Cominvest im Test: Comdirect mit Robo-Advisor-Angebot

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 08.11.2018

Comdirect ist die erste etablierte Bank in Deutschland, die auch auf Robo-Advisor setzt und ihren Kunden ein entsprechendes Angebot machen kann. Damit reagiert die Comdirect auf einen der interessantesten Trends der vergangenen Jahre und erweiter ihr Produktangebot sinnvoll. Viele Privatanleger werden zudem ihr Vertrauen eher einer etablierten Direktbank mit mehr als zwei Millionen Kunden schenken als in einem unbekannten Fintech-StartUp. Drei unterschiedliche Varianten sollen jedem Kunden und seinen Erfahrungen entgegenkommen.

Die comdirect bank AG ist ein Tochterunternehmen der Commerzbank und hat sich von Beginn an als moderne Direktbank auf dem Markt positioniert. Das Unternehmen bietet auch heute noch ein kostenloses Girokonto und kann auch beim Online-Brokerage durch niedrige Gebühren und gute Produktauswahl überzeugen. Comdirect betreibt eine eigene Start-up-Garage und bietet einige moderne Service-Dienstleistungen an, die vor allem jüngere Kunden ansprechen, ohne dabei ältere Kunden zu überfordern.

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So präsentiert sich Comdirect auf seiner Webseite

So präsentiert sich Comdirect auf seiner Webseite

1. Pro und Contra der Geldanlage bei der comdirect

  • Drei unterschiedliche Unterstützungsniveaus
  • Mit 3.000 Euro relativ geringe Mindestanlage
  • Auch Anlage in Managed Fonds möglich
  • Kostenloser Vorschlag
  • Gut erreichbarer Service
  • Nur drei Risikostufen
  • Wenig Transparenz
  • Hohe Gebühren
  • Keine App

Der comdirect Steckbrief

Sitz und Regulierung: Sitz in Quickborn, BaFin-Lizenz
Art der Geldanlage: 3 Portfolios mit ETFs, Managed Fonds oder eigener Zusammenstellung
Anlagestrategie: Passive und diversifizierte Anlage mit langfristigem Anlagehorizont
Anlagegüter: Aktien in Asien, Europa und Schwellenländer, Renten aus Europa
Support: Telefonisch, Chat, Rückrufservice oder E-Mail, rund um die Uhr
Mobiler Zugriff: Keine eigene App
Gebührenstruktur: Je nach Mitwirken der comdirect: 0 %, 1,08 % oder 1,5 %
Gewinnbeteiligung: Keine
Diversifikation: Mehr als 4.500 Wertpapiere, auch aktive Fonds im Angebot
Risiko / maximaler Verlust: Abhängig von Anlagedauer, Verluste möglich
Renditebeispiel: Bei 15 Jahren Anlagedauer: zwischen 4,27 und 8 Prozent jährlich, je nach Angebot und Risikobereitschaft
Mindestanlage: 3.000 Euro

2. comdirect im Überblick

comdirect bietet drei unterschiedliche Unterstützungsniveaus an. Bei „Sie für sich“ unterbreitet das Unternehmen seinen Kunden nur einen initialen Anlagevorschlag. Je nach Risiko-Rendite-Profil empfiehlt das Unternehmen dem Kunden eine bestimmte Aufteilung in Basiswerte.

Der Kunde zahlt dann nur die Transaktionskosten für den Kauf der jeweiligen ETFs, allerdings ohne für die Anlageempfehlung zu zahlen. Er erhält von der Comdirect je nach gewünschtem Chancen-Risiko-Verhältnis drei unterschiedliche Portfolios zur Auswahl, wobei er die Fonds frei wählen kann und nicht nur ETFs, sondern auch Managed Fonds oder einen individuellen Mix nutzen kann.

Wer mehr Unterstützung wünscht, kann sich für „Wir gemeinsam“ entscheiden. Hier überwacht die comdirect das Portfolio laufend und weist den Kunden auf Handlungsbedarf hin. Diesen muss dieser jedoch selbstständig realisieren. Hierfür zahlen Kunden mindestens 2,70 monatlich inklusive aller Kosten. Bei „Wir für Sie“ optimiert die comdirect das Portfolio bei Bedarf automatisch und übernimmt also auch die Optimierung. Kunden erhalten diesen Service ab 3,75 Euro monatlich. Dabei handelt es sich letztlich allerdings nur bedingt um ein neues Angebot. Der Service war bereits zuvor unter dem Namen „Anlageberatung Plus“ im Programm. Neu ist allerdings der rein digitale Ablauf, nachdem zuvor auch das Telefon zum Einsatz kam. Zudem wurde die Mindestanlagesumme deutlich gesenkt.

  • Drei unterschiedliche Maße der Mitbestimmung
  • Drei verschiedene Portfolios je nach Risikoneigung
  • Relativ hohe Gebühren

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Comdirect Depot eröffnen

Damit man ein Comdirect Depot eröffnen kann, sind nur wenige Angaben nötig.

3. Art der Geldanlage: Wie investieren Anleger bei der comdirect?

Comdirect bietet aktuell drei unterschiedliche Portfolios an. Kunden können sich zwischen den Portfolios Sicherheitsorientiert, Ausgewogen oder Gewinnorientiert entscheiden. Das Geld wird dabei immer in Fonds, ETFs und ETCs investiert. Bei der geringsten Risikostufe investiert der Anleger vor allem in die Anlageklassen Geldmarkt und Renten, während mit zunehmender Risikofreudigkeit auch Aktien und Rohstoffe abgebildet werden. Die Comdirect bietet dabei mehr als 4.000 Fonds, ETFs und ETCs, die eine entsprechende Diversifizierung ermöglichen.

Warum die comdirect die Fonds und ETFs empfiehlt, die sie empfiehlt, kommuniziert sie nicht offensichtlich. Investiert wird zudem nach Vorschlag der Comdirect ausschließlich in Aktien aus Deutschland (TecDAX), Asien, Emerging Markets sowie Renten aus dem Euroland. Warum das Unternehmen auf wichtige Diversifizierungsmöglichkeiten verzichtet und beispielsweise für sicherheitsorientierte Anleger nicht auf Bluechips umschwenkt oder auch Fonds empfiehlt, die Einzelwerte wie nordamerikanische oder europäische Unternehmen, ist nicht eindeutig. Die Fondsauswahl ist dementsprechend bei comdirect zwar freier, da der Kunde sich sein Portfolio auch selbst zusammenstellen kann. Auf der anderen Seite wird die Auswahl der Basiswerte eingeschränkt, ohne dass comdirect erklären würde, warum.

Natürlich sind letztlich nicht alle Fonds verfügbar, die auf dem deutschen Markt angeboten werden und auch die gebotene Auswahl erklärt das Unternehmen nicht transparent genug. Comdirect gibt lediglich an, die „ranghöchsten“ ETFs und Fonds anzubieten. Ungewöhnlich ist für einen Robo-Advisor auch die geringe Anzahl an Fonds, in die ein Anbieter investiert.

Kunden müssen mindestens 3.000 Euro investieren, um den Anlagedienst nutzen zu können. Eine Mindestvertragslaufzeit besteht nicht, ein möglichst langfristiger Anlagehorizont ist allerdings wie für alle Robo-Advisor empfehlenswert. Auf diese Weise können die üblichen Marktschwankungen durch die generelle Steigerung ausgeglichen werden und das Risiko für Verluste sinkt deutlich.

  • Anlage in ETFs, Managed Fonds oder ETCs
  • Keine Aufklärung über die Wahl der Fonds
  • Fonds teilweise frei wählbar

4. Diese Strategie nutzt der Robo-Advisor

Im Gegensatz zu vielen Robo-Advisorn hält sich die comdirect hinsichtlich der Strategie sehr bedeckt. Wer Hintergrundinformationen haben möchte, muss den Kundenservice kontaktieren. Die Erklärung von Algorithmen, wissenschaftlichen Hintergründen und Theorien spart der Anbieter sich. Er setzt offenkundig darauf, dass Kunden entweder so viel wissen, dass sie die Hintergründe der Anlageempfehlung selbstständig verstehen oder aber der comdirect Bank vertrauen, ohne die Empfehlung zu hinterfragen.

Grundsätzlich setzt auch die comdirect auf kostengünstige Anlage über ETFs und eine breite Diversifizierung. Dass sie nicht wie viele andere Advisor über eine ausgeklügelte Strategie verfügt, liegt sicherlich auch an der breiten Auswahl. So erlaubt die comdirect als einer der wenigen Anbieter auch die Geldanlage in managed Fonds– eine Möglichkeit, die viele Konkurrenzanbieter aufgrund der zusätzlichen Kosten und des Risikofaktors menschliche Entscheidung ausschließen. Der Schwerpunkt liegt also darauf, dem Kunden ein Portfolio vorzustellen, dass seine Risikoneigung abdeckt – wobei comdirect hier deutlich mehr Fragen stellen müsste, um eine sinnvolle Einordnung tatsächlich vornehmen zu können.

Der Kunde erhält mit den Vertragsunterlagen lediglich für Geldinstitute übliche Informationen wie Kurzinformationen zu den angebotenen Produktklassen und deren Risiko. Einen Verweis auf den Algorithmus finden Kunden dann zum ersten Mal im Vertrag, den sie abschließen müssen, um, „Wir für Sie“ zu nutzen. Kunden müssen sich also darüber im Klaren sein, dass keine Menschen ihr Portfolio verwalten. Nach der Ansicht vieler – unter anderem dem Ansatz von Robo-Advisorn – ist dies durchaus ein Vorteil, Kunden könnten jedoch möglicherweise ein anderes Angebot erwarten.

  • Keine Angaben zur Strategie
  • Automatische Vermögensverwaltung
  • Algorithmus überwacht Portfolios
Der Support ist rund um die Uhr erreichbar.

Der Support ist rund um die Uhr erreichbar.

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5. Der Kundenservice: Unsere comdirect Erfahrungen

In inzwischen mehr als 20 Jahren als Direktbank weist Comdirect Erfahrungen hinsichtlich der Beratung und des Services per Telefon und Internet auf, wie kaum ein zweiter Anbieter im Bereich Robo-Advising vorzeigen kann. Dementsprechend könnte die Erreichbarkeit der Bank kaum besser sein. Sie ist an sieben Tagen in der Woche und 24 Stunden am Tag erreichbar. Das Unternehmen bietet nicht nur eine Telefon-Hotline, die Kunden kostenfrei nutzen können und rund um die Uhr kontaktiert werden kann. Darüber hinaus können Kunden auch den Rückrufservice oder ein Kontaktformular nutzen. Komplettiert wird das Angebot nicht nur durch einen Live-Chat, sondern auch durch einen Video-Chat. Zudem existiert eine Community mit diversen Foren und anderen Funktionen, die den Austausch der Kunden untereinander ermöglichen.

Der Kundenservice gibt zudem nach den comdirect Erfahrungen der Kunden nur äußerst selten Anlass zur Klage. Üblicherweise wird er als sehr schnell und kompetent wahrgenommen. Die Servicearbeiter sind freundlich und auch die Abläufe im Hintergrund funktionieren üblicherweise reibungslos und schnell, sodass die Zufriedenheit mit dem Kundenservice der comdirect sehr hoch ist.

Bei der Übersicht und Verständlichkeit der Webseite schneidet die comdirect im Vergleich mit Robo-Advisorn jedoch nicht all zu gut ab. Dies liegt zum einen an den vielen anderen Produkten, die die Bank außerdem im Angebot hat. Das überdeckt, dass die comdirect zu cominvest nicht genügend Angaben übersichtlich genug bereithält. Viele der modernen Robo-Advisor informieren einfacher und klarer.

  • Hervorragende Erreichbarkeit
  • Hotline rund um die Uhr
  • Rückrufservice, Kontaktformular, Video- und Live-Chat

6. Mobile Verwaltung des comdirect Depot möglich?

Die comdirect stellt das Angebot der cominvest nicht als eigenständige App bereit. Ein derartiges Angebot findet sich weder im Google Play Store noch unter Apples iTunes. Natürlich hat die Comdirect diverse Apps im Angebot, die grundsätzlich auch die Verwaltung des Depots ermöglichen. Eine gesonderte Funktion für cominvest konnten wir in unserem Robo-Advisor-Test von comdirect hingegen nicht finden.

Ohnehin hängt comdirect bei seiner App vermutlich dem hinterher, was Kunden von einer modernen Direktbank erwarten würden. Nur 3,3 von 5 Sternen im Google Play Store sprechen dafür, dass viele Kunden eher negative Erfahrungen mit comdirect in Bezug auf die mobile Nutzung machen mussten. Allerdings hat die Direktbank darauf bereits reagiert und überarbeitet die App derzeit grundlegend. Wie cominvest in der neuen comdirect App nutzbar sein wird, bleibt abzuwarten. Bislang sind die Möglichkeiten des mobilen Investments über cominvest in jedem Fall nicht ausreichend.

  • Keine App für cominvest
  • Comdirect App mit Verbesserungspotenzial
  • App wird grundlegend überarbeitet
Comdirect persönlicher Bereich Musterdepot

Über den Zugangsbereich gelangt man in den persönlichen Bereich des Musterdepots.

7. Gebührenstruktur: Robo-Advisor von comdirect teuer

Ein Blick auf die Gebühren offenbart schnell, dass cominvest im Vergleich mit anderen Robo-Advisorn zu den teuersten Anbietern gehört. Möglicherweise profitiert comdirect hierbei so stark von Bestandskunden, die sich über die üblichen Kosten für derartige Dienste nicht informieren, dass das Angebot trotz der vergleichsweise hohen Preise genutzt wird.

Cominvest staffelt die Gebühren je nach dem Grad der Unterstützung, die der Anleger anfordert. „Sie für sich“ ist beispielsweise vollkommen kostenfrei. „Wir gemeinsam“ kostet derzeit 1,08 Prozent der Anlagesumme und „Wir für Sie“ schlägt mit 1,5 Prozent zu Buche. Damit ist das Unternehmen nach unserer aktuellen Datenlage der teuerste Robo-Advisor. Das gilt umso mehr, da die Konkurrenz üblicherweise einen abgespeckten Service wie bei „Wir gemeinsam“ überhaupt nicht anbietet. Wer sich für cominvest entscheidet, zahlt gut 35 Prozent mehr als beim zweit-teuersten Anbieter, wenn die Transaktionskosten eingerechnet werden.

Die Transaktionskosten sind bei cominvest immerhin in dem Pauschalbetrag enthalten. Über die Fondskosten, die natürlich noch hinzukommen, macht das Unternehmen keine Aussagen und weist bedauerlicherweise auch nicht darauf hin.

  • 1,5 Prozent des Anlagevolumens im Jahr inklusive Transaktionskosten
  • Bei eigenständiger Anpassung 1,08 Prozent jährlich
  • Comdirect ist der derzeit teuerste Robo-Advisor

8. Sicherheit und Regulierung: comdirect mit BaFin-Lizenz

Comdirect ist eine Vollbank mit Erfahrung und natürlich BaFin-lizenziert. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Quickborn und wird dementsprechend auch von der deutschen Finanzaufsicht überprüft. Die comdirect hat sich inzwischen einen Namen als seriöse Direktbank gemacht und arbeitet genauso zuverlässig wie die Muttergesellschaft Commerzbank.

Die Comdirect ist deswegen natürlich auch Mitglied in der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH. Dort sind bis zu 100.000 Euro je Kunde und Bank abgesichert. Darüber hinaus ist das Unternehmen auch Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken, über den noch einmal mehr als 70 Millionen Euro je Kunde abgesichert sind. ETFs, ETCs und Fonds gehören zudem als Sondervermögen nicht zu diesem Betrag, sondern sind darüber hinaus in einer Insolvenz nicht betroffen.

Als einer der ersten Banken mit professionellem Online Banking ist die Bank natürlich hinsichtlich Datenschutz und IT-Sicherheit erfahren. Der Zugang zum Konto erfolgt über sichere TAN-Mechanismen. Für alle Datenübertragungen nutzt das Unternehmen moderne SSL-Technologie und verhindert so, dass Dritte auf die Daten zugreifen können.

  • Comdirect untersteht der Aufsicht der BaFin
  • Einlagensicherung bis zu über 70 Millionen Euro
  • Moderne SSL-Technologie

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9. Wie hoch ist die mögliche Rendite im comdirect Test?

Die mögliche Rendite hängt von verschiedenen Faktoren ab. Neben dem gewählten Risiko und der Anlagedauer ist auch entscheidend, für welches Angebot der Comdirect sich der Kunde entscheidet und wie viel Gebühren er dementsprechend zahlen muss. Comdirect beziffert die erwartete Rendite im sicherheitsorientierten Portfolio bei einem Anlagezeitraum von 15 Jahren auf 6,9 % p. a., im ausgewogenen Portfolio auf 7,3 % p. a. und im gewinnorientierten Portfolio auf 8 % p. a. Die Daten basieren auf den Kursverlauf der letzten 15 Jahre.

Im Angebot „Wir für Sie“ machen sich die Kosten der Überwachung und des Re-Balancing im Vergleich deutlich bemerkbar. So können Anleger im Portfolio „Sicherheitsorientiert“ nur noch mit 4,27 % p. a., im Portfolio „Ausgewogen“ mit 6,87 % p. a. und im Portfolio „Gewinnorientiert“ mit 7,33 % rechnen.

Das macht in allen Portfolios einen deutlichen Unterschied. Als Grundlage nehmen wir eine Anlagesumme von 10.000 Euro und einem Zeitraum von 15 Jahren an. Mit Hilfe hätten Kunden 28.887 Euro Anlagebetrag im gewinnorientierten Portfolio erreicht, im sicherheitsorientierten Portfolio wären es 18.719 Euro. Ohne Hilfe wären es 31.519 Euro im gewinnorientierten Portfolio und 27.093 Euro im sicherheitsorientierten. Mit deutlich weniger Risiko könnten Anleger also ein ähnliches Ergebnis erzielen, wenn sie ihre Anlage selbst kontrollieren – allerdings erfordert dies natürlich auch viel mehr Zeit und Beschäftigung mit der Geldanlage.

Bedauerlich ist, dass das Unternehmen bei der Gewinnprognose nicht auf eventuelle Verlustmöglichkeiten eingeht, sondern lediglich auf vergangene Kursverläufe verweist.

  • Ohne Hilfe: Rendite zwischen 6,9 und 8 Prozent jährlich
  • Mit Hilfe: Rendite zwischen 4,27 und 7,33 Prozent jährlich
  • Deutliche Unterschiede in der Langzeitprognose
Bei Comdirekt kann man ETFs ab 0 Euro ordern.

Bei Comdirekt kann man ETFs ab 0 Euro ordern.

10. Was macht comdirect besonders?

Comdirect bietet ohne Frage in besonderes Konzept an, das so von keinem anderen Robo-Advisor angeboten wird. Die Staffelung, in der der Kunde je nach eigenen Vorstellungen einfach nur Ratschläge von Comdirect entgegen nehmen kann oder dem Unternehmen die komplette Vermögensverwaltung überträgt, kommt sicherlich vielen Privatanlegern entgegen. Auch die Möglichkeit, Fonds selbst zu wählen dürfte für viele Anleger ein interessantes Konzept sein, zumal auch aktiv gemanagte Fonds genutzt werden können.

Die Comdirect zeichnet sich gegenüber den herkömmlichen Robo-Advisorn auch dadurch aus, es sich um etablierte Vollbank mit vielseitigem Produktangebot und umfangreichen und gut erreichbaren Service und nicht um ein aufstrebendes StartUp handelt. Für viele dürfte dies ein deutlicher Pluspunkt hinsichtlich des Vertrauens sorgen. Es handelt sich nicht um ein FinTech, das mit einer Partnerbank zusammenarbeiten muss, sondern bei der Comdirect kommt alles aus einer Hand.

  • Wahlmöglichkeiten hinsichtlich Mitbestimmung
  • Auch aktive Fonds auswählbar
  • Vollbank

11. Das Fazit unseres comdirect Tests

Die comdirect ist im Vergleich mit vielen anderen Robo-Advisorn deutlich teurer. Darunter leidet die Rendite vor allem in langfristiger Hinsicht deutlich. Zudem fehlt Transparenz bezüglich der Strategie und der Auswahl der Fonds. Anleger würden sicherlich auch die Möglichkeit wünschen, in europäische oder nordamerikanische Aktien zu investieren. Viele Kunden dürften zudem eine App vermissen. Dafür glänzt die Comdirect im cominvest Test mit einem hervorragenden Kundenservice, einer umfangreichen Einlagensicherung und dem umfassenden Produktangebot als Vollbank.

Schade ist, dass Kunden nur zwischen drei Risikostufen entscheiden können und die Aufteilung auf sehr wenige Fonds vorgeschrieben ist. Zudem könnten einige Fragen zur Risikobereitschaft sicherlich die Einteilung verbessern und für Kunden verständlicher machen. Lobenswert ist die geringe Mindestanlage von 3.000 Euro.

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Cominvest im Test: Comdirect mit Robo-Advisor-Angebot was last modified: November 16th, 2018 by ChrisHabeck01