getrennt voneinander verwaltet. Die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 Pro Kunde gilt bei den Wertpapierdepots nicht. Bestimmte Anlageprodukte wie ETF oder Aktien werden jedoch als Sondervermögen behandelt. Diese werden von der depotführenden Bank lediglich verwahrt, bei einer möglichen Insolvenz können Gläubiger jedoch nicht darauf zugreifen.

Werthstein - Pakete

Wer steht hinter Werthstein?

Der Finanzdienstleister besteht im Wesentlichen aus zwei Teams, welche sich aus Zuständigen für das Werthstein Institut und für das Investitionsprojekt zusammensetzen. Die Führungskräfte des FinTech Unternehmens verfügen alle über langjährige Erfahrungen im Anlage- und Strategiemanagement von führenden Banken und Vermögensverwaltern. Ein großer Teil der Mitarbeiter waren zuvor für die bekannte Schweizer Bank Credit Suisse tätig. Dies gilt beispielsweise für den Präsidenten des Werthstein Instituts, Giles Keating, der Chefökonom und Forschungsleiter bei Credit Suisse war.

Die Markteinführung von Werthstein erfolgt schrittweise. Derzeit befindet sich das Unternehmen in der Soft-opening Phase. Anmeldung sind deshalb nur nach voriger Einladung möglich. Die ersten Produkte sollen nach Unternehmensangaben im Frühjahr 2017 verfügbar sein. Zu diesem Zeitpunkt ist dann auch das Team im Münchener Büro voll einsatzbereit.

Drei Anlagestrategien zur Auswahl

Das Angebot von Werthstein steht Anlegern erst ab 2017 zur Verfügung. Zur Auswahl stehen dann drei Pakete, für die eine monatliche Pauschalgebühr berechnet wird. Hierin sind alle Kosten enthalten, zusätzliche Transaktionsgebühren fallen nicht an. Die Anlagesumme spielt dabei keine Rolle. Interessenten können sich registrieren und per Klick eines der Angebote auswählen.

Folgende Pakete stehen zur Auswahl:

  • Werthstein Thoughts
  • Werthstein Strategy
  • Werthstein Strategy+

Bei Werthstein Thoughts handelt es sich um das Einstiegsprodukt. Anlegern stehen dabei alle Zeitgeist-Themen, Trends und Portfolios zur Verfügung. Das Portfolio wird anhand des vom Kunden angegebenen Risikoprofils erstellt. Das virtuelle Portfolio-Managementsystem stellt sicher, dass dieses jederzeit eingehalten wird. Für den monatlichen Pauschalpreis von 27 Euro erhalten Kunden einen direkten Kontakt zu den Finanzexperten von Werthstein sowie Zugang zu den Zeitgeist-Themen und von einem persönlichen, virtuellen Portfolio oder Maklerkonto. Werthstein Thoughts kann auch in einer Gratis Version als Demokonto genutzt werden.

Mit dem Paket Werthstein Strategy können Anleger mit einem Klick in die verschiedenen Zeitgeists investieren. Kunden können sämtliche Dienstleistungen der Baader Bank in Anspruch nehmen. Bei der Plus Strategie können die unterschiedlichen Anlageziele zusätzlich noch in mehreren Depots beim Bankpartner verfolgt werden.

Noch keine Infos zu den Rahmenbedingungen

Bezüglich der Kosten gibt es noch keine näheren Angaben. Sie dürften jedoch bei etwa 59 Euro im Monat liegen. Bei anderen Robo Advisors bewegen sich die Verwaltungskosten zwischen 0,15 und 1 Prozent jährlich, abhängig vom Anlagevolumen. Zumeist sind in einer solchen „All-in-Fee“ alle Gebühren enthalten. Ein Ausgabeaufschlag wie bei klassischen Investmentfonds fällt in der Regel nicht an. Dieser beträgt bis zu 5 Prozent zuzüglich eventueller Kosten für die Depotführung.

Die meisten RoboAdvisor wie Ginmon setzen bei ihren Depots in erster Linie auf kostengünstige ETF. Je nach gewählter Risikoklasse variieren die jeweiligen Anteile der enthaltenen Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und Rohstoffe. Ob dies bei Werthstein auch der Fall ist, steht bisher noch nicht fest. Zudem gibt es bisher keine genauen Angaben zu den Rahmenbedingungen wie der geforderten Mindestanlage.

Weiter zum RoboAdvisor Ginmon

Beim RoboAdvisor Vaamo zahlen Anleger durchschnittliche Kosten von 0,79 Prozent jährlich. In diesen Kosten ist die Depotführung bereits enthalten. Es fallen lediglich noch die laufenden Gebühren der ETF an, welche jedoch relativ gering sind. Zu den weiteren Vorteilen bei Vaamo gehört, dass es keinen Mindestanlagebetrag gibt. Sparpläne werden bereits ab einer monatlichen Sparrate von 10 Euro angeboten.

Bei Vaamo ein Depot eröffnen

Registrierung derzeit nur per Einladung möglich

Interessenten können sich bisher nur auf Einladung des Schweizer FinTech Unternehmens registrieren. Hierzu wird ein Einladungscode benötigt, welcher per E-Mail angefordert werden kann.

Werthstein - Anmeldung

Da die Produkte bisher noch nicht final erhältlich sind, lassen sich diese noch nicht ausführlich testen. Somit ist auch keine Bewertung der erzielbaren Renditen möglich.

Vergleich RobAdvisor zur Filialbanken

Die klassischen Filialbanken werben vor allem mit einer persönlichen Anlageberatung um neue Kunden. Vereinfachte Formen von Anlage-Robotern werden bisher erst von wenigen Banken eingesetzt. Deshalb müssen Anleger sich in erster Linie auf die Kompetenz des Anlageberaters verlassen. Dazu kommt, dass sich eine persönliche Beratung für die Banken nur bei größeren Anlagebeträgen lohnt. Kleinanleger sind aus Kostengründen dagegen eher uninteressant. Hauptgrund hierfür sind die Dokumentationskosten und weitere regulatorische Vorgaben, die von den Banken eingehalten werden müssen.

Bei RoboAdvisors liegt der Schwerpunkt auf der Reduzierung von Risiko und Kosten. Auf diese Weise soll bei identischem Risiko eine bessere Rendite erzielt werden. Dazu kommt, dass die klassische Provisionsberatung bei der digitalen Vermögensverwaltung keine Rolle spielt. Anlageberater bei Banken empfehlen oftmals die Produkte, für die es eine hohe Provision gibt. Dies macht eine unabhängige Beratung nahezu unmöglich.

Vorteile von RoboAdvisors:

  • Geringe Kosten
  • Mit kleinen Anlagesummen möglich
  • Sparpläne sind ebenfalls möglich
  • Online Abwicklung mit geringem Zeitaufwand
  • Automatisierte Anlagekonzepte
  • Breite Risikostreuung
  • Transparente Kosten

Nachteile von RoboAdvisors:

  • Keine persönliche Beratung
  • Bei einigen Anlagestrategien mangelt es an Individualität
  • Bisher nur wenig Erfahrungen zur Ertragsentwicklung
  • Unterschiedliche Regulierungen der depotführenden Bank
  • Risikoprofil muss selbst eingeschätzt werden

Automatisiertes Handeln auch bei anderen Anlagen

Mittlerweile bieten auch andere Anlageformen die Möglichkeit eines automatisierten Handelns. Bestes Beispiel hierfür ist der Forex Handel über die Plattform MetaTrader 4. Durch den Einbau von sogenannten Expert Advisors wie Keltner Pro können Trader automatisierte Handelsstrategien programmieren. Trades werden dann eröffnet oder, geschlossen ohne dass der User selbst am PC ist.

Binäre Optionen sind eine weitere Anlageform, bei der automatisiert gehandelt werden kann. Hierbei wird darauf spekuliert, ob der Kurs eines Basiswerts steigt oder fällt. Bei richtiger Vorhersage sind Renditen von bis zu 85 Prozent pro Trade möglich. Über automatisierte Handelssysteme wie Binary Options Robot können Trader individuelle Einstellungen festlegen. Sind die Anforderungen erfüllt werden die Optionen automatisch eröffnet oder geschlossen.

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IQ Robot ist ein weiterer Anbieter, der den automatisierten Handel von binären Optionen anbietet.  Das Handelssystem wird von IQ Options, einem der bekanntesten Binäre Optionen Broker angeboten. Mit IQ Robots lassen sich eigene Trading-Algorithmen erstellen oder erfolgreiche Trades von anderen Händlern kopieren. Die Bedienung ist sehr einfach und übesichtlich. Auch Einsteiger finden sich damit auf Anhieb zurecht.

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Fazit zu Werthstein

Auch wenn über das Unternehmen noch nicht allzu viel bekannt ist, dürfte es sich hier um einen seriösen Finanzdienstleister handeln. Zum Angebot gehören Investmentstrategien und die virtuelle Vermögensverwaltung über den Kooperationspartner Baader Bank. Im Gegensatz zu anderen RoboAdvisors wird ein monatlicher Festpreis unabhängig von der Anlagesumme berechnet. Zudem richtet der Dienstleister seine Strategien auf aktuelle Ereignisse und Entwicklungen in der Finanzwelt aus.

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Werthstein – Schweizer FinTech Projekt startet 2017 was last modified: November 15th, 2018 by JuliusDream011
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