Euro zum Dollar: Es hat sich kaum etwas verändert – Infos für Forex Broker

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 29.07.2019

Euro zum Dollar – fast nichts hat sich verändert – Forex Broker aufgepasst:

 

Der Euro hat sich zum Dollar kaum bewegt. Die europäische Gemeinschaftswährung verlor nur geringfügig an Wert. Auch die anderen Wechselkurse der Welt bleiben nahezu unverändert.

euro

17 Länder in Europa benutzen den € als Zahlungsmittel. Am 1. Januar 2014 wird mit Lettland das 18. EU-Land den € als offizielle Währung übernehmen. (Quelle: dpa)

Tokio: Der € hat am Mittwoch in Fernost zum Dollar kaum verändert notiert. Die  Gemeinschaftswährung wurde mit 1,3758 Dollar bewertet, nach 1,3760 Dollar am Vorabend in den USA. Zum Yen notierte die US-Währung bei 102,68 Yen. Der Schweizer Franken wurde mit 0,8871 Franken je Dollar und 1,2206 Franken je € gehandelt.

Quelle: Handelsblatt Online

Dollar wird voraussichtlich steigen

Ben Bernanke, scheidender Chef der US-Notenbank, hat jüngst eine Kürzung seines Anleiheprogramms angekündigt. Rund 10 Milliarden Dollar sollen künftig weniger dafür ausgegeben werden. Nach einem kurzen Anstieg auf 1,38 Dollar fiel der Euro daraufhin unter die Marke von 1,37 Dollar. Experten gehen davon aus, dass sich diese Entwicklung auch 2014 fortsetzen wird.

Führende Analysten gehen für das Jahr 2014 von einer starken Aufwertung des US-Dollars auf ein Niveau von etwa 1,30 Euro aus. Andere gehen noch weiter und sehen den Dollar eher bei einem Wert von 1,28 Euro. Insbesondere die steigenden Zinserwartungen auf US-Staatsanleihen werden als Zeichen für eine weitere Einschränkung der sehr lockeren Geldpolitik der US-Notenbank gesehen.

 

Die Welt 07.06.14

In Bretton Woods siegte der Dollar

Vor 70 Jahren wurde die Grundlage für die globale Dominanz der US-Währung gelegt.

Von 

DIE WELT

Dieser Artikel erschien in der Zeitung
DIE WELT.

Der Zweite Weltkrieg tobte noch, weite Teile Europas lagen in Trümmern, Frieden und Wohlstand schienen in weiter Ferne. Dennoch machten sich im Sommer 1944 Vertreter aus 44 alliierten Ländern an ein visionäres Projekt: Sie wollten die Wirtschaftsordnung der Zukunft gestalten. Das Ziel hatte der Amerikas Präsident Franklin D. Roosevelt ausgegeben: Freier Handel und stabile Wechselkurse sollten die Welt aus dem wirtschaftlichen Chaos befreien, das die Welt seit 20 Jahre nicht zur Ruhe kommen ließ.

Wie genau dies vonstatten gehen sollte, darüber stritten Politiker und Ökonomen vom 1. Juli 1944 an in dem beschaulichen Ferienörtchen Bretton Woods in New Hampshire (Neuengland). Einig waren sie sich darin, dass sie es anders machen wollten als in den Zwanziger und Dreißigerjahren.

Nach 22 Verhandlungstagen in einem Luxushotel einigten sich die Delegierten auf eine Lösung – und gut ein Jahr später wurde das historische Abkommen unterzeichnet. Fortan galt ein System fester Wechselkurse mit dem Dollar als Leitwährung. Als flankierende Organisationen wurden der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank ins Leben gerufen.

Kaum war das System etabliert, folgten Jahre der beispiellosen Wohlstandsmehrung. Die Bundesrepublik Deutschland, die 1949 dem Bretton-Woods-System beitrat, erlebte eine Phase des rasanten Wachstums, die bald als „Wirtschaftswunder“ in die Annalen eingehen würde. Dieser Aufschwung strafte die Pessimisten Lügen, die mit einem Rückfall in die Große Depression gerechnet hatten: Nicht wenige Beobachter hatten sogar den Tod des Kapitalismus und den Sieg des Sozialismus prophezeit.

Tatsächlich hatten die Erfahrungen der Vorkriegszeit kaum erahnen lassen, dass sich die Marktwirtschaft auf diese Weise erneuern und neu erfinden würde. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hatten vor allem die europäischen Staaten Inflation und Währungskrieg erlebt. Es folgte, nach dem Jahr Crash von 1929, die Große Depression und schließlich eine lange Phase der Kriegswirtschaft.

Als Verstärker der internationalen Spannungen vor dem Zweiten Weltkrieg wurden vor allem Währungskriege identifiziert. Wechselkursmanipulationen und Abwertungswettläufe hatten sich in den Zwanziger- und Dreißigerjahren zu einem ruinösen Unterbietungswettkampf ausgewachsen. Das Abkommen von Bretton Woods sollte der gezielten Aufweichen der Währungen den Riegel vorschieben. Es sollte zudem dafür sorgen, dass Staaten ihre Märkte nicht mehr mit protektionistischen Maßnahmen gegeneinander abschotteten.

Um das zu gewährleisten, wurde der Dollar zur globalen Leitwährung erhoben, zu der alle anderen Devisen in einem festen Wechselkursverhältnis standen. Dieses Festkurssystem und der sukzessive Abbau von Handelsbarrieren erlaubten, dass der internationale Handel in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts boomte und sich der Lebensstandard spürbar verbesserte.

