investify im Test: Robo-Advisor mit freier Schwerpunktwahl

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 22.11.2018

Mit investify betritt ein weiterer Robo-Advisor den Markt. Die Besonderheit: Neben der Basisanlage können Anleger aus einem Themenkatalog bestimmte Anlagethemen auswählen und stärker gewichten. Ein derartiges Angebot ist auf dem Markt aktuell einzigartig. Das FinTech hat seinen Hauptsitz im luxemburgischen Wasserbillig und ist auch in Aachen vertreten.

Die Basisanlage bei investify besteht wie gewohnt aus sogenannten ETFs, passiv verwalteten Fonds, die bestimmte Märkte möglichst genau abdecken. Wie für Robo-Advisor üblich investieren Kunden hier vor allem in Aktien und Anleihen. Die Fondsanalyse und Auswahl von Anlageprodukten wird mit BlackRock und Morningstar durchgeführt. Kunden werden je nach Erfahrung, anlegbarem Kapital und Risikofreudigkeit in eine der sieben Risikostufen eingeteilt. Möglich ist die Geldanlage für Beträge ab 5.000 Euro. investify erhebt eine Servicegebühr in Höhe von einem Prozent.

Der Robo Advisor übernimmt nicht nur das Anfangsinvestment, sondern überwacht das Portfolio der Kunden dauerhaft. Sollte es notwendig werden, führt der digitale Vermögensverwalter eine Umschichtung des Portfolios durch, um die ursprüngliche Allokation wiederherzustellen. Es handelt sich also um passives Risikomanagement.

investify Webauftritt

So präsentiert sich investify auf seiner Webseite

1. Pro und Contra der Geldanlage bei der investify

  • Schwerpunkte selbst wählbar
  • Regulierung durch luxemburgische Finanzaufsicht
  • Sieben Risikostufen
  • Verständliche Erklärung des Angebots
  • Durch durchschnittlich 21 Produkte je Portfolio und Kunde breite Diversifikation
  • Mindestanlage von 5.000 Euro
  • Nur passives Risikomanagement
  • Relativ teuer
  • Ausführlichere Vorstellung der Portfolios wäre wünschenswert

Der investify Steckbrief

Sitz und Regulierung: Sitz in Luxemburgischen Billigwasser und Aachen, Lizenz der CSSF
Art der Geldanlage: 7 Portfolios mit unterschiedlichem Risiko, zudem Schwerpunktwahl möglich
Anlagestrategie: passive und diversifizierte Anlage mit langfristigem Anlagehorizont, passives Risikomanagement
Anlagegüter: Aktien und Anleihen aus Europa, Welt und Schwellenländern, Themenschwerpunkte
Support: Telefon, E-Mail, keine Angabe der Geschäftszeiten
Mobiler Zugriff: App für iOS und Android
Gebührenstruktur: 1 % All-in Gebühr im Jahr, monatliche Abbuchung
Gewinnbeteiligung: keine
Diversifikation: Durchschnittlich 21 Produkte mit zahlreichen Einzelwerten im Depot
Risiko / maximaler Verlust: abhängig von Anlagedauer und Risiko, Verluste möglich
Renditebeispiel: je nach Risikobereitschaft, zwischen 1,30 und 8,20 % p. a. erwartete Rendite
Mindestanlage: 5.000 Euro

 3. investify im Überblick

investify setzt als Robo-Advisor auf die Geldanlage in ETFs und versucht mit der Basisanlage nicht, den Markt zu schlagen. Erweiterte Wachstumschancen sollen allerdings im Gegensatz zu andere Robo Advisorn die eigenen Themen bieten, die der Kunde aus einer Auswahl hinzuwählen kann. Dabei bietet die digitale Vermögensverwaltung vor allem die Möglichkeit, in aktuelle Trendthemen zu investieren, von denen Marktbeobachter in Zukunft überdurchschnittliche Steigerungen erwarten.

Die Geldanlage wird in sieben unterschiedliche Risikostufen gestaffelt, die der Risikobereitschaft des Anlegers entgegen kommen sollen. investify kann ohne Mindestlaufzeit genutzt werden und hat nur eine Kündigungsfrist von einem Monat. Allerdings gilt, dass Kunden einen umso längeren Investitionszeitraum einplanen sollten, je riskanter das Investment ist. Auf diese Weise gelingt es den meisten Anlegern, das Risiko eines Kapitalverlustes zu minimieren.

Für seinen Service erhebt der Robo Advisor eine Verwaltungspauschale von einem Prozent jährlich, die jeweils anteilig monatlich abgebucht wird. investify gestattet die Anlage zudem erst ab einer Mindestanlage in Höhe von 5 Prozent.

investify gibt an, vollkommen unabhängig zu sein. Allerdings gibt das Unternehmen BlackRock als Partner an und bietet in relativ großem Umfang Produkte dieses Anbieters an. Da diese teilweise die Top-Angebote stellen, ist dies für einen Robo-Advisor nicht unüblich, dennoch wäre eine genaue Aufklärung hier wünschenswert.

  • Anlage in ETFs und Trendthemen
  • Keine Mindestlaufzeit
  • 7 Risikostufen
Basisanlage bei investify

Die Basisanlage bei investify bildet das Fundament der Geldanlage

3. Art der Geldanlage: Worin investieren Anleger bei investify?

Kunden von investify können auf zwei unterschiedliche Arten investieren. Zum einen bietet der Robo-Advisor das Investment in ein diversifiziertes Portfolio mit ETFs. Dieses ist an die Risikofreude des Anlegers angepasst und besteht je nach dem aus unterschiedlichen Assetklassen in verschiedener Gewichtung.

Anleger investieren in Staatsanleihen aus Europa, weltweit oder inflationsgesicherte Anleihen. Weltweite oder hochverzinsliche Unternehmensanleihen, Anleihen aus Schwellenländern und der Geldmarkt können ebenfalls abgedeckt werden. Über ETFs deckt investify auch Aktien aus Europa, den USA, Deutschland oder Japan ab.

Außerdem können Anleger ein eigenes Anlagethema hinzuwählen, in das dann ein Teil der gesamten Investitionssumme fließt. Dieses wird entweder von einem weiteren ETF oder einem aktiv gemanagten Fonds abgedeckt. Mögliche Themen, die in diesem Bereich zur Auswahl stehen, sind Wasser, Alternde Bevölkerung, Cyber Security, Ethisches Investieren, Dividendenkönige oder Robotik. Auch Regionen wie die Alpen, Deutschland, Schweiz oder Skandinavien können abgedeckt werden.

Ein Großteil der ETFs stammt von iShares, was wenig überraschend ist, da Muttergesellschaft BlackRock ein Partner von investify ist. Es befinden sich allerdings auch einige Fonds von Db x-trackers, Deka, UBS oder SPDP im Angebot. Insgesamt bietet der Robo-Advisor die Möglichkeit, mehr als 40 unterschiedliche Fonds zu nutzen. Durchschnittlich befinden sich 21 unterschiedliche Fonds im Portfolio eines investify-Kunden.

investify erklärt leider nicht, nach welchen Kriterien es die ETFs und Fonds ausgewählt hat. Dementsprechend ist die Auswahl nur bedingt nachvollziehbar. Es wäre wünschenswert, würde der Robo Advisor dies nachholen, um sein Angebot transparenter zu gestalten.

  • Anlage in ETFs oder in geringem Umfang in aktiv gemanagte Fonds
  • Weltweiter Aktien- und Anleihenmarkt
  • Schwerpunktthemen frei wählbar

4. Diese Strategie nutzt der Robo-Advisor investify

Der Robo-Advisor kombiniert zwei unterschiedliche Strategien: Breit gestreut investieren, aber dabei zugleich Chancen zu nutzen. Das Unternehmen bietet deswegen als Basisanlage ein möglichst breit und kostengünstig verifiziertes Portfolio an. Zu diesem Zweck hat es sieben unterschiedliche Musterportfolios gestaltet, die je nach Risikoneigung die verschiedenen Märkte unterschiedlich gewichten. So sind in konservativen Portfolios Staatsanleihen häufiger vertreten als in risikofreudigen Portfolios, während der Schwerpunkt dort auf Aktien liegt. Je nach Risikotyp wird dem Anleger eines der sieben Portfolios vorgeschlagen. Alle ähnlichen Portfolios werden dann von investify auf Grundlage eines Musterportfolios angelegt, überwacht und bei Bedarf umgeschichtet. Dabei geht es nicht darum, den Markt zu schlagen, da dies ohnehin nur in absoluten Ausnahmefällen langfristig gelingt. Stattdessen will das Unternehmen seinen Anlegern ermöglichen, über ETFs möglichst kostengünstig und genau von den ohnehin vorhandenen Steigerungen der Märkte zu profitieren.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Robo-Advisorn setzt das Unternehmen allerdings auch Chancen aus. Über die Basisanlage hinaus können Kunden bestimmte Anlagethemen wählen, von denen sich Marktbeobachter aktuell größere Wachstumschancen versprechen, als die üblichen Marktsteigerungen. Diese werden jeweils über einen weiteren ETF oder einen aktiv gemanagten Fonds abgedeckt.

  • Basisanlage in ETFs
  • 7 unterschiedliche Risikostufen
  • Zusätzlich Themenwahl aus Trendbranche
Support investify

Der Kundensupport ist über mehrere Kanäle erreichbar

5. Der Kundenservice: Unsere investify Erfahrungen

Die Webseite von investify ist leider nicht all zu kundenfreundlich ausgerichtet. Der Robo Advisor stellt Interessenten nicht problemlos alle Daten zur Verfügung, die für eine Investmententscheidung notwendig sind. Kunden müssen sich hingegen erst kostenfrei auf der Webseite registrieren, um überhaupt in Erfahrung zu bringen, welche Rendite bei investify möglich wäre. Zudem müssen sie ein Anlageprofil ausfüllen. Zudem erlaubt das Unternehmen keinen Vergleich der unterschiedlichen Risikostufen und schlüsselt auch nicht auf, welche ETFs Bestandteil des Portfolios werden. Stattdessen müssen Kunden ihre gesamten Personendaten, Steueridentitätsnummer und Bankverbindung angeben, bevor sie überhaupt erfahren, in was genau so investieren. investify ist somit alles andere als kunden- und serviceorientiert. Ein Anleger kann ein Investment bei investify also nicht mit gutem Gewissen abschließen, ohne zuvor den Kundenservice zu kontaktieren.

Den Kontakt zum Kundenservice können Interessenten per E-Mail und Telefonnummer herstellen. Lobenswert ist, dass der Robo-Advisor neben der luxemburgischen Vorwahl auch eine deutsche Hotline bereitstellt und ohnehin das gesamte Angebot in tadellosen Deutsch verfasst ist. Kunden merken jedoch an solchen Feinheiten wie der Informationspolitik sehr schnell, dass es sich um ein Angebot handelt, bei dem die Informationen anders aufgebaut sind als bei deutschen Anbietern. Leider bietet das Unternehmen auch keine FAQ an, in der einfache Fragen beantwortet werden. Im Blog klärt der Robo Advisor wichtige Hintergründe und gibt Informationen zum Unternehmen, allerdings sind viele Artikel hier recht werblich gehalten.

  • Registrierung notwendig, um wichtige Informationen zu erhalten
  • Support per Telefon und E-Mail
  • Blog, aber keine FAQ-Sektion

6. investify mit mobiler Geldanlage?

investify bietet als fortschrittliches FinTech natürlich auch die Möglichkeit, eine App herunterzuladen und damit die Geldanlage beim Robo Advisor zu verwalten. Kunden können die App für iOS und Android herunterladen, ohne dafür zusätzliche Gebühren zu zahlen. Prinzipiell ist sogar möglich, die gesamte Anlage mithilfe der App zu eröffnen und gar nicht auf die Webseite zuzugreifen.

Die investify App bietet also natürlich die wichtigsten Funktionen. Kunden können ihre Einlage und deren Aufteilung einsehen. Außerdem können sie Anlagevorhaben erstellen und abschließen oder für später speichern. Zudem ist es möglich, sich über die App zu identifizieren und Ein- und Auszahlungen zu tätigen.

Kunden, die nicht über iOS- oder Android-Endgeräte verfügen oder die investify App nicht nutzen möchten und dennoch mobil auf ihre Geldanlage zugreifen möchten, können über den Web-Browser relativ komfortabel die Funktionen nutzen, die auch im Rahmen der App angeboten werden. Das responsive Design macht dies ohne größere Probleme möglich.

  • App für Android und iOS
  • Geldanlage von unterwegs überwachen
  • Responsive Webseite ermöglicht Zugriff auch ohne App

7. Gebührenstruktur: Relativ hohe Gebühren

investify ist im immer größer werdendem Feld der Robo Advisor im Vergleich einer der teuersten Anbieter. Das Unternehmen erhebt eine All-in Service Gebühr in Höhe von einem Prozent jährlich. Selbst andere recht kostenintensive Robo-Advisor legen üblicherweise Wert darauf, dass die Null vor dem Komma steht, auch wenn dies natürlich auch werbepsychologische Gründe hat. Dennoch verlangt kaum ein anderer Anbieter ähnlich hohe Gebühren. Die Gebühren werden einmal im Monat eingezogen.

Bei der Servicegebühr sind jedoch nicht alle Kosten enthalten. Die ETFS und Fonds selbst erheben ihrerseits auch eine Verwaltungsgebühr, die von Fonds zu Fonds unterschiedlich ist. Aktuell liegt die Gesamtkostenquote (TER) zwischen 0,12 und 2,49 Prozent jährlich, wobei die ETFs selten teuerer sind als 0,59 % jährlich, sodass gerade für die Basisanlage nicht all zu hohe Kosten anfallen.

investify erhebt zudem keine Depotgebühren oder Transaktionskosten. Zudem reicht der Robo Advisor aufkommende Retrozessionen an die Anleger weiter und kann den Zugang zu institutionellen Klassen bieten. Ausgabeaufschläge entfallen bei allen Fonds.

  • All-in Gebühr in Höhe von einem Prozent des Anlagevolumens jährlich
  • Fondsgebühren zwischen 0,12 und 2,49 Prozent jährlich
  • investify gibt Retrozessionen an Anleger weiter
So funktioniert investify

So funktioniert investify

8. Sicherheit und Regulierung: investify mit BaFin-Lizenz?

investify ist primär ein luxemburgisches Unternehmen und ist dementsprechend nicht BaFin-lizensiert. Die zuständige Finanzaufsichtsbehörde ist hingegen die Luxemburger Commission de Surveillance du Secteur Financier in Luxemburg. Dort ist das Unternehmen also registriert und muss die EU-weiten Bestimmungen und Richtlinien einhalten. Zudem will es sich auch um eine Registrierung bei der BaFin bemühen. Das Unternehmen ist ein echter Vermögensverwalter und darf nach den vereinbarten Anlagekriterien auch in das Portfolio eingreifen und es aktiv verwalten.

Als Vermögensverwalter kann das Unternehmen allerdings ohnehin nicht auf das Geld der Kunden zugreifen. Das Depot wird bei der Baader Bank eröffnet und die Geldanlage kann nur an das Referenzkonto ausgezahlt werden, das der Kunde angegeben hat. Die Baader Bank ist zudem Mitglied im gesetzlich vorgeschriebenem Einlagensicherungsfonds, der Vermögen bis zu einer Höhe von 100.000 Euro je Kunde und Bank absichert. Die Fonds selbst werden allerdings als Sondervermögen geführt.

Um unberechtigte Zugriffe auf das Konto zu verhindern, setzt investify auf eine 2-Faktor-Authentifizierung für Änderungen oder Zahlungsvorgänge. Sie müssen mithilfe einer PIN bestätigt werden. Natürlich nutzt das Unternehmen zudem eine Datenverschlüsselung nach aktuellen Standards.

  • investify von Luxemburger CSSF lizenziert
  • Depot bei Baader Bank (BaFin-Lizenz)
  • Diverse Mechanismen schützen Konto des Kunden

9. Wie hoch ist die Rendite bei investify?

Die Rendite bewirbt investify nicht offensiv, sodass Kunden die mögliche Rendite etwas suchen müssen, bzw. sie nur für das passende Portfolio überhaupt angezeigt bekommen. Bedauerlich ist auch, dass das Unternehmen keine anderen Kennzahlen nutzt, um Interessenten und unerfahreneren Anlegern das Risiko verständlicher zu machen, dass sie mir ihrem jeweiligen Portfolio eingehen würden. Kunden erfahren weder die Volatilität der Anlage noch das Maximum Drawdown der letzten Jahre oder den VaR.

