Whitebox im Test: Bester Robo Advisor für vermögende Kunden?

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 04.06.2019

Whitebox ist ein Robo Advisor, der im Gegensatz zur Großteil der Konkurrenz ein aktives Risikomanagement betreibt. Dabei konnte sich das Unternehmen in den letzten Jahren auch durch eine sehr hohe Rendite hervortun. So gelang es Whitebox zwischen April 2016 und Mai 2017 die höchste Rendite unter den digitalen Vermögensverwaltern zu erzielen. Whitebox selbst wirbt damit, dass beste aus den beiden Welten aktiv und passiv zu bieten. Zudem versteht sich das Unternehmen als Value-Investoren mit fundamentalanalytischem Ansatz. Bislang scheint diese Taktik aufzugehen.

Für Kleinanleger ist das Investment allerdings auch deutlich teuerer als die meisten rein passiv agierenden Vermögensverwaltungen. Möglich ist ein Investment dennoch schon ab einer Geldanlage von 5.000 Euro. Whitebox setzt wie die meisten Robo Advisor auf eine Geldanlage in kostengünstige und passiv gemanagte ETFs und investiert je nach Risikoprofil in Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Gold, Infrastruktur oder Immobilien.

Whitebox Webauftritt

So präsentiert sich Whitebox auf seiner Webseite

1. Pro und Contra der Geldanlage bei der Whitebox

  • Gute Rendite
  • Günstig für hohe Anlagevolumina
  • Aktives Risikomanagement
  • Geringe Mindesthöhe für Sparpläne (ab 5 Euro)
  • 10 Anlagestrategien decken alle Risikoprofile ab
  • Conditional Value at Risk ist Grundlage für Risikomanagement
  • Viele unterschiedliche Assetklassen
  • 6 Testmonate
  • Hohe Gebühren für niedrige Anlagesummen
  • Anlage erst ab 10.000 Euro möglich

Der Whitebox Steckbrief

Sitz und Regulierung: Sitz in Weil am Rhein, mit BaFin-Lizenz
Art der Geldanlage: 10 Portfolios mit unterschiedlichem Risiko, Anlage in ETFs
Anlagestrategie: Passive und diversifizierte Anlage mit langfristigem Anlagehorizont, aktives Risikomanagement
Anlagegüter: Aktien und Anleihen aus Europa, Welt und Schwellenländern, Geldmarkt, Rohstoffe, Infrastruktur, Immobilien, Gold
Support: Telefon, E-Mail, Montag bis Freitag von 8:00 bis 22:00 Uhr
Mobiler Zugriff: App für iOS und Android
Gebührenstruktur: Abhängig von der Anlagesumme. Zwischen 0,35 und 0,95 Prozent jährlich
Gewinnbeteiligung: Keine
Diversifikation: Mehr als 35.000 Einzeltitel in 60 Ländern
Risiko / maximaler Verlust: Abhängig von Anlagedauer und Risiko, Verluste möglich
Renditebeispiel: Je nach Risikobereitschaft, zwischen 1,6 und 7,4 % p. a. erwartete Rendite
Mindestanlage: 10.000 Euro. Zusätzliche Sparpläne ab 5 Euro

2. Whitebox im Überblick

Whitebox ist ein Robo Advisor, der breit diversifizierte ETF-Portfolios mit unterschiedlichem Risikoprofil anbietet. Der Vermögensverwalter erstellte zu diesem Zweck zehn Musterportfolios, die durch unterschiedliche Gewichtung der einzelnen Märkte und Assetklassen ein jeweils anderes Risiko-Rendite-Verhältnis aufweisen. Der Kunde entscheidet sich für eines dieser Depots und seine Geldanlage wird dann entsprechend dem zugrunde liegenden Musterportfolio verwaltet. Auf diese Weise kann Whitebox seine Vermögensverwaltung deutlich günstiger anbieten, als ein vergleichbarer Service mit individueller Portfolioerstellung wäre. Das Portfolio wird dauerhaft überwacht und bei Bedarf umgeschichtet.

Das Unternehmen wird von Andreas Sarasin geführt, der zuvor für die Schweizer Privatbank Sarasin & Cie AG (heute Bank J. Safra Sarasin AG) tätig war. Das Anlagekonzept wurde zusammen mit der Morningstar Investment Management Europe Ltd. erarbeitet, die den meisten Fondsanleger ein Begriff sein dürfte.

Whitebox grenzt sich von vielen anderen Robo Advisorn vor allem durch das aktive Risikomanagement ab. Viele andere Anbieter beschränken sich darauf, die Allokation von Zeit zu Zeit wieder dem Verhältnis zu Beginn der Geldanlage anzugleichen. Whitebox setzt hingegen auf aktives Risikomanagement.

Um die Dienste von Whitebox zu nutzen, ist ein Anlagevolumen von 5.000 Euro notwendig. Kunden können den Anfangsbetrag zudem mit einem Sparplan ergänzen, der schon ab 5 Euro monatlich eingerichtet werden kann.

  • 10 unterschiedliche Musterportfolios
  • Geldanlage in ETFs
  • Aktives Risikomanagement mit Monitoring und Rebalancing
  • Anlage ab 5.000 Euro möglich
Geldanlage im Gleichgewicht

Bei Whitebox ist die Geldanlage im Gleichgewicht

3. Art der Geldanlage: Wie investieren Anleger bei Whitebox?

Whitebox setzt aufgrund der Vorteile von Exchange Traded Funds (ETFs) genau auf dieses Finanzprodukt. Stärken von ETFs sind die geringen Kosten, die breite Diversifikation und die Transparenz. Zudem sind sie als Sondervermögen im Insolvenzfall der Fondsgesellschaft geschützt, bieten eine hohe Liquidität und einen einfachen Marktzugang in üblicherweise recht schwer zugängliche Anlagekategorien.

Kunden investieren bei Whitebox gleich in eine ganze Fülle von unterschiedlichen Assetklassen und Märkten. Aktuell ist das Investment in 23 Anlageklassen möglich. Neben Blue Chip-Aktien und Small Caps investieren Kunden auch in Staats-, Unternehmens- oder Inflations-indexierte Anleihen. Auch Geldmarkt und Rohstoffe sind vertreten. Komplettiert wird das Angebot durch Rohstoffe, Gold, Infrastruktur und Immobilen, sodass Whitebox deutlich mehr Märkte abdeckt als für Robo Advisor üblich.

Die ETFs werden nach sinnvollen Kriterien ausgewählt. Das Unternehmen setzt auf eine geringe Gesamtkostenquote und eine hohe Tracking-Genauigkeit, um Indizes möglichst kostengünstig und genau abbilden zu können. Um Kunden jederzeit den günstigen Ausstieg aus der Geldanlage zu ermöglichen, bevorzugt Whitebox zudem Produkte mit hoher Liquidität und dementsprechend geringer Brief-Geld-Spanne. ETFs mit physischer Replikation werden bevorzugt und synthetisch replizierende ETFs kommen nur bei deutlichen Vorteilen in anderen Bereichen zum Einsatz. Außerdem setzt der Robo Advisor bei den Fonds auf Steuereinfachheit und qualitative Elemente, wie sei beim Replikationsprozess von Wichtigkeit sein können.

  • Portfoliozusammenstellung über ETFs
  • Investment in 23 Anlageklassen
  • Transparente Auswahl der ETFs

4. Diese Strategie nutzt der Robo-Advisor Whitebox

Whitebox verfolgt den Ansatz, so passiv wie möglich und so aktiv wie nötig zu sein. Der Robo Advisor setzt auf ETFs, um die Fremdkosten gering zu halten und breit diversifizieren zu können. Auch Whitebox setzt vor allem darauf, die übliche Rendite der Märkte in den Portfolios widerzuspiegeln und versucht nicht, den Markt zu schlagen.

Auf der anderen Seite handelt es sich bei Whitebox allerdings auch um einen der wenigen Robo Advisorn mit aktivem Risikomanagement. Grundsätzlich verfolgt das Unternehmen einen langfristigen Investitionsansatz, was der Konkurrenz oftmals schon ausreicht, um das Risiko zu verringern. Auch wenn dies ein durchaus anerkannter Ansatz ist, geht Whitebox einen Schritt weiter.

So strebt Whitebox danach, das Risiko-Renditeprofil zu optimieren, indem es sogenannte „Schwarze Schwäne“ berücksichtigt. Derartige Ereignisse sind zwar selten und unwahrscheinlich, haben jedoch extreme Konsequenzen. Zudem setzt der digitale Vermögensverwalter einen Value-Ansatz, um bleibenden Kapitalverlust zu vermeiden. Unter Risiko versteht Whitebox nämlich vor allem diese Form des Verlustes und nicht die Volatilität, also die Schwankungen im Wert der Anlage. Dafür legt der Robo Advisor einen Fokus auf unterbewertete, aber fundamental starke Anlagen.

Um das Risiko zu modellieren, kommt der Conditional Value at Risk (CVaR) zum Einsatz, zur Optimierung der Mean-CVaR. Der Anlageprozess wird dauerhaft wiederholt. Es erfolgt eine ständige Überprüfung der Portfolios, wobei auch

  • Aktives Risikomanagement
  • Geldanlage nach Value-Ansatz
  • Risiko als Conditional Value at Risk (CVaR)
Kundenanmeldung Whitebox

Ein Kundenkonto ist in wenigen Minuten angelegt.

5. Der Kundenservice: Unsere Whitebox Erfahrungen

Der Kundenservice von Whitebox steht Montag bis Freitag von 08:00 Uhr bis 22:00 Uhr zur Verfügung. Damit ist Whitebox im Vergleich mit anderen Robo Advisorn deutlich länger erreichbar. Auf den ersten Blick wirkt der Vermögensverwalter allerdings nicht all zu kontaktfreudig.

Anstatt die Kontaktdaten leicht zugänglich zu machen und eine Telefonnummer direkt auf der Startseite aufzuführen, legt Whitebox die Hürde deutlich höher. Nur ganz unten auf der Webseite findet sich ein Link unter „Kontakt“. Einmal angeklickt, müssen Kunden erst ihr Anliegen auswählen und erhalten dann eine Liste von häufigen Fragen zum jeweiligen Themenbereich. Nur wenn die Frage dort nicht beantwortet wird, können sie den Support kontaktieren und erhalten E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Das Unternehmen gibt dabei an, dass E-Mails spätestens nach zwei Werktagen beantwortet werden.

Serviceorientiert wirkt dieses Vorgehen nicht. Auf der anderen Seite hält dieses Verfahren natürlich die Supportkosten günstiger und somit die Gebühren für alle Anleger gering. Grundsätzlich ist es allerdings schöner, wenn Kunden selbst entscheiden können, wie sie ihre Fragen beantworten und eine FAQ-Sektion eher Zusatzservice ist. Immerhin sind die Informationen auf der Webseite sehr ausführlich aufgelistet und gut zu finden, sodass Kunden sich gut und ohne Probleme selbstständig informieren können.

  • Gute Geschäftszeiten zwischen 08:00 und 22:00 Uhr
  • Erreichbar per Telefon und E-Mail
  • FAQ vor Kontaktdaten geschaltet

6. Whitebox mit App für mobiles Investment?

Whitebox bietet als modernes Unternehmen natürlich auch die Möglichkeit, die Geldanlage unterwegs zu verwalten. Dabei bietet der Robo Advisor nicht nur eine responsive Webseite, die die Nutzung von mobilen Endgeräten aus ermöglicht, sondern darüber hinaus auch eine native App für iOS und Android. Die App steht im jeweiligen Store zum kostenfreien Download zur Verfügung. Kunden mit Android-Handys beschweren sich allerdings darüber, dass es sich letztlich nur um eine Version der mobilen Webseite handelt. Die App kommt bei iOS-Usern deutlich besser an. Dementsprechend bewerten Nutzer der iOS-Variante die App aktuell mit 4,5 Sternen, während Android-User nur 3,7 von 5 Sternen vergeben.

Der Funktionsumfang der Apps deckt dabei alle wichtigen Handlungen ab. Anlageziele können neu erfasst oder angepasst werden. Kunden können zudem ihre persönlichen Daten anpassen und auf die wichtigsten Statistiken zugreifen. Hierunter fallen beispielsweise die Aufteilung des aktuellen Portfolios nach Assetklassen, Regionen, Sektoren oder Produkten. Zudem können sie eine grafisch aufbereitete Projektion der Wertentwicklung mit zeit- und geldgewichteter Renditekurve einsehen. Natürlich lassen sich auch alle Konto- und Depotumsätze einsehen oder Nachrichten aufrufen.

  • App für iOS und Android
  • Mobile Webseite auf mobile Endgeräte optimiert
  • Wichtige Funktionen und Statistiken
Whitebox Altervorsorge

Die Whitebox Altervorsorge

7. Gebührenstruktur: Je größer das Investment, umso günstiger

Die Gebühren bei Whitebox hängen vom Anlagevolumen ab. Das Unternehmen staffelt seine Gebühr in sechs Stufen. Unter 30.000 Euro zahlen Kunden eine Jahresgebühr von 0,95 %, ab 30.000 Euro sind es hingegen 0,85 % und ab 50.000 Euro 0,75 %. Noch günstiger ist die Geldanlage ab 100.000 Euro mit 0,60 % Jahresgebühr. Preiswerter als viele andere Robo Advisor wird Whitebox ab einer Anlagesumme von 250.000 Euro. Kunden müssen dann nur noch 0,45 % zahlen. Am günstigsten wird es für Anleger, wenn sie mindestens eine halbe Million Euro investieren. Für sie kostet die Geldanlage dann genauso viel wie für gemeinnützige Stiftungen generell, nämlich nur 0,35 % jährlich.

Zusätzlich müssen Kunden Fremdkosten einkalkulieren. Diese sind aber dank dem Investment in ETFs sehr gering. Kunden müssen mit Gebühren in Höhe von 0,20 Prozent jährlich im Durchschnitt rechnen. Für Transaktionen kommen zu dem durschnittlich 0,02 % Spread-Kosten im Jahr hinzu.

Das Unternehmen ermöglicht zudem, einen sechsmonatigen Test durchzuführen. Die ersten 5.000 Euro Anlagevolumen verwaltet der Robo Advisor kostenfrei. Wer einen Freund wirbt, kann diesen Bonus genauso wie der geworbene Kunde ebenfalls nutzen.

Lobenswert ist in jedem Fall, dass Whitebox sämtliche Kosten sehr transparent und offensichtlich angibt. Auf diese Weise müssen Kunden keine zusätzliche und unerwartete Gebühren tragen. Natürlich sind in der Servicegebühr sämtliche weitere Kosten enthalten, die mit der Geldanlage anfallen. Hierunter fallen neben dem Rebalancing auch die Konto- und Depotführung, Transparenz und Reporting sowie Ein- und Auszahlungen oder die Einrichtung eines Sparplans.

  • Zwischen 0,35 % und 0,95 % Jahresgebühr
  • Zuzüglich 0,20 % Fremdkosten durch Fonds
  • Sechsmonatiger Test möglich
  • Transparenz der Kosten vorbildlich

8. Sicherheit und Regulierung: Whitebox mit BaFin-Lizenz

Whitebox ist ein von der BaFin regulierter Finanzportfolioverwalter. Der Robo Advisor untersteht als der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und wird dementsprechend regelmäßig geprüft. Dennoch kann der Anbieter grundsätzlich nicht auf das Kapital zugreifen, dass Kunden bei Whitebox anlegen.

Depots und Konten der Kunden werden bei der Partnerbank FinTech Group Bank AG mit Sitz in Frankfurt am Main eröffnet und Whitebox könnte sie zu keinem Zeitpunkt für eigene Zwecke nutzen. Ein- und Auszahlungen sind auch für den Kunden nur auf das auf den eigenen Namen lautende Referenzkonto möglich. Auf diese Weise schützt das Unternehmen den Anleger auch vor dem Zugriff von unberechtigten Dritten. Zudem schützt Whitebox die Daten seiner Kunden natürlich auch per TLS-Verschlüsselung, die dem Bankenstandard entspricht. Das Konto ist durch eine User-ID und persönliches Passwort geschützt, eine TAN für Transaktionen wird aufgrund des Referenzkontos als einzig möglicher Ein- und Ausgang nicht genutzt.

  • Whitebox und FinTech Group Bank unterstehen der BaFin
  • Whitebox ist somit regulierter Finanzportfolioverwalter
  • Angebot genügt aktuellen Sicherheitsstandards
Whitebox handelt im Interesse seiner Kunden.

Whitebox handelt im Interesse seiner Kunden.

9. Whitebox als der Renditebringer?

Whitebox gibt die erwartetet Rendite zwischen 1,6 Prozent im Jahr im sicherheitsorientierten Portfolio an, im spekulativsten Falle sind es sogar 7,4 Prozent jährlich. Absolute Zahlen gibt der Robo Advisor nicht an. Stattdessen setzt er auf weitere wichtige Kennzahlungen. So gibt Whitebox zu jedem Portfolio neben der erwarteten Rendite auch VaR, CVaR und Maximum Drawdown seit 2003 an. Zudem gibt es an, wie lange das Portfolio vermutlich benötigen würde, um sich vollständig zu erholen.

Im riskantesten Portfolio beträgt die CVaR 27,9 %, der Maximum Drawdown seit 2003 ganze 49 % und die Zeit bis zur vollständigen Erholung 3,9 Jahre. Im konservativsten Portfolio sind es hingegen 6,9 % CVaR, 6 % Maximum Drawdown und die Zeit bis zur vollständigen Erholung beträgt weniger als ein Dreivierteljahr.

Whitebox im Echtgeldtest ist allerdings fast eine Klasse für sich. Die Rendite ist derzeit deutlich über dem erwartbaren Wert und überrascht mit guten Werten von 5,1 % in der Risikostufe 1 bis zu 24,7 % in der Risikostufe 10. Beobachtungszeitraum für diese Werte sind Januar 2016 bis Juni 2017. Eine ähnliche Wertentwicklung ist natürlich nicht garantiert und hängt vor allem von den Marktentwicklungen ab, allerdings schneidet Whitebox im Vergleich mit anderen getesteten Anbietern hier ganz vorne ab.

  • Rendite je nach Risikostufe zwischen 1,6 und 7,4 % jährlich erwartet
  • Januar 2016 bis Juni 2017: zwischen 51, und 24,7 % Rendite erzielt
  • CVaR zwischen 6 und 27,9 Prozent

10. Was macht Whitebox besonders?

Whitebox zeichnet sich im Gegensatz zu den meisten anderen Robo-Advisorn durch ein aktives Risikomanagement und dem Value-Ansatz aus. Das FinTech möchte auf diese Weise verhindern, dass dauerhafter Kapitalverlust entstehen kann und setzt mit dem Value-Investment auf Grundsätze, die auch der Starinvestor Warren Buffett verfolgt. Auf diese Weise kann das Unternehmen aktuell eine Rendite erzielen, die von anderen digitalen Vermögensverwaltungen über den gleichen Betrachtungszeitraum nicht erreicht werden konnte.

Whitebox richtet sich dabei nur bedingt an Kleinanleger. Anleger können den Dienst erst ab 10.000 Euro nutzen. Zudem ist die Verwaltungsgebühr für Anlagesummen unter 100.000 Euro recht teuer. Allerdings erhalten Kunden im Gegensatz zu den meisten anderen Robo Advisorn auch ein aktives Risikomanagement.

Vorbildlich ist das Unternehmen zudem hinsichtlich der Transparenz. Hier können nur wenig andere Anbieter mithalten. Wer den Service kontaktieren möchte, muss als Interessent hingegen erst den Umweg über die FAQ nehmen. Das mag Kosten sparen und möglicherweise sogar für ein modernes FinTech ein sinnvoller Weg sein, allerdings werden viele dies für schlechteren Service halten, obwohl Whitebox deutlich längere Kontaktzeiten bietet als die Konkurrenz.

  • Aktives Risikomanagement
  • Investment nach Value Ansatz
  • Nur bedingt für Kleinanleger geeignet

11. Das Fazit unseres Whitebox Tests

Whitebox überzeugt aktuell nicht nur durch das Konzept, sondern auch durch die Ergebnisse. Bei der Rendite hängt der Robo Advisor derzeit alle anderen Anbieter ab und auch die zehn Risikostufen sowie die Aufteilung auf einzelne Assetklassen sind sinnvoll gewählt.

Das aktive Risikomanagement hat allerdings auch seinen Preis. Bei Whitebox sind die Gebühren gerade für Kleinanleger eher überdurchschnittlich. Zudem müssen Kunden mindestens 10.000 Euro investieren, sodass die Hürden für Kleinanleger zu hoch sein könnten. Danach sind Sparpläne allerdings schon ab 5 Euro monatlich möglich.

Wer mit Whitebox Erfahrungen machen möchte, bevor er mehr Geld investiert, kann die ersten 5.000 Euro aktuell ohne Verwaltungsgebühren in den ersten sechs Monaten anlegen und danach seine Anlage ausbauen oder wieder liquidieren.

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Whitebox im Test: Bester Robo Advisor für vermögende Kunden? was last modified: Dezember 4th, 2018 by ChrisHabeck01