Rückblickend klingt das alles so einfach. Doch Bretton Woods war in Wirklichkeit ein harter Machtkampf zwischen den Alliierten USA und Großbritannien. Bis 1914 war das Pfund die wichtigste Reservewährung der Welt gewesen, und London versuchte, seinen Status als Finanzplatz Nummer eins verbissen zu verteidigen. Auf britischer Seite stritt nun der berühmte Ökonom John Maynard Keynes als Berater des Schatzamtes dafür, den endgültigen Abschied vom Goldstandard einzuläuten und statt dessen eine Art Weltzentralbank mit eigener Währung einzuführen.

Auf der Gegenseite wollte der US-Verhandlungsführer Harry Dexter White den Dollar ins Zentrum stellen, dessen Wert schon seit Jahren an das Gold gebunden war, und zwar zu einem Kurs von 35 Dollar je Feinunze. Die Amerikaner setzten sich durch: Die anderen Währungen wurden fest an den Dollar gekoppelt, so dass sie indirekt auch zu „Goldwährungen“ wurden. Die USA verpflichteten sich, auf Anfrage das Dollar-Guthaben anderer Länder in Gold einzutauschen.

Die beiden Konzepte unterschieden sich in einem entscheidenden Punkt: Keynes wollte die Länder dazu bringen, mit Hilfe von Auf- und Abwertung ihrer Währungen stets ihre Zahlungsbilanzen auszugleichen. Whites Plan, dessen Land damals eine Exportmacht war, erlaubte hingegen allein den Importnationen, ihre Währungen entscheidend abzuwerten. Der IWF sollte die notwendigen Anpassungen unterstützen und überwachen.

Resultat war ein starres, einseitiges System, das nicht mit den raschen Veränderungen in der Weltwirtschaft mithielt. Während Länder wie Deutschland bei Exporten zulegten, rutschte die US-Zahlungsbilanz etwa durch große Kosten für Entwicklungshilfe und Militäreinsätze tief ins Minus – das Land überschwemmte die Welt mit dem überteuerten Dollar. Die Empfänger beklagten die „importierte Inflation“.

Das ging nicht lange gut. 1960 gab es eine erste Misstrauenswelle gegen den Dollar mit einer kurzen, heftigen Goldspekulation. 1965 griff Frankreichs Präsident Charles de Gaulle die Vorherrschaft der US-Währung direkt an. Die Notenbank in Paris tauschte Millionen von Dollar gegen Gold. Andere Länder folgten. Von 1948 bis 1971 schmolzen die Goldvorräte in Fort Knox auf weniger als die Hälfte zusammen.

An einem heißen Augusttag im Jahr 1971 löste US-Präsident Richard Nixon schließlich seine aufgeweichte Währung vom Gold. Ursprünglich war es gar nicht die Absicht des Republikaners, damit ein System flexibler Wechselkurse zu schaffen. Doch die Versuche, den Dollar erneut ans Gold zu binden, scheiterten. Im März 1973 brach dieser Teil des Bretton-Woods-System zusammen.

Während sich die USA, Japan und andere Länder dafür entschieden, ihre Wechselkurse frei schwanken (floaten) zu lassen, versuchte man in Europa, ein Festkurssystem aufrechtzuerhalten. Zunächst gab es eine „Währungsschlange“, in der mehrere EG-Länder Bandbreiten für Kursschwankungen festlegten. Doch gerieten viele Währungen immer wieder gegen die starke Deutsche Mark unter Druck. 1979 folgte das Europäische Währungssystem EWS, aus dem sich die Euro-Zone entwickelte.

Der Währungsfonds und die Weltbank überlebten das Ende des Bretton-Woods-Systems. Heute sind sie mit 188 Mitgliedern größer denn je und feiern nun ihren 70. Geburtstag. Spätestens seit derEurokrise gilt der IWF wieder als eine der mächtigsten Organisationen, die weltweit Finanzsysteme überwacht, um bei schweren Schieflagen von Staaten einzugreifen. Ihre Kredite sind meist an harten Auflagen wie die Sanierung der Staatsfinanzen geknüpft.

Auch die Weltbank als größter Geldgeber für Entwicklungshilfe macht strenge Vorgaben, bevor sie Mittel für Infrastrukturmaßnahmen, den Kampf gegen Armut oder Umweltprojekten vergibt. Beide Institutionen werden noch immer vom größten Anteilseigner USA dominiert, und so ist das Hauptresultat der Bretton-Woods-Konferenz bis heute gültig: Amerika hat mit Abstand den größten Einfluss auf die Weltwirtschaft.

Heute ist die Angst vor Währungskriegen wieder da. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe musste sich im vergangenen Jahr Kritik heftige gefallen lassen, als die die Bank of Japan den Yen auf sein Geheiß hin verbilligte. Und auch Europa könnte mitmischen. Aktuell rufen Politiker aus Frankreich die Europäische Zentralbank dazu auf, den Euro abzuwerten, um die heimische Industrie am Weltmarkt zu stützen.

mit dpa
© Axel Springer SE 2014. Alle Rechte vorbehalten
http://www.welt.de/print/die_welt/finanzen/article128818279/In-Bretton-Woods-siegte-der-Dollar.html

Expertentipp:

Euro und Dollar lohnen immer einen zweiten Blick, wenn man als Trader Forex handeln möchte. Die Entwicklung der Währungen kann nur ungenau vorhergesagt werden, daher ist ein Blick au den aktuellen Markt grundsätzlich eine gute Idee, bevor gehandelt wird.
Euro zum Dollar: Es hat sich kaum etwas verändert – Infos für Forex Broker was last modified: Februar 11th, 2019 by Deutsche Forex Broker