Die Rendite orientiert sich an dem Risiko, das Kunden eingehen können und möchten. Im sicherheitsorientierten Portfolio beträgt die erwartete Rendite 1,30 %. Im spekulativsten Portfolio beträgt die Rendite hingegen 8,20 %. Die jeweiligen Werte werden auf Grundlage der Daten von Morningstar Direct prognostiziert. Die Servicegebühr seitens investify und die Produktkosten der Fonds sind in diesen Angaben ebenfalls berücksichtigt.

Die Wachstumssteigerungen, die sich aufgrund der frei wählbaren Anlagethemen ergeben könnten, werden hingegen nicht prognostiziert. Wer sich dafür interessiert, welches Thema welche Rendite erzeugen könnte, muss sich deswegen selbstständig mit den einzelnen Fonds auseinandersetzen, um die Gewinnchancen besser einschätzen zu können.

  • Rendite für die Basisanlage je nach Risikostufe zwischen 1,30 % und 8,20 % jährlich
  • Keine Verlust-Kennzahlen angegeben
  • Freie Themen ohne prognostizierten Gewinn

10. Was macht investify besonders?

Die Besonderheit von investify ist ohne Frage die Möglichkeit, zusätzlich zur Basisanlage, die in ähnlicher Form von allen anderen Robo Advisor ebenfalls angeboten wird, das eigene Portfolio durch das Investment in Spezialthemen zu personalisieren. Auf diese Weise ist es auch möglich, von potenziellen Wachstumsmärkten zu profitieren und dennoch vor allem auf eine gut diversifizierte Geldanlage zu setzen. Das macht investify auch für alle Anleger geeignet, die selbst etwas mehr Mitbestimmungsrecht wünschen. Da die Spezialthemen üblicherweise nur über einen Fonds abgebildet werden, den der Anleger problemlos auch eigenständig kaufen könnte, ist allerdings nicht klar, womit das Unternehmen die im Vergleich mit anderen Robo-Advisorn recht hohen Gebühren erklärt.

Unüblich ist auf dem deutschen Markt natürlich auch, dass investify von der luxemburgischen Finanzaufsichtsbehörde reguliert wird. Zudem könnte viele Anleger stören, dass sie sich für nähere Informationen zu spezifischen Portfolios extra registrieren müssen und es zudem zwingend erforderlich ist, dafür eine gültige E-Mail-Adresse anzugeben. Bei vielen Anbietern ist die Schwelle hier deutlich geringer. Vermutlich werden nicht viele Interessenten, die aus den verschiedenen Anbietern den besten Robo Advisor ermitteln wollen, die Geduld haben, sich richtig zu informieren.

investify gelingt es allerdings dennoch, sich auf dem Markt zu etablieren. Grund dafür ist beispielsweise die Zusammenarbeit mit der Hamburger Sparkasse, über die Kunden die Dienstleistung inzwischen auch abschließen können.

11. Das Fazit unseres investify Tests

investify ist einer der teureren Robo Advisorn, die derzeit auf dem Markt sind. Vor allem für Anleger mit höheren Anlagevolumen könnten andere Anbieter deutlich günstiger sein. Das gilt umso mehr, da der Robo Advisor ausschließlich auf passives Risikomanagement setzt und somit die vergleichsweise hohen Kosten nicht mit erhöhtem Aufwand rechtfertigen kann.

Interessant wird für viele Kunden der Ansatz sein, ein oder mehrere Spezialthemen unkompliziert in ihre Anlage zu integrieren. Dabei handelt es sich um Trends, die ein größeres Wachstum aufweisen könnten, wie der sonstige Markt und so die Rendite steigern können.

Leider ist das Unternehmen nicht ganz so transparent, wie Kunden es von einem Robo-Advisor erwarten können. Wichtige Aussagen zur Rendite, Kennzahlen zum Risiko, Merkmale der Fondsauswahl oder Zusammensetzung der einzelnen Portfolios fehlen entweder vollständig oder werden erst dann herausgegeben, wenn der Kunde die Anlage schon fast abschließt. Dementsprechend können Interessierte hier kaum eine fundierte Entscheidung treffen, ohne den Kundenservice vorher zu kontaktieren.

investify im Test: Robo-Advisor mit freier Schwerpunktwahl was last modified: Juli 14th, 2018 by ChrisHabeck01