Robo-Advisor – Geldanlage für Bequeme

Was bringen vorgefertigte Portfolios für die Geldanlage?

Wenn es um die Planung der Geldanlage geht, tauchen viele Fragen auf. Wie viele Aktien sollen ins Depot? Soll eher in Europa oder weltweit angelegt werden? Wer sich unsicher ist, sucht oftmals Rat beim Berater der Hausbank. Dieser bietet dann zumeist die überteuerten hauseigenen Produkte an, für die es hohe Provisionen gibt. Mittlerweile gibt es zwar auch unabhängige Honorarberater, jedoch ist nicht jeder Anleger dazu bereit, für eine Stunde Beratung 150 Euro auf den Tisch zu legen. Diese Lücke soll mit Robo-Advisor geschlossen werden. Es handelt sich dabei um vorgefertigte Portfolios, in denen die gängigen Wertpapiere enthalten sind. Mit wenigen Klicks können Anleger sich die Pakete ins Depot holen. Doch halten die Angebote auch was sie versprechen?

Das Wichtigste zu Robo Advisor in Kürze:

  • Verschiedene Unternehmen bieten über das Internet vorgefertigte Anlagestrategien (Robo-Advisor) an.
  • Anleger können aus Komplettverwaltung inkl. Depot, über die Börse kaufbare Dachfonds sowie einer Beratungssoftware welche bei der Anlageentscheidung behilflich ist wählen.
  • Das Geld wird nach einer zuvor festgelegten Strategie in Indexfonds investiert.
  • Die Robo-Advisor setzen auch auf Rentenfonds, welche aufgrund niedriger Zinsen derzeit nur eine geringe Rendite abwerfen.
  • Die Gesamtkosten der Online Anbieter sind in der Regel geringer als bei der Hausbank.

Robo Advisor Header

Revolution bei der Geldanlage?

Die fertigen Portfolios werden nicht nur von den bekannten Banken und Online Brokern angeboten. Auf dem Markt tummeln sich auch zahlreiche Start-ups, welche die Anlageberatung der Filialbanken mittles eines automatisierten Prozesses ins Internet übertragen. In der Finanzbranche werden die Anbieter als Robo-Advisor bezeichnet, Anlageberatung vom Roboter.

Wer nun denkt, dass Rob-Advisor auf komplizierten Algorithmen basieren, welche das Portfolio je nach Marktlage permanent umschichten liegt falsch. In den meisten Fällen wird das Geld der Anleger passiv verwaltet. Es gibt eine feste Verteilung auf die verschiedenen Fonds. Umschichtungen werden nur durchgeführt, um die ursprüngliche Gewichtung wieder herzustellen. Dieser Ansatz ist im Übrigen auch für Anleger zu empfehlen, welche ihr Depot selbst managen.

Gerade Einsteiger sollten von komplizierten Trendfolgestrategien die je nach Marktentwicklung in renditestarke Aktienfonds investieren absehen. Nachteilig dabei ist, dass die Aktienquote bei einem Abwärtstrend stark reduziert wird und beim Aufschwung nur langsam wieder zunimmt. Dadurch entgeht Anlegern oftmals die nach einer Krise starke Erholungsphase. Zudem führen die häufigen Käufe und Verkäufe zu höheren Kosten, was sich negativ auf die Rendite auswirkt.

Robo-Advisor investieren in Index Fonds

Nach unseren Erfahrungen setzen die Online Berater in erster Linie auf günstige Produkte. So wird vor allem in börsengehandelte Indexfonds investiert. Diese bilden die Wertentwicklung von Aktien- und Anleiheindizes ab. Aus diesem Grund kann auf einen teuren Manager verzichtet werden. Indexfonds sind transparent und vor allem günstig.

Einige Robo-Advisor investieren in Fonds des amerikanischen Anbieters Vermögensverwalters Dimensional. Diese werden zwar aktiv verwaltet, allerdings sind die Manager an die detailliert vorgegebene Anlagestrategie gebunden. Gesetzt wird dabei auf Aktien- und Anleihe-Indizes. Überraschende Fehlentscheidungen sind somit nahezu ausgeschlossen. Die Kosten fallen im Vergleich zu gemanagten Fonds deutlich geringer aus, sind jedoch etwas höher als bei ETFs.

In den fertigen Portfolios finden sich zwischen drei und 15 Indexfonds. Die Standarddepots werden in regelmäßigen Abständen auf die ursprüngliche Gewichtung zurückgesetzt. Diese Vorgehensweise wird auch als Rebalancing bezeichnet. Anlagen, die sich sehr gut entwickelt haben werden und nun einen höheren Anteil besitzen werden reduziert und im Gegenzug Anteile mit einer geringeren Gewichtung gekauft.

Beispiel für ein Depot mit 20.000 Euro

Fonds 1Fonds 2
BetragAnteilBetragAnteil
Start16.000 Euro80 Prozent4.000 Euro20 Prozent
Vor Umschichtung20.000 Euro83 Prozent4.060 Euro17 Prozent
Nach Umschichtung19.248 Euro80 Prozent4.812 Euro20 Prozent

Es handelt sich hierbei um eine antizyklische Strategie, bei der teure Anlageklassen verkauft und günstige gekauft werden. Insbesondere während Zeiten mit starken Marktschwankungen kann sich dies positiv auf die Wertentwicklung des Depots auswirken. Kommt es zu einem lange anhaltenden Aufwärtstrend wie es beispielsweise nach der Finanzkrise 2008 der Fall war, ist sie dagegen eher nachteilig, da sich die Aktienquote immer wieder verringert.

Drei Varianten von Robo-Advisor

Die unter die Lupe genommenen Robo Advisor arbeiten alle mit derselben Strategie. Das angelegte Geld wird passiv verwaltet, die Online Berater schreitet selbst nicht aktiv ein. Der Anleger weiss bereits im Vorfeld, in welche Indexfonds investiert und wie die Aufteilung im Depot ist.

Was die Umsetzung der Strategie betrifft, gibt es drei unterschiedliche Varianten:

  • Verwaltete Depots: Hier arbeiten die Anbieter mit einer Depotbank zusammen, bei welcher die vorgefertigten Depots geführt werden. Die Verteilung der Gelder auf die einzelnen Fonds erfolgt durch den Anbieter.
  • Fondslösungen: Bei diesem Modell werden die einzelnen Fonds zu einem Dachfonds zusammengefasst. Dieser kann wie andere Wertpapiere an der Börse gehandelt werden. Voraussetzung hierfür ist ein Wertpapierdepot.
  • Beratungstools: Hier erhalten Anleger eine Software, welche bei der Zusammenstellung des Portfolios unterstützt. Die einzelnen Fonds können anschließend über das eigene Depot erworben werden.

Eine Beratungssoftware richtet sich vor allem an erfahrene Anleger, welche eine große Auswahl an Fonds wünschen und diese noch individuell nach ihren Wünschen ausrichten möchten. Die anderen Angebote sind in erster Linie auf Anleger ausgerichtet, die sich bisher noch nicht so intensiv mit diesem Thema beschäftigt haben.

Anbieter von verwalteten Depots:

  • Fintego: 5 Portfolios mit unterschiedlichen Risikoprofilen und 3 bis 5 ETFs. Mindestanlage 2.500 Euro, Sparpläne ab 50 Euro.
  • Ginmon: 10 Portfolios mit unterschiedlichen Risikoprofilen und 3 bis 5 ETFs. Mindestanlage 5.000 Euro, Sparpläne ab 50 Euro.
  • Quirion: 11 verschiedene Strategien mit einem Aktienanteil zwischen 0 und 100 Prozent. Beinhaltet sind 15 ETF und Dimensional-Fonds. Mindestanlage 10.000 Euro.
  • Vaamo: 3 Portfolios, zusammengestellt aus 5 Dimensional-Fonds mit je nach Risikoprofil unterschiedlicher Gewichtung.

Anbieter von Fondslösungen:

  • Easyfolio: 3 Anlagestrategien mit unterschiedlicher Risikoausrichtung. Enthalten sind jeweils 15 ETFs. Die Mindestanlage umfasst einen Fondsanteil im Wert von etwa 100 Euro.
  • Arero: 1 Portfolio mit 60 Prozent Aktien, 25 Prozent Rentenfonds und 15 Prozent Rohstoffe. Die Mindestanlage umfasst einen Fondsanteil im Wert von etwa 100 Euro.

Anbieter von Beratungstools:

  • Comdirect: Kostenloses Tool mit drei Vorschlägen für ein Portfolio. Das Depot kann wahlweise mit ETFs, aktiv gemanagten Fonds oder ganz nach eigenen Wünschen bestückt werden. Kunden müssen in mehrere Fondsanteile pro ETF investieren.
  • Deutsche Bank: Drei Musterdepots mit den Kennzeichnungen konservativ, ausgewogen und dynamisch, bestehend aus jeweils fünf ETF von db x-trackers. Kunden müssen in mehrere Fondsanteile pro ETF investieren.
  • DAB: Ebenfalls drei Musterdepots für konservative, ausgewogene und renditeorientierte Anleger mit jeweils 10 ETFs der Firma Ishares.

Bezüglich der Auswahl gibt es bei den einzelnen Anbietern nur geringe Unterschiede. Je nachdem wie risikoreich die Anlage sein soll, kann zwischen einem kleineren oder größeren Aktienanteil gewählt werden. Aufgefüllt wird das Portfolio mit Rentenfonds mit enthaltenen Anleihen sowie gelegentlich noch mit Rohstofffonds. Hieraus ergibt sich ein gewisses Problem für Anleger, da Rentenfonds derzeit kaum eine Rendite abwerfen.

Die Kosten bei Robo-Advisor

Ob eine Geldanlage zum gewünschten Erfolg führt, hängt im Wesentlichen von der richtigen Strategie und den anfallenden Kosten ab. Während die Strategie erst im Nachhinein bewerten lässt, fallen die Kosten in jedem Fall an. Je höher die Gebühren, desto geringer die Rendite. Zudem spielt die Transparenz der Anbieter eine wichtige Rolle. Anleger sollten genau wissen, in welche Fonds ihr Geld investiert wird. Bei den meisten Robo Advisor orientieren sich die Gebühren an der Anlagenhöhe. Zum einen fallen Verwaltungskosten an, welche an die Fonds weitergeleitet werden, zum anderen finanzieren sich die Anbieter damit.

Kosten für verwaltete Depots:

  • Fintego: Bei Anlagen bis 50.000 Euro jährliche Kosten von 1,25 Prozent. Ab 250.000 Euro fallen nur noch 0,5 Prozent an. Die Fondskosten liegen zwischen 0,17 und 0,29 Prozent jährlich.
  • Ginmon: Jährliche Kosten von 0,39 Prozent zuzüglich einer 10-prozentigen Erfolgsprovision. Dazu kommen Fondskosten zwischen 0,3 und 0,4 Prozent.
  • Quirion: 0,48 Prozent pro Jahr plus Fondskosten zwischen 0,3 und 0,5 Prozent.
  • Vaamo: Depots bis 30.000 Euro kosten 0,99 Prozent und ab 50.000 Euro 0,49 Prozent jährlich. Die Fondskosten betragen bis zu 0,4 Prozent.

Kosten für Fondslösungen:

  • Easyfolio: Jährliche Kosten von 0,9 Prozent inklusive der Fonds. Transaktionskosten der Depotbank werden extra berechnet.
  • Arero: Kosten pro Jahr von 0,5 %, zusätzlich Transaktionskosten der Depotbank.

Kosten für Beratungstools:

  • Comdirect: Für das Tool entstehen keine Kosten. Die Fonds schlagen mit 0,18 bis 0,27 Prozent jährlich zu Buche.
  • Deutsche Bank: Tool kostenlos, Kosten für Fonds pro Jahr etwa 0,25 Prozent.
  • DAB: Kostenloses Tool, für Fonds werden zwischen 0,19 und 0,25 Prozent jährlich berechnet.

Zwischen den einzelnen Kategorien gibt es deutliche Kostenunterschiede. Beratungstools schneiden dabei am günstigsten ab. Hier werden lediglich die Fondskosten von maximal 0,4 Prozent jährlich fällig. Fondslösungen können ebenfalls mir recht niedrigen Kosten punkten. Bei den Arero Fonds fallen 0,5 und bei Easyfolio maximal 0,9 Prozent jährlich an.

