Indexierung – Alle Fakten und Details zur Portfoliostrategie an Kapitalmärkten!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 30.09.2020


Die Indizes von Aktien haben eine große Bedeutung auf dem Finanzmarkt, da diese die folgenden Aufgaben besitzen:

– Bildung eines Basiswerts

– die Funktion der Indikation des Preises

– die Bewertung des Anlageerfolgs (Benchmarking)

All diese Aufgaben können mit Hilfe des Deutschen Aktienindex, welcher auch als DAX bezeichnet wird, bewältigt werden. Im Rahmen des Portfoliomanagements wird die Leistung dieses demnach am DAX gemessen. Aufgrund der Tatsache, dass aktiv geführte Portfolios weniger performancestark sind als vergleichsweise der Marktindex, führt dies dazu, dass Investoren darauf abzielen, den Index durch die sogenannten Aktienportfolios zu reproduzieren. Dieser Vorgang wird auch als Index-Tracking bezeichnet. Ein weiterer theoretischer Ansatz ist das Capital Asset Pricing Modell (CAPM), welches ebenfalls darauf abzielt, das diversifizierbare Risiko zu minimieren.

Die Indexierung hat demnach den Fokus, eine nominale Größe, wie beispielsweise Indizes, um die reale Größe zu sichern und die Effekte der Inflation zu bereinigen. Bei der Betrachtung von dem DAX, welcher aus 30 Indexwerten besteht, zeigt sich, dass eine Umschichtung des Portfolios lediglich dann nötig ist, wenn sich die Zusammensetzung der Indizes ändert.

Portfolio-Strategie

Was ist der Deutsche Aktienindex (DAX)?

Der Deutsche Aktienindex wird an der Wertpapierbörse von Frankfurt genutzt, um die 30 größten Unternehmen anzuzeigen, welche den höchsten Umsatz haben. Der DAX wurde im Jahr 1988 eingeführt und hat sich seit dieser Zeit im internationalen und nationalen Rahmen zum bedeutendsten Index entwickelt.

Außer dem klassischen DAX gibt es auf dem Finanzmarkt noch den MDAX, der die 50 nachfolgend größeren Unternehmen anzeigt und den SDAX, welcher die 50 nächstgrößeren Unternehmen aufzeigt. Im TecDax werden die 30 bedeutendsten Unternehmen der Technikbranche geführt, die nicht im DAX notiert sind. Zudem gibt es beispielsweise noch den ÖkoDax, der Unternehmen mit erneuerbaren Energien führt sowie den DAX 100, der die 100 Unternehmen präsentiert, welche die höchste Liquidität besitzen. Im internationalen Rahmen gibt es zudem bedeutende Indizes, wie den Nikkei in Japan oder den Dow Jones in den USA.

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Was ist eine Portfoliostrategie?

Eine Portfoliostrategie wird dazu genutzt, eine Anlage erfolgreich zu tätigen. Im Rahmen der Strategie wird eine Vielzahl von Wertpapieren erworben, welche sich ergänzen. Hierdurch wird das Risiko eines großen Verlustes minimiert, welches durch den Einbruch eines Kurses einer Aktie geschehen kann. Zudem ist eine Portfoliostrategie eine gute Möglichkeit sehr hohe Gewinne erzielen zu können. Generell wird die Strategie des Portfolios in Orientierung an den gesamten Markt entworfen. Die Basis einer Portfoliostrategie ist somit der Durchschnitt von allen existierenden Aktien. Der Ursprung der Portfoliostrategie führt zurück zu dem amerikanischen Ökonomen Markowitz.

Die Portfoliostrategie an Kapitalmärkten

Der Ökonom und Nobelpreisträger Harry M. Markowitz gilt als Begründer der Portfoliotheorie, die an Kapitalmärkten nach heute zum Repertoire von Vermögensverwaltern gehört. Die von Markowitz im Jahr 1952 entwickelte Theorie ermöglicht es mithilfe gezielter Annahmen über Investoren auf das Verhalten dieser im Zuge einer Investition zu schließen. Zur heutigen Zeit nutzen beispielsweise Fondsmanager oder Versicherungen seine Lehren, um Entscheidungen über Anlagen zu treffen.

Harry M. Markowitz zielte darauf ab ein ausgewogenes Verhältnis von Risiken und Chancen zu erreichen. Aufgrund der Tatsache, dass sich alle Wertpapiere oder Anlagen widererwarten entwickeln können, beachtet Markowitz die Differenzen von den Erfahrungswerten. Hierbei berücksichtigte er sowohl Entwicklungen nach unten als auch nach oben, damit die Relation von Risiko und Chancen einer Anlage errechnet werden kann. Außerdem beschäftigte sich der Ökonom mit der Wechselwirkung von unterschiedlichen Wertpapieren, damit das Investment genau geplant werden kann. Bei Depots von Wertpapieren, welche verknüpfte Verlust- und Renditerisiken aufweisen, ist es nicht möglich die Verluste durch Gewinne aus einer anderen Investition abzufangen. Deshalb rät Markowitz dazu Investments durchzuführen, welche nicht miteinander in Verbindung stehen. Die Grundaussage seiner Theorie beläuft sich somit darauf, dass Investments am besten für das Portfolio sind, wenn diese unabhängig voneinander sind.

In der Praxis bedeutet dies, dass es zu empfehlen ist, möglichst viele unterschiedliche nationale und internationale Aktien zu erwerben und nicht viele Aktien eines einzelnen Unternehmens zu kaufen. Eine empirische Beobachtung zeigte, dass mithilfe dieser Strategie die geringsten Verluste und durchschnittlich höchsten Gewinne erzielt werden können. Eine Ausnahme hiervon stellt jedoch der Boom einer spezifischen Aktie dar, welche bei einer ausschließlichen Investition in diese dazu führt einen sehr hohen Gewinn zu erzielen.

Die Besonderheit bei der Portfoliostrategie ist, dass diese nicht nur auf dem Aktienmarkt genutzt werden kann. Durch die Investition in beispielsweise Rohstoffe, Aktien, Immobilienfonds und Anleihen, kann das Ertrags-Risiko-Verhältnis noch gezielter optimiert werden.

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Was bedeutet Portfolio?

Das Portfolio stellt das gesamte Vermögen eines Unternehmens dar. Dieses Vermögen kann aus unterschiedlichen Vermögenswerten wie beispielsweise Immobilien, Aktien oder Rohstoffen bestehen. Die Besonderheit eines Portfolios ist, dass der strategische Aufbau dieses dazu führt, dass die Risiken von Investitionen im Finanzbereich minimiert werden. Die Minimierung des Risikos wird durch eine Streuung der Investitionen erzielt.

Die Kennzahlen der Portfoliostrategie

Im Management des Portfolios werden Kennzahlen dazu genutzt, das Risiko und die einzelnen Werte von Anlagen zu bestimmen. Durch die Beachtung der folgenden Kennzahlen:

– Alpha

– Beta

– R2

– Volatilität
– Korrelation

kann das Portfoliomanagement ein Portfolio konzipieren, welches sowohl die möglichen Renditen als auch Risiken berücksichtigt.

Die Kennzahl Alpha

Auf dem Finanzmarkt bezeichnet der Begriff Alpha die Überschussrendite, welche durch eine Anlage im Vergleich zum Markt erzielt wird. Die Überschussrendite wird auch als Sharpe-Ratio bezeichnet und ergibt sich aus der Verzinsung eines Investments innerhalb eines Jahres, welche über die betreffende Geldanlage hinausgeht. Um dies in einem Beispiel aufzuzeigen würde es bedeuten, dass ein gewählter Fonds zehn Prozent erwirtschaftet hat und der risikolose Zins des Geldmarkts fünf Prozent beträgt. Die Überschussrendite beläuft sich somit auf fünf Prozent. Darauffolgend wird die Überschussrendite mit dem Risiko relativiert und ergibt die Volatilität. Ist die Kennzahl Alpha positiv, wird von einer Überschussrendite gesprochen. Bei einer Entwicklung des Index parallel zum Fonds beträgt Alpha null, wodurch ausgedrückt wird, dass keine überschüssige Rendite erzielt wurde. Erzielt der Investor mit einem Fonds eine niedrigere Rendite als jene des Vergleichsindex, ist die Kennzahl Alpha negativ.

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Die Kennzahl Beta

Durch die Kennzahl Beta wird das residuale Restrisiko einer Anlage bezeichnet. Mithilfe der Kennzahl Beta kann somit die Schwankung von einer Anlage im Vergleich zum Gesamtmarkt ermittelt werden. Bei dem Portfoliomanagement wird Beta somit dazu genutzt eine optimale Risikostreuung des Unternehmensportfolios zu erreichen. Ist Beta über eins, spricht dies für eine schwankungsanfällige Anlage. Beläuft sich die Kennzahl Beta auf eins, bewegt sich die Anlage parallel zum Gesamtmarkt. Ist Beta kleiner eins, ist die Anlage wenig schwankungsanfällig bei einem Vergleich mit dem Gesamtmarkt. Ein besonderer Fall ist eine negative Beta-Kennzahl. Hierbei wird aufgezeigt, dass sich die Anlage genau umgekehrt zum Gesamtmarkt entwickelt. Dies bedeutet in der Praxis, dass die Anlage sinkt, wenn der Gesamtmarkt steigt. Da im Rahmen des Portfoliomanagements Schwankungen jedoch meist nicht erwünscht sind, zielt das Portfoliomanagement darauf ab einen niedrigen Betafaktor zu erreichen. Im Rahmen des aggressiveren Portfoliomanagements ist es jedoch der Fall, dass Anlagen mit einer hohen Beta-Kennzahl ausgewählt werden.

Die Kennzahl R2

Die Kennzahl R2 (R-Square) wird von Investoren dafür genutzt, die Beziehung zwischen dem Portfolio und der Benchmark aufzuzeigen. R2 ist somit ein Korrelationskoeffizient, welcher die Bewegungen eines Fonds in einem prozentualen Anteil darstellt. Diese Bewegungen können dem Referenzindex entnommen werden. Beträgt R2 100 bedeutet dies, dass sich der Fonds in gleicher Weise wie der Index entwickelt. Ist R2 zum Beispiel 90 bedeutet das, dass 90 Prozent der Bewegungen des Fonds auf die Entwicklung des Index zurückzuführen sind. Ein Investor, welcher bereits einen Fonds mit hohem R2 besitzt, möchte hierzu ein Gegengewicht finden, welches weniger von der Entwicklung des Index abhängig ist, um die Investitionen bestmöglich streuen zu können.

Die Volatilität

Die Kennzahl Volatilität gibt in der Finanzbranche die Breite aller Preisschwankungen von einem Wertpapier an. Hierbei gilt, dass eine Volatilität hoch ist, wenn sich der Preis eines Wertpapiers deutlich auf und ab bewegt. Eine geringe Volatilität liegt demnach vor, wenn das Wertpapier kleineren Schwankungen unterlegen ist. In der Regel wird die Volatilität für ein Jahr bestimmt. Die Kennzahl wird meist dazu genutzt das Maß des Risikos zu definieren. Da die Volatilität mit dem Risiko gleichgesetzt werden kann bedeutet dies, dass Wertpapiere mit hohen Schwankungen einem großen Risiko unterliegen und jene mit kleineren Schwankungen einem kleinen Risiko. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass hohe Schwankungen sowohl für große Verluste als auch große Gewinne stehen können. Das Gleichsetzen von Risiko und Volatilität kann jedoch auch gefährlich sein, da sich die Preise von Wertpapieren auf die Vergangenheit beziehen und sich in Zukunft gegenläufig entwickeln können.

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Die Korrelation

Die Kennzahl Korrelation wird in der Finanzbranche dazu genutzt die Beziehung von den Entwicklungen eines Wertes von zwei Anlagen zu identifizieren. Deshalb kann die Korrelation feststellen, wie der Index des Gesamtmarktes zu einem Wertpapier in Relation gesetzt werden kann. Eine hohe Korrelation wird erreicht, wenn sich der Kurs eines Wertpapiers parallel zum Index bewegt. Für einen Investor ist es deshalb vorteilhaft ein Portfolio mit einer tiefen Korrelation aufzubauen, da hierbei der potenzielle Verlust aufgefangen wird. Erreicht die Korrelation einen Wert von null, ist die Entwicklung des Wertpapiers nicht von dem Index abhängig. Bei einem Wert von eins verhält sich die Wertentwicklung des Wertpapiers parallel zum Index. Beträgt die Korrelation minus eins, verhalten sich die Wertpapiere und der Index konträr. Dies bedeutet, dass der Wert der Anlage steigt, wenn der Index sinkt.

Die Reduktion des Ausfallrisikos – die Diversifikation

Damit eine Geldanlage mit einem geringen Risiko getätigt werden kann, ist die Streuung der Anlage empfehlenswert. Diese Streuung wird in der Fachsprache auch als Diversifikation bezeichnet. Das Investieren in lediglich eine einzige Aktie ist demnach von einem großen Verlustrisiko begleitet, während die Investition in mehrere Aktien das Risiko deutlich minimieren kann.

Eine Diversifikation kann nach unterschiedlichen Kriterien vorgenommen werden. Hierzu zählen:

– die Diversifikation nach Sektoren/Regionen

– die Diversifikation nach Anlageklassen

– die Diversifikation nach einzelnen Werten

– Die Diversifikation nach Sektoren/Regionen

Diese Diversifikation beruht auf der Investition in Aktien unterschiedlicher Regionen oder Sektoren. Dies bedeutet, dass der Investor sein Vermögen beispielsweise nicht nur auf amerikanische Aktien setzen sollte, sondern auch Aktien aus Europa oder Asien berücksichtigen sollte. Auch das Investieren in nur einen einzigen Sektor wie zum Beispiel Öl ist ein risikoreiches Unterfangen.

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Die Diversifikation nach Anlageklassen

Bei dieser Diversifikation ist die Frage elementar, in welche Anlageklasse ein Investor einsteigen möchte. Hierbei gibt es beispielsweise die Möglichkeit in Aktien, Anleihen, Immobilien oder Rohstoffe zu investieren. Außerdem gilt es zu analysieren, wie viel liquide Mittel und Fremdwährungen ein Investor behalten möchte.

Die Diversifikation nach einzelnen Werten

Laut Expertenmeinung sollte ein optimal diversifiziertes Depot in etwa 30 einzelne Werte enthalten. Eine Ausnahme hierbei ist das Investieren in börsengehandelte Fonds und klassische Fonds, da hierbei weniger Einzelwerte benötigt werden. Neben der Anzahl der Einzelwerte ist auch die Größe der Position wichtig, da diese immer ausgewogen sein sollte. Durch eine ausgewogene Positionsgröße wird das Klumpenrisiko minimiert. Dieses Risiko wird dann erreicht, wenn eine Aktie über zehn Prozent eines Depots erreicht. Die breite Streuung reduziert somit das Risiko von Investitionen, jedoch auch die Höhe des potenziellen Gewinns. Des Weiteren sollten Investoren darauf achten, dass die Diversifikation nicht zu hoch ist, da hierbei die Gefahr besteht den Überblick zu verlieren.

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Tipps bei der Konzipierung eines strukturierten Portfolios

Nimmt ein Investor Produkte in das strukturierte Portfolio auf, sollte sich dieser über das Verhalten und eventuelle Szenarien dieser gezielt informieren. Dies bildet die Basis, um eine neue Anlage bestmöglich einschätzen zu können. Bei der Betrachtung des Verfalls einer Anlage sollte der Investor demnach den Worst Case, die neutrale und positive Entwicklung berücksichtigen.

Damit die Anlagen optimal gestreut werden können, sollten folgende Szenarien bedacht werden:

– Was passiert bei einem Zinsanstieg mit meinem Portfolio?

– Wie wirken sich politische Unruhen innerhalb Länder mit hohem Rohstoffvorkommen auf mein Portfolio aus?

– Was geschieht im Rahmen einer Finanzkrise mit meinen Anlagen?

Haben die genannten Szenarien eine große Wirkung auf das eigene Portfolio, ist über eine Neugestaltung dieses nachzudenken.

Außer der Verteilung der Anlagen nach Klasse, Region/Sektor und Einzelwerten ist auch der Faktor Zeit zu berücksichtigen, da strukturierte Anlagen unterschiedliche Laufzeiten haben. Deshalb ist es zu empfehlen Anlagen zu erwerben, welche nicht alle zur gleichen Zeit auslaufen. Der Investor profitiert beispielsweise dann, wenn ein gestaffelter Kauf von Calls „at-the-money“ erfolgt und der Aktienkurs sinkt, da hierbei ein niedrigerer zukünftiger Ausübungspreis gebildet wird. Bei einem Erwerb von Calls „en bloc“ und einem sinkenden Aktienkurs sind die Anlage nahezu wertlos. Als Grundsatz gilt deshalb, dass strukturierte Anlagen im Portfolio einen stabilisierenden Effekt haben und zu einem langfristigen Erfolg im Portfoliomanagement führen.

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Experten-Tipp:

Ein strukturiertes Portfolio ist die Basis von jedem Erfolg beim Handel an der Börse. Einsteiger sollten sich daher die Zeit nehmen und sich über die wichtigsten Fakten in diesem Bereich informieren.