Stop Loss Glossar – Mit Hilfe eines Ordersatzes die Verluste begrenzen!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 28.09.2020


Stop Loss – Trading-Begriffe einfach erklärt:

Der Begriff Stop Loss Order taucht nicht nur im Zusammenhang mit dem CFD Trading auf. Für so gut wie alle Wertpapiergeschäfte – sei es der Handel mit Aktien oder Währungen – existiert der Stop Loss. Es handelt sich um einen Orderzusatz, dessen Funktion sich jeder Trader merken muss. Der Grund: Mithilfe des Stopp Loss lassen sich Verluste aktiv begrenzen. Wie funktioniert ein Stop Loss Limit und wann wird er am besten eingesetzt?

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Stop Loss: Funktion im Überblick

Das Grundprinzip eines Stop Loss ist relativ einfach. Mit Eröffnung der Position entschließt sich der Trader, eine untere Verlustlinie einzubauen. Damit sichern sich Anleger gegenüber sehr starken Marktbewegungen ab. Denn: Sobald eine Position die gesetzte Marke erreicht, steigt das System automatisch aus der Position aus. Wie genau der Stop Loss für eine Position gesetzt wird, variiert von Broker zu Broker.

Bei einigen Anbietern wird der Verlust in Prozent des eingesetzten Kapitals als Auslöser für die Stop Loss Order definiert. Bei anderen Brokern kann direkt der Kurs angegeben werden, zu welchem über den Orderzusatz die Position geschlossen wird. Wichtig muss an dieser Stelle sein, dass Trader frei über den Stop Loss entscheiden können – was leider nicht bei jedem Anbieter der Fall ist.

Achtung: Beim Handel mit Wertpapieren wie Aktien kann ein Stop Loss mit Limit eingebaut werden. Dieses Stop Loss Limit sorgt unter Umständen dafür, dass Positionen nicht aufgelöst werden – weil der Preis zu schnell sinkt. Das Stop Loss Limit beim CFD Handel ist wesentlich einfacher einzusetzen.

Take-profit-and-stop-loss

Höhe der Stop Loss Order

Welche Größenordnung sollte ein Stop Loss in der Praxis haben? Diese Frage ist pauschal nicht zu beantworten. Generell spielen Aspekte wie das Guthabenmanagement und die Volatilität eine Rolle. Bewegen sich die Kurse nicht so stark, ist eine Stop Loss Order bei 10 Prozent des aktuellen Werts ein Ansatz.
Ist das Asset etwas schwankungsfreudiger, kann ein Stop Loss in einer Größenordnung von 20 Prozent eine Option sein. Trader, die bereits gewisse Erfahrung mit der Chartanalyse haben und Unterstützungslinien herausarbeiten können, nutzen diese als wichtige Stop-Loss-Marken. Wird das Limit knapp unter der Linie platziert, ist es ein hilfreiches Instrument, um Verluste zu minimieren.

Prinzipiell sollte in die Entscheidung auch eine Betrachtung für das Stop Loss Limit dahingehend einfließen, wie hoch das Handelsvolumen ist. Wird ein Asset beispielsweise nur von wenigen Akteuren getradet bzw. ist das Handelsvolumen im Vergleich gering, kann mit wenigen Transaktionen der Kurs bewegt werden. Sobald erkennbar ist, dass sich der Kurs einer Unterstützungslinie nähert, könnten Marktteilnehmer die Gunst der Stunde nutzen, um den Chart unter die Linie zu pushen. Auf diese Weise würde der Stop Loss ausgelöst (Stop-Killer). Die Verursacher hätten dann leichtes Spiel, um sich in der folgenden Gegenbewegung zu bedienen. Für das Stop Loss Limit bedeutet der Stop-Killer, dass der Ankerpunkt nicht zu eng an die Unterstützungslinie gesetzt werden sollte.

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Beispiel aus der Praxis:

Ein Händler geht für das Währungspaar EUR/USD eine Long-Position zum Kurs von 1,3108 USD ein. Das bedeutet, er spekuliert darauf, dass der Kurs steigen wird. Bei der Eröffnung setzt er zudem den Stop Loss Level auf 1,3090 USD. Sollte nun der Kurs entgegen der Erwartung des Händlers fallen, wird die Position bei eingestellten Stop Loss von 1,3090 USD automatisch geschlossen. Auf diese Weise lassen sich höhere Verluste von vorneherein vermeiden. Experten sprechen in einem solchen Fall auch von einer „ausgestoppten“ Position. Stop-Loss-Orders sind sowohl bei Long wie auch bei Short Positionen möglich.

Je nach Forex Broker kann der Stop Loss entweder direkt beim Eröffnen der Position oder anschließend eingestellt werden. Dazu schreiben einige Broker einen gewissen Mindestabstand des Stop Loss zum aktuellen Preis vor. So kann dieser eventuell nur mit einem Abstand von 20 oder 30 PIPS zum aktuellen Kurs eingestellt werden. Während Retail Broker in der Regel die Order Ausführung zum angegebenen Preis garantieren, sieht es bei ECN und STP Brokern etwas anders aus. Diese geben den Auftrag beim Erreichen des Stop Loss an den Markt weiter. Der tatsächliche Preis beim Schließen der Option kann dann etwas abweichen.

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Tipps für den Stop Loss

Bei unseriös arbeitenden Retail Brokern kann es vorkommen, dass diese durch eine Kursmanipulation den Stop Loss absichtlich auslösen. Dieses Verfahren wird auch als Stop Hunting bezeichnet. Dennoch sollten Händler beim Forex Handel sowie bei anderen gehebelten Transaktionen in keinem Fall auf das Setzen eines Stop Loss verzichten. Denn es gibt keine Garantie, dass sich die Kurse tatsächlich so entwickeln wie gedacht. Durch einen Stop Loss lassen sich mögliche Verluste auf ein Mindestmaß reduzieren.

Sofern ein Stop Loss nicht mit einer Take Profit Option verknüpft wird, ist ein Trailing Stop sinnvoll. Hier wird auf die Marktbewegung noch oben reagiert. Der Stop Loss folgt dem Kurs dann immer in einigem Abstand. Auf diese Weise lässt sich ein sehr dynamischer CFD Handel realisieren, da nicht mit starren Orderlimits gearbeitet werden muss.

Einen Nachteil hat der Stop Loss. Einmal ausgelöst, kann es trotzdem zu Verlusten kommen – wenn der Kurs sehr schnell nachgibt. Um diesem Szenario zu entgehen, bieten einige Broker den garantierten Stop Loss an. Diese Option schließt eine Position genau zum eingestellten Preis.

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Expertentipp:

Ein gutes Money-Management ist die wichtigste Grundlage beim Handel am Markt. Stop Loss ist eine empfehlenswerte Basis, um sicherzustellen, dass die eigenen Verluste gering gehalten werden.

Aber: Gerade Einsteiger in den CFD Handel müssen sich im Klaren darüber sein, dass auch die Stop Loss Order kein Allheilmittel sein kann. Dieser Orderzusatz hat Grenzen. Ein sehr wichtiger Punkt betrifft das Halten sogenannter Overnight-Positionen. Hierbei besteht immer das Risiko, von Marktbewegungen und Börsennews überrascht zu werden. Schließen die Märkte am Ende eines Handelstages, ist das Liquidieren offener Positionen anzuraten. Andernfalls kann es am nächsten Handelstag zu bitteren Überraschungen kommen.

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