Verwaltete Depots sind da schon um einiges teurer. Inklusive der Fondskosten können die jährlichen Kosten bis zu 1,5 Prozent betragen. Dies macht den Vorteil gegenüber aktiv gemanagten Fonds fast zunichte. Bei Ginmon sind die Grundkosten recht gering, dafür wird jedoch eine Erfolgsbeteiligung fällig. Dies muss für Kunden nicht zwangsläufig ein Nachteil sein, das Portofolio in schlechten Zeiten vor Kosten verschont bleibt. Bei einer positiven Marktentwicklung wird das Ganze jedoch recht teuer.

Die Anlagestrategien im Test

Auf den ersten Blick sehen die Strategien der verschiedenen Anbieter ähnlich aus. Bei den eher defensiven Portfolios ist der Anteil an Rentenfonds höher, während auf Rendite ausgerichtete Portfolios auf eine höhere Aktienquote setzen. Unterschiede gibt es in erster Linie beim Rebalancing, also dem Wiederherstellen auf die ursprüngliche Verteilung. Diese Aufgabe wird von den Robo-Advisor nach zuvor festgelegten Regeln übernommen. Im Falle der Beratungstools ist der Anleger selbst dafür verantwortlich. Sofern es nur zu geringen Verschiebungen kommt bzw. die Anlagesumme sehr gering ist kann aus Kostengründen auch darauf verzichtet werden.

Bei der Bewertung einzelner Strategien spielt die Verteilung eine wichtige Rolle. Positiv ist dabei wenn bei der Streuung auch Aktienmärkte außerhalb des MSCI World berücksichtigt werden. So kann eine Investition in Schwellenländer für eine deutlich bessere Rendite sorgen. Ein deutliches Übergewicht einzelner Länder und Regionen wird dagegen eher kritisch gesehen.

Eine kleine Beimischung von Rohstoffen ist OK, jedoch sollte der Anteil nicht höher als 10 Prozent sein. Die Investition in Unternehmensanleihen und Hochzinsanleihen ist sehr risikoreich und führt deshalb eher zu einer negativen Bewertung. Zudem hält sich der Nutzen für Privatkunden in Grenzen, da die Unternehmen oftmals schon in den Aktienfonds enthalten sind. Staatsanleihen mit langen Laufzeiten sind aufgrund der aktuell niedrigen Zinsen ebenfalls nur bedingt zu empfehlen.

Anlagestrategien bei verwalteten Depots

Fintego:

  • Gute Aufteilung der Aktien auf Industrie- und Schwellenländer
  • Vertretbare Beimischung von Rohstoffen
  • Bei Abweichungen von mehr als 15 Prozent kommt es zum Rebalancing
  • Es wird auch in Unternehmens- und Staatsanleihen investiert

Ginmon:

  • Aufteilung erfolgt in entwickelte und Schwellenländer. Zusätzliche Beimischung von kleineren Unternehmen
  • Nur Anleihen mit kurzen Laufzeiten von bis zu 5 Jahren
  • Jährliches Rebalancing sowie bei jeder Einzahlung
  • Portfolio enthält auch Unternehmensanleihen

Quirion:

  • Breite Streuung mit Fokus auf Substanzwerte und kleinere Unternehmen
  • Komplizierte Aufteilung auf 8 Aktien- und 7 Rentenfonds
  • Risikoreiche Hochzinsanleihen im Portfolio enthalten
  • Einmal pro Jahr Rebalancing sowie bei einer Abweichung von mehr als 10 Prozent

Vaamo:

  • Gute Aufteilung in Industrie- und Schwellenländer, dazu Streuung auf kleinere Unternehmen
  • Kurze Laufzeiten bei Anleihen
  • Rebalancing einmal pro Jahr und bei jeder Einzahlung
  • Unternehmensanleihen enthalten

Anlagestrategien von Fondslösungen

Easyfolio:

  • Aktien sind auf weltweite Regionen verteilt, inkl. Schwellenländer
  • Alle drei Monate Rebalancing
  • Hoher Anteil von Unternehmensanleihen und riskanter Hochzinsanleihen

Arero:

  • Gute Verteilung der Aktienquote auf Industrie- und Schwellenländer
  • Regionen werden nach BIP und nicht nach Marktkapitalisierung gewichtet
  • Rebalancing einmal pro Jahr
  • Staatsanleihen mit relativ langer Restlaufzeit vorhanden
  • Relativ hoher Rohstoffanteil von 15 Prozent

Anlagestrategien von Bewertungstools

Comdirect:

  • Deutliches Übergewicht von europäischen Aktien
  • Vertretbare Beimischung von Rohstoffen
  • Zum Portfolio gehören inflationsindexierte Anleihen
  • Geringe Beimischung von Unternehmensanleihen

Deutsche Bank:

  • Gute Aktienaufteilung im konservativen und ausgewogenen Portfolio
  • Beim dynamischen Portfolio hoher Anteil von deutschen und europäischen Aktienfonds

DAB:

  • Übergewicht von deutschen und europäischen Aktienfonds
  • Geringe Beimischung von Rohstoff- und Immobilien-ETFs
  • Teilweise risikoreiche Rentenfonds

Die Anbieter werben oftmals mit historischen Vergleichen für ihre Strategie. Anleger sollten sich davon jedoch nicht blenden lassen. Die Vergleiche umfassen oftmals nur einen für Geldanalgen geringen Zeitraum von fünf Jahren. Zudem haben sich die Börsen seit der Finanzkrise 2008 in Bezug auf Aktien und Anleihen sehr gut entwickelt. Für eine langfristig gute Rendite ist dies noch keine Garantie. Historische Vergleiche machen nur dann Sinn, wenn sie sich über einen sehr langen Zeitraum erstrecken.

Service und Transparenz bei Robo Advisor

Ein weiteres Kriterium für die Bewertung ist, wie viel Informationen die Anbieter zu ihren Strategien veröffentlichen. Bei einem guten Robo-Advisor finden Kunden auf der Webseite alle Informationen wie, und, in welche Fonds sein Geld investiert wird. Zudem sollten auch die anfallenden Kosten transparent aufgelistet werden. Diese umfassen nicht nur die Gebühren der Online Berater, sondern auch die Verwaltungskosten der Fonds. Für Transparenz sorgen zudem Infos, zu welchem Zeitpunkt ein Rebalancing durchgeführt wird.

Im Test zeigte sich, dass es in diesen Bereichen noch Verbesserungspotenzial gibt. Bei Quirion findet sich beispielsweise keine Auflistung der Fonds sowie der anfallenden Kosten. Die Anbieter Ginmon und Vaamo haben dies deutlich besser gelöst. Sowohl Produkt- wie auch Fondskosten sind hier klar ersichtlich.

Besser fällt die Transparenz bei den Anbietern von Fondslösungen aus. Diese sind vom Gesetzgeber dazu verpflichtet alle Fondskosten aufzuführen. Dagegen bleiben die Kosten bei den Beratungstools zum großen Teil im Dunkeln. Wer Informationen zum Rebalancing möchte, sucht diese oft vergeblich. Lediglich Fintego, Arero und Easyfolio (geben darüber bereitwillig Auskunft.

Fazit: Robo-Advisor sind bequem, jedoch nicht immer günstig

Robo-Advisor bringen neuen Schwung in die Bankenlandschaft. Im Vergleich zur Hausbank sind die Kosten oftmals niedriger. Wer etwas Eigeninitiative zeigt, kann sein Geld jedoch noch günstiger anlegen. So kann man sich mit einem Portfolio aus Tagesgeld, Festgeld und ETFs, die eher renditeschwachen Staatsanleihen und Rentenfonds sparen.

Anleger die sich den Aufwand sparen möchten finden bei den Online Anbieter durchaus lohnenswerte Geldanlagen zu einem vergleichsweise geringen Preis. Bei den Komplettlösungen sind diesbezüglich Ginmon und Vaamo zu empfehlen. Letzterer ist insbesondere bei Anlagen ab 50.000 Euro sehr günstig. Für alle Anbieter gilt, dass die Rendite bei den defensiven Portfolios nicht allzu hoch ausfällt. Die Beratungstools richten sich in erster Linie an Anleger mit einer gewissen Erfahrung. Verbraucher können hier aus einer besonders großen Auswahl an Portfolios wählen.

Robo-Advisor – Geldanlage für Bequeme was last modified: Mai 23rd, 2016 by Hanspeter Volk