Solidvest: Lohnt sich der Vermögensverwalter mit Investment in Einzelwerte anstatt ETFs?

Zuletzt aktualisiert: 15.10.2018

Mit Solidvest hat die Vermögensverwaltung DJE Kapital ein eigenes Fintech ins Leben gerufen. Das Angebot nimmt eine Zwischenstellung zwischen Robo-Advisor und klassischer Vermögensverwaltung an und bietet eine Kombination aus menschlicher Erfahrung und umfangreicher Auswertung der zur Verfügung stehenden Daten. Solidvest setzt also nicht nur auf Algorithmen. Ein Unterschied sind zudem die zugrunde liegenden Investmentprodukte. Solidvest investiert vor allem in Einzeltitel und setzt nicht wie andere Anbieter auf Fonds und ETFs.

Dafür ist allerdings auch die Einstiegssumme im Vergleich zu Robo Advisors recht hoch. 25.000 Euro müssen Anleger mindestens mitbringen. Die Verwaltungsgebühren betragen zwischen 1,1 und 1,4 Prozent jährlich zuzüglich Performancegebühren und sind somit deutlich höher als bei vergleichbaren Angeboten.

Das Unternehmen bietet vier unterschiedliche Portfolios mit unterschiedlichem Risiko-/Renditeverhältnis. Damit die Zielallokation bestehen bleiben kann, führt das Unternehmen ein ständiges Monitoring durch und schichtet das Portfolio bei Bedarf um.

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Pro und Contra der Geldanlage bei Solidvest

  • Anderer Ansatz als Robo-Advisor
  • Fundamentale, monetäre und markttechnische Analyse
  • Langjährige Erfahrung des Investment-Teams
  • Viel Transparenz
  • Keine versteckten kosten
  • Aktives Management
  • Ba-Fin reguliert

 

  • Hohe Gebühren
  • Mindestanlage mit 25.000 Euro hoch
  • Keine App
Die Website von Solidvest

Die Website von Solidvest

Sitz und Regulierung: Sitz in Pullach bei München mit BaFin-Lizenz
Art der Geldanlage: Investment in Einzeltitel, vier Risikoklassen
Anlagestrategie: Anlage in starke Einzeltitel anstatt Abdeckung von Märkten
Anlagegüter: Aktien und Anleihen, weltweit
Support: Kontakt per E-Mail, Kontaktformular, Telefon. Von 09:00 bis 19:00 Uhr an Werktagen
Mobiler Zugriff: Keine App, mobile Webseite
Gebührenstruktur: Abhängig vom Anlagevolumen: Zwischen 1,1 und 1,4 % des Anlegevolumens im Jahr
Gewinnbeteiligung: 10 % zusätzlich
Diversifikation: Diversifikation über Risikostruktur und breit gefächerte Anlage in Einzeltitel
Risiko / maximaler Verlust: Abhängig von der Risikostufe, im Ernstfall wie bei jeder Geldanlage Totalverlust möglich
Renditebeispiel: Anleihen 2 % jährlich, Aktien 8 % jährlich
Mindestanlage: Ab 25.000 Euro, kein Sparplan

 

Solidvest – Die Online-Vermögensverwaltung im Überblick

Solidvest ist mit herkömmlichen Robo-Advisors nur bedingt zu vergleichen. Anleger investieren hier nicht möglichst breit gestreut über ETF in ganze Märkte. Stattdessen wählt das Investment-Team von Solidvest gezielt aus einer Vielzahl von Aktien und Anleihen geeignete Investitionsobjekte aus. Dabei können die Mitglieder des Investmentteams nicht nur auf jahrzehntelange Erfahrung zurückgreifen, sondern auch auf Analysen, die Erkenntnisse von über 600 Unternehmensbesuchen im Jahr und Durchleuchtung der finanziellen Umgebung beruhen. Die Aktien und Anleihen, die letztlich im Portfolio landen, sind also handverlesen.

Bei so viel Aufwand ist es allerdings kein Wunder, dass auch die Kosten deutlich höher sind, als Anleger dies bei einem reinen Robo-Advisor der Fall wäre. Je nach Vergleichsanbieter werden die zwei- bis dreifachen Kosten fällig, die Anbieter veranschlagen, die sich vor allem auf Algorithmen verlassen. Auch die Mindestanlagesumme ist mit 25.000 Euro für Kleinanleger ungeeignet.

Im Gegenzug können sich Anleger allerdings nicht nur auf das Investmentteam verlassen, sondern darüber hinaus auch einen Top-Service genießen. Die DJE Kapital AG richtet sich seit jeher an Kunden, die guten Kundenservice voraussetzen und auch das FinTech bietet hochwertigen und gut erreichbaren Service.

Derzeit nicht beworben aber immer noch Teil des Angebots ist, dass Anleger ihre Geldanlage individualisieren können. Verschiedene Spezialthemen können nach eigenen Interessen und Vorlieben ausgewählt werden.

  • Handverlesene Auswahl der Produkte
  • Hohe Gebühren und Mindestanlagesumme
  • Top-Service

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Art der Geldanlage: Wie investieren Anleger im Solidvest?

Anleger investieren bei Solidvest nicht in ETFs oder andere Fonds, wie es bei Robo Advisorn üblich ist. Stattdessen setzt das Unternehmen darauf, seinen Anlegern Portfolios anzubieten, bei denen Kunden direkt in Einzeltitel investieren. Solidvest prüft jeden der infrage kommenden Titel auf Herz und Nieren und führt dazu mehr als 600 Unternehmensgespräche durch.

Im Anschluss daran bleiben etwa 90 Aktien und 70 Anleihen übrig, die dann erneut auf Basis der Selektionskriterien von Solidvest geprüft werden. Die Kriterien beinhalten unter anderem stabiles Wachstum, Substanz, Dividendenrendite, Managementqualität und ein langfristig erfolgsversprechendes Geschäftsmodell.

Welche Einzelwerte derzeit das Auswahlverfahren gewonnen haben, veröffentlicht das Unternehmen nicht, bevor der Kunde das Angebot nicht tatsächlich in Anspruch nimmt. Solidvest bietet allerdings ein Demodepot, in dem eine beispielhafte Zusammensetzung für das gewählte Risiko einsehbar ist.

Je nach Risikoklasse bleiben ungefähr 30 Aktien und 20 Anleihen übrig, die dann den Weg in das Portfolio des Kunden finden. Die Anlagesumme wird dann entsprechend der Zielallokation auf die Einzelwerte aufgeteilt, sodass das Portfolio dennoch verhältnismäßig breit diversifiziert ist. In unserem Beispielportfolio gab es beispielsweise nur zwei Werte, deren Gewichtung knapp über 3 % lag, der Rest befand sich zu geringen Teilen im Depot.

  • Anlage in Einzeltitel
  • Hunderte Aktien und Anleihen durchlaufen Prüfungsprozess
  • Im Portfolio wird die Geldanlage auf bis zu 30 Aktien und 20 Anleihen gestreut
Solidvest - wenige Schritte bis zur Geldanlage

Solidvest – wenige Schritte bis zur Geldanlage

Diese Strategie nutzt der Vermögensverwalter Solidvest

Solidvest setzt inzwischen seit 1974 auf die Einzelwertselektion. Die Auswahl der richtigen Aktien und Anleihen steht also im Fokus der Anlagestrategie. Insgesamt kommen drei Prozessbestandteile zum Einsatz. Solidvest erfasst makroökonomische Zusammenhänge, werte die Geldpolitik aus und beachtet psychologische Aspekte der Marktteilnehmer. Aus mehr als 68.000 Aktien der ganzen Welt bleiben dann nur noch einige Hundert übrig. Dafür führt das Unternehmen eine fundamentale Unternehmensanalyse durch und prüft dabei auch die Qualität des Managements. Der Ansatz ähnelt in dieser Hinsicht dem Warren Buffets. Am Ende stehen die möglichen Einzelwerte also nach einer fundamentalen, monetären und markttechnischen Analyse fest.

Im Anschluss daran wird das Portfolio strukturiert, also Risikoneigung und Anlagedauer festgelegt und das Risikoprofil dementsprechend erstellt und die Einzeltitel entsprechend gewichtet. Nun ist der Punkt erreicht, an dem der Anleger Geld investieren kann. Seine Anlage wird dauerhaft überwacht und bei Bedarf korrigiert.

Das Unternehmen hat dabei auch in schwachen Marktphasen das Ziel, Einzeltitel zu finden, die sich positiver entwickeln als der Markt. Die mögliche Rendite, die der Vermögensverwalter prognostiziert, liegt allerdings nicht wesentlich über den Gewinnen, die Märkte über einen längeren Zeitraum hinweg jährlich erzielen können.

Darüber erlaubt Solidvest auch die Anlage in bestimmte Themengebiete oder Branchen, die Kunden individuell auswählen können.

  • Auswahl der Einzeltitel entscheidend
  • Fundamentale, monetäre und markttechnische Analyse
  • Dauerhaftes Rebalancing

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Der Kundenservice: Unsere Solidvest Erfahrungen

Solidvest zeichnet sich durch einen sehr guten Kundenservice aus. Der Support ist von 09:00 bis 19:00 Uhr erreichbar, womit die Kontaktzeiten auch Berufstätigen entgegenkommen. Der Kundenservice ist per E-Mail, Kontaktformular oder telefonisch erreichbar. Die Erfahrungen mit Solidvest in Bezug auf den Kundenservice sind bei den meisten Kunden positiv. Die Erreichbarkeit wird genauso gelobt wie die Schnelligkeit des Services, seine Freundlichkeit und Kompetenz.

Auch auf der Webseite wird schnell klar, dass das Unternehmen kundenorientiert arbeitet. Alle wichtigen Fragen können innerhalb weniger Mausklicks beantwortet werden, das Angebot ist übersichtlich gehalten und leicht verständlich. Dementsprechend müssen Kunden den Support auch nur dann kontaktieren, wenn sie außergewöhnliche und tiefergehende Fragen haben oder den persönlichen Kontakt schätzen.

Solidvest veranstaltet regelmäßige Infoabende in Großstädten, bei denen sich Interessenten umfangreich informieren können. Drei Stunden sind für einen solchen Abend veranschlagt, sodass danach keine Fragen mehr offen sein sollten. Neben einem einstündigen Vortrag haben Kunden eine weitere halbe Stunde Zeit zu Fragen im Plenum. Danach bleibt die Möglichkeit zum persönlichen Austausch.

Auch auf sozialen Netzwerken ist die Vermögensverwaltung vertreten. Dort informiert es vor allem über das Unternehmen und seine Mitarbeiter und bietet seinen Kunden keine allgemeinen Infos oder sogar einen Blog mit weiterführenden Hintergrundinformationen.

  • Kontakt von 09:00 bis 19:00 Uhr
  • Erreichbar per Telefon, Mail, Kontaktformular
  • Kostenfreie Infoabende in Großstädten

Mobile Verwaltung der Geldanlage bei Solidvest möglich?

Solidvest bietet derzeit leider keine Möglichkeit, eine native Solidvest App zu nutzen. Ein derartiges Angebot besteht weder für Android noch für iOS Handys. Allerdings ist es durchaus möglich, die Webseite mobil mit dem Browser aufzurufen. Dank responsivem Design passt sich die App den Gegebenheiten des Smartphones an und sorgt so dafür, dass Anleger auch unterwegs alle wichtigen Funktionen nutzen können. So können sie ihr Depot einsehen und nach unterschiedlichen Faktoren filtern oder die Geldanlage anpassen.

Auch wenn die mobile Webseite gut funktioniert, gibt es an ein paar Stellen doch ein paar Haken. So verschieben sich beispielsweise die Regler für die Spezialthemen fast unkontrollierbar, wenn der Nutzer versucht zu scrollen. Wir würden deswegen empfehlen, die Geldanlage anfangs über die Webseite abzuschließen, die Verwaltung und Überprüfung des Investments ist über den mobilen Browser allerdings überhaupt kein Problem.

  • Keine mobile App
  • Responsives Design
  • Mobile Webseite mit kleinen Schwächen

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Gebührenstruktur: Solidvest im Vergleich teuer

Hinter Solidvest steckt jede Menge Handarbeit, was sich leider im Preis auch deutlich bemerkbar macht. Das Unternehmen versteht sich als digitale Vermögensverwaltung, die weitaus mehr leistet als ein Robo Advisor. Da zahlreiche Analysen durchgeführt werden müssen, um die Einzeltitel zu selektieren, fällt natürlich deutlich mehr Arbeit an als bei Fonds, die die Märkte möglichst genau und kostengünstig abdecken müssen, wie es die Taktik eines Robo-Advisors wäre.

Das spiegelt sich in den Kosten wieder. Nicht nur, dass Anleger das Investment erst ab 25.000 Euro Mindestanlage nutzen können. Darüber hinaus fallen auch Kosten von 1,4 % p. a. an. An Solidvest entfallen davon 0,9 %, an die Baader Bank als depotführende Partnerbank 0,5 %.

Bei einer Anlagesumme über 100.000 Euro sind es nur noch 1,1 Prozent, wobei Solidvest seinen Betrag auf 0,8 % senkt, die Baader Bank verlangt noch 0,3 %. Durch das Rebalancing entstehen mit großer Wahrscheinlichkeit keine Kosten an. In den Gebühren der Baader Bank sind Kosten enthalten, die mit einem zweimaligen Umschichten im Jahr gleichzusetzen wären.

Hinzu kommt jedoch noch eine Gewinnbeteiligung in Höhe von 10 Prozent. Bei einer Rendite von 8 Prozent würde dies weitere 0,8 Prozent bedeutet, sodass fast 2 Prozent Gebühren anfallen können. Da das Unternehmen dabei nach dem High Watermark Prinzip arbeitet, fallen bei Verlusten unter bestimmten Voraussetzungen keine zusätzlichen Gebühren an.

  • 1,4 % p. a. bei Anlagen zwischen 25.000 Euro und 99.999 Euro
  • 1,1 % p. a. bei Anlagesummen über 100.000 Euro
  • Zusätzliche Gewinnbeteiligung von 10 %

Sicherheit und Regulierung: Solidvest mit BaFin-Lizenz?

Bei Solidvest handelt es sich um einen Teil der DJE Kapital AG, eine der größten Vermögensverwaltungen in Deutschland. Seit mehr als 40 Jahren bietet das Unternehmen seine Dienste inzwischen an. Da überrascht es nicht, dass die Vermögensverwaltung natürlich über eine BaFin-Lizenz verfügt, wovon natürlich auch Solidvest profitieren kann. Das Unternehmen hat somit sämtliche Befugnisse, die mit der Vermögensverwaltung in Verbindung steht und die entsprechende Eignung dafür nachgewiesen.

Auch die depotführende Partnerbank ist natürlich seriös und reguliert. Die Baader Bank ist gern gesehener Partner von Robo-Advisorn und Vermögensverwaltung. Natürlich ist die Bank ebenfalls BaFin-reguliert und dementsprechend auch Mitglied im Einlagensicherungsfonds über die gesetzlich vorgeschriebene Deckungssumme von 100.000 Euro. Diese Summe ist vor allem für Barbestände und Verbindlichkeiten aus Wertpapieren relevant. Anleihen und Aktien verwahrt das Unternehmen für den Kunden nur. Sie bleiben also immer in dessen Besitz und könnten nicht in eine Konkursmasse fließen. Stattdessen hat er ein Herausgabeanspruch. Sollte hingegen Solidvest insolvent werden, so könnte der Kunde einfach auf sein Depot zugreifen. Solidvest hat zu keinem direkten Zeitpunkt Zugriff auf das Geld der Kunden.

  • Teil der DJE Kapital AG
  • BaFin-reguliert
  • Einlagensicherung bis 100.000 Euro
Solidvest erhielt bereits mehrfach Auszeichnungen

Solidvest erhielt bereits mehrfach Auszeichnungen

Wie hoch ist die mögliche Rendite in unserem Solidvest Test?

Solidvest gibt zu keinem Zeitpunkt an, wie hoch die Rendite der unterschiedlichen Portfolios tatsächlich sein könnte. Wer sich für eines der Portfolios entscheiden soll oder möchte, muss bei den Risikofragen natürlich die mögliche Schwankungsbreite akzeptieren, um so sein Risikoprofil zu ermitteln.

In einem Interview mit Solidvest gab Klaus Pfaller, Chef der Vermögensverwaltung allerdings an, mögliche acht Prozent Rendite bei Aktien und zwei Prozent bei Anleihen erzielen zu wollen. Je nach Gewichtung der Portfolios ist dann auch die Rendite dementsprechend kleiner oder größer. Bei 75 Prozent Aktien und 25 Prozent Anleihen könnten Kunden also ungefähr mit einer Rendite von 6,5 Prozent rechnen.

Auf der anderen Seite führt dies natürlich auch dazu, dass sich die Geldanlage vor allem dann lohnt, wenn Kunden bereit sind, mehr Risiko einzugehen. Bei einer Rendite von 2 Prozent in einem Portfolio, das nur aus Anleihen besteht, bleibt nach Abzug der Gebühr nicht mehr, als derzeit auf einem einfachen Tagesgeldkonto zu erhalten wäre. Erst bei einer höheren Rendite ist das Angebot überhaupt wirklich profitabel. Ob es allerdings typischen Robo-Advisorn tatsächlich überlegen sein wird, wird sich erst herausstellen, wenn alle Angebote längere Zeit existieren und auch Krisen überstehen mussten. Hier wird sich erst zeigen, ob es sich lohnt, für die manuelle Verwaltung entsprechende Mehrkosten in Kauf zu nehmen.

  • Anleihen bis zu 2 Prozent Rendite im Jahr
  • Aktien bis zu 8 Prozent Rendite jährlich
  • Hohe Gebühren schmälern Gewinn deutlich

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Was macht Solidvest mit der Online-Vermögensvewaltung anders?

Solidvest wendet ein völlig anderes Grundkonzept an. Das Investment wird in sorgfältig ausgewählte Einzelanlagen getätigt und nicht über den Markt möglichst breit gestreut. Der Anbieter ist also deutlich eher mit einer klassischen Vermögensverwaltung gleichzusetzen, als mit einem Robo Advisor. Die Gemeinsamkeit, die dabei bleibt, ist letztlich eigentlich nur, dass die Kunden je nach Risikofreude auf Musterportfolios aufgeteilt werden, die dann zusammen verwaltet werden.

Daraus ergibt sich leider auch, dass Solidvest deutlich höhere Gebühren veranschlagt als Robo Advisor. Auch Anbieter mit aktivem Risikomanagement sind deutlich günstiger. Auch die hohe Mindestanlage mit 25.000 Euro ist so zu erklären, die höher angesetzt ist als bei den meisten anderen digitalen Vermögensverwaltern.

Da macht die Geldanlage zugleich deutlich verständlicher und auch transparenter als die breite Streuung über ETFs. Wer versucht herauszufinden, in welche Staaten, Branchen oder Unternehmen er über ETFs Geld investiert hat, muss eine Software bemühen, um alle Informationen zu erhalten. Bei Solidvest ist die Geldanlage aufgrund der eingeschränkten Einzeltitel deutlich übersichtlicher und somit auch transparenter.

Während Robo-Advisor in der Regel nur versuchen, die Gewinne der Märkte möglichst kostengünstig zu realisieren, in Trendphasen dadurch jedoch auch Verlust hinnehmen müssen, versucht Solidvest auch in schwachen Marktphasen Unternehmen zu finden, die sich positiv entwickeln.

  • Investment in Einzeltitel
  • Höhere Kosten
  • Soll unabhängiger von Markttrends sein

Das Fazit unseres Solidvest Test

Solidvest nimmt zwischen professioneller Vermögensverwaltung und Robo-Advisor eine Art Bindeglied ein. Es bewegt sich preislich deutlich über den meisten Robo Advisorn, betreibt jedoch auch Stockpicking auf hohem Niveau dank umfangreicher Analysen.

Der Ansatz ist vielversprechend und durchaus überzeugend, die Kosten und die hohe Mindestanlage von 25.000 Euro werden viele jedoch abschrecken. Ob das Unternehmen nach Abzug der Kosten langfristig die Nase gegenüber breit gestreuten Investments in ETFs vorn haben wird, wird die Zeit zeigen. Vor allem in schwachen Marktphasen wird der Vergleich von Solidvest mit Robo Advisorn interessant werden.

Bis dahin eignet sich das Angebot vor allem für Anleger, die den modernen wissenschaftlichen Thesen nicht trauen und ihr Geld lieber einer Vermögensverwaltung mit jahrzehntelanger Erfahrung anvertrauen möchten. Sie erhalten im Gegenzug eine transparente Geldanlage mit gutem Service.

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Solidvest: Lohnt sich der Vermögensverwalter mit Investment in Einzelwerte anstatt ETFs? was last modified: Juli 14th, 2018 by ChrisHabeck01