Risiko bei binären Optionen absichern – geht das für Forex Trader?

Risiko bei binären Optionen absichern

Niemand handelt mit binären Optionen, um damit einen Verlust zu erzielen. An der Börse steht immer die Gewinnmaximierung an erster Stelle. Da sich die Kurse jedoch nicht immer wie gewünscht entwickeln, gibt es dabei immer Gewinner und Verlierer. Dagegen sind Win-Win-Situationen auf dem Kapitalmarkt eher selten. Gleiches gilt auch für den digitalen Handel und insbesondere für das Trading mit binären Optionen. Ein sicheres Trading ist hierbei nicht möglich, allerdings kann das Risiko durchaus minimiert werden.

Risikomanagement ist das A und O

Wer neu in den Handel mit binären Optionen einsteigt, sollte sich zunächst Gedanken darüber machen, wo und wie getradet werden soll. Die Verbreitung über das Internet hat dafür gesorgt, dass binäre Optionen ihr exklusives Image verloren haben. Ein Zugang zum Internet reicht aus und schon kann es losgehen. Mit wenigen Schritten ist ein Konto eröffnet, wobei sich das benötigte Guthaben bei binären Optionen in Grenzen hält. Mit der zunehmenden Popularität hat sich nicht nur die Zahl der Broker erhöht. Es gibt zudem eine Vielzahl von Foren, Webseiten und Software rund um das Thema binäre Optionen. Dabei wird oftmals damit geworben, dass Händler ohne Probleme Tausende von Euro pro Monat verdienen können. Was dabei jedoch verschwiegen wird, ist, dass 95 Prozent der Einsteiger zunächst einmal nichts verdienen.

Hauptgrund dafür ist, dass die Mehrzahl der neuen Händler ihr Risikomanagement komplett vernachlässigen. Um zu den 5 Prozent der Gewinner zu gehören, sollte man sich vor dem Handeln ausführlich mit den möglichen Risiken befassen und sich ein Risikomanagement zurechtlegen.

Was gehört zum Risikomanagement?

Diese Frage lässt sich nicht einheitlich beantworten. Das passende Risikomanagement hängt immer vom jeweiligen Händler ab. Allerdings gibt es einige Kriterien, welche generell für alle Trader gelten. Zunächst einmal sollte sich jeder Händler im Klaren sein, dass Spekulationen an den Finanzmärkten immer auch zu Verlusten führen können. Würden alle Trader Geld verdienen ohne Risiko, dann wären die Märkte schnell am Ende. Zudem würden alle Menschen ihren Tag nur noch mit Handeln verbringen. Das Risiko ist also entscheidend dafür verantwortlich, dass Märkte sich finanzieren. Wie der Händler dieses Managements agiert, ist entscheidend für seinen Erfolg.

Warum fällt es neuen Händler schwer, Gewinne zu erzielen?

Ein Grund, dass nur 5 Prozent der Einsteiger erfolgreich in den Handel steigen, besteht darin, dass sich die erfolglosen Händler nur auf mögliche Gewinne konzentrieren. Dies liegt unter anderem daran, dass bei Brokern ebenso wie auf Plattformen oder in Ratgebern teilweise utopische Renditen in den Raum gestellt werden. Gewinne lassen sich natürlich besser verkaufen als Verluste, weshalb einige Broker auf wichtige Informationen zum Risikomanagement verzichten. Neulinge starten so mit viel Euphorie in den Handel, die jedoch schnell nachlässt, wenn sich das Startguthaben immer weiter verringert. Statt sich auf die möglichen Gewinne zu konzentrieren sollten  Händler besser auf ihr Risikomanagement achten. So steigen die Chancen auf langfristig erfolgreiche Geschäfte.

Mit Risiko beginnen und Gewinne langsam steigern

Für Einsteiger klingt der Begriff Risikomanagement zumeist etwas langweilig. Schließlich will man direkt loslegen und Gewinne erzielen. Es ist allerdings die einzige Möglichkeit, um mit binären Optionen langfristig Erfolg zu haben. Der Hauptgrund für Verluste ist, dass Händler ihr Risiko vernachlässigen, mit Emotionen handeln und keine Strategie verfolgen. Dies sorgt dann recht schnell für ein leeres Konto und jede Menge Frust. Bevor es an die Entwicklung von individuellen Risikomanagement Strategien geht, sollte zunächst ein Blick auf die Möglichkeiten geworfen werden, mit denen das Risikomanagement die Gewinnchancen erhöht. Hierzu im Folgenden einige Tipps.

 

risiko bei binären optionen

 

Tipp 1: Ersteinzahlung begrenzen

Um mit dem Handel von binären Optionen zu starten, verlangen die meisten Broker eine gewisse Mindesteinzahlung. Diese sind im Vergleich zum zur Verfügung stehenden Kapital oftmals sehr gering. Deshalb machen viele Trader den Fehler, ihr gesamtes Kapital einzuzahlen und direkt mit dem Handel zu beginnen. Besser ist es jedoch, die Funktionen und Leistungen eines Brokers zunächst mit einer kleineren Einzahlung zu testen. Läuft alles gut, können dann höhere Einzahlungen getätigt werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass alles Geld bei einem schlechten Broker investiert wird und dieser vielleicht die erste Einzahlung nicht mehr erstattet.

Tipp 2: Proportional zum Guthaben und unabhängig von möglichen Renditen investieren

Erstes Ziel beim Risikomanagement ist es, das eigene Kapital zu schützen. Hierzu ist es wichtig, mögliche Verluste bereits im Vorfeld zu begrenzen. Diese Vorgehensweise wird auch als proportionaler Handel bezeichnet und ist für einen erfolgreichen Handel unabdingbar. Zunächst muss eine Entscheidung getroffen werden, welcher Prozentsatz des Guthabens für eine einzelne Option eingesetzt wird. Professionelle Händler setzen in der Regel nicht mehr als zwei Prozent des vorhandenen Kapitals ein, sodass es auch bei mehreren verlorenen Trades noch nicht aufgebraucht ist. Dies erscheint neuen Händlern oftmals als zu wenig, jedoch gibt es dadurch Möglichkeiten, mit denen sich so innerhalb kürzester Zeit erfolgreiche Trades realisieren lassen.

Beim Handel mit binären Optionen gibt es immer wieder die Versuchung, den Einsatz bei auf den ersten Blick sicheren Trades zu erhöhen. Diesen Fehler begehen so gut wie alle neuen Händler. Da es generell keine sicheren Trades gibt, ist es wichtig, das Risiko bei jeder Option und allen Strategien zu begrenzen. Ein Brechen dieser Regel wirkt sich nicht nur ungünstig auf die Disziplin des Händlers aus, es sorgt auch dafür, dass die Zunahme des Guthabens auf dem Handelskonto nicht korrekt überprüft werden kann.

Tipp 3: Nicht zu viele Optionen auf einmal handeln

Der Handel mit binären Optionen ist aufregend und viele Händler erliegen der Versuchung, mehr Trades abzuschließen, als sie eigentlich wollten. Es erfordert etwas Erfahrung und jede Menge Disziplin, nur die Trades abzuschließen, welche aufgrund der gewählten Strategie die besten Erfolgschancen versprechen. Wer permanent auf dem Markt aktiv ist, riskiert mehrere Verluste gleichzeitig.

Einsteiger sollten am besten mit längeren Trades, beispielsweise mit stündlichen oder täglichen Ablaufzeiten, beginnen. Dies sorgt automatisch für einen begrenzten Handel. Mit zunehmender Erfahrungen können Händler sich dann auch an Optionen mit Ablaufzeiten von 5 Minuten oder weniger heranwagen.

Tipp 4: Positionen nicht über Nacht halten

Der Online Handel bietet rund um die Uhr Zugriff auf eine Vielzahl von Märkten. Allerdings ist damit auch ein gewisses Risiko verbunden. Schließlich ist es kaum möglich, alle Märkte 24 Stunden im Blick zu halten. Wer kurzfristige Positionen über Nacht behält, geht das Risiko ein, dass sich der Kurs aufgrund von Ereignissen am anderen Ende der Welt plötzlich ändert. Dies gilt insbesondere für Rohstoffe sowie Währungen, welche rund um die Uhr gehandelt werden können. Die Kurse reagieren sehr sensibel auf Wirtschaftsdaten und andere Nachrichten. Aktien können ebenfalls sehr volatil sein. Wer kurzfristige Positionen handelt, sollte sich dieser Risiken immer bewusst sein. Aus diesem Grund sind Stop-Loss-Order hier eine wichtige Strategie beim Risikomanagement.

Tipp 5: Den richtigen Broker finden

Auch wenn die Angebote der verschiedenen Online Broker durchaus ähnlich klingen, gibt es mitunter deutliche Unterschiede beim möglichen Risikomanagement. Diese betreffen, neben den verfügbaren Märkten, auch die Höhe der Spreads, Verfallszeiten sowie die zum Handeln verfügbare Software. Auch was Bonusbedingungen, die Qualität des Supports oder Handelslimits betrifft, unterscheiden sich die Broker. Deshalb ist die Wahl des für den eigenen Bedarf passenden Brokers von großer Bedeutung. Unser umfassender Vergleich mit Erfahrungsberichten zu den einzelnen Anbietern ist eine große Hilfe bei der Entscheidung. Mittlerweile bieten einige Broker für Neukunden ein kostenloses Demokonto an, mit welchen sich alle Funktionen ausführlich testen lassen, so dass man als Beginner kein Risiko bei binären Optionen hat.

Verlustbegrenzung als Standard

Die Mehrzahl der Broker für binäre Optionen bietet für Händler die Möglichkeit einer Verlustbegrenzung. Dadurch ist bei einem negativen Verlauf der Option ein gewisser Teil des eingesetzten Kapitals geschützt. Je nach Broker ist eine Verlustbegrenzung zwischen 5 und 15 Prozent möglich. Bei einigen Tools wie dem „OptionBuilder“ von BDSwiss bereits standardmäßig integriert. Diese bieten teilweise sogar Verlustabgrenzungen zwischen 60 und 80 Prozent an.

 

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Mit dem Tool lässt sich eine Option nach individuellen Wünschen gestalten. Anleger können unter anderem Laufzeit, Zielkurs, Basiswert und Verlustabsicherung einstellen. Wer sich für eine hohe Verlustabsicherung entscheidet, muss jedoch Einschränkungen beim möglichen Gewinn in Kauf nehmen. Dennoch sind Verlustabsicherungen äußerst sinnvoll und sollten in jedem Fall in Anspruch genommen werden. Dies gilt vor allem bei einer unsicheren Marktsituation sowie bei Trades, welche gegen einen Trend gesetzt werden.

Gewinne durch eine vorzeitige Rückgabe sichern

Bei einigen Brokern können Händler eine Option vorzeitig wieder verkaufen. Auf diese Weise lassen sich bereits erzielte Gewinne sichern, falls sich ein Trendwechsel abzeichnet. Zwar erhalten Trader in diesem Fall nicht der komplette Gewinn ausbezahlt, eine kleinere Rendite ist jedoch immer noch besser als ein Totalverlust. Eine weitere Möglichkeit, um Verluste zu vermeiden, bietet die Funktion „Roll forward“. Mit dieser lässt sich eine Option verlängern, falls diese zum Verfallszeitpunkt aus dem Geld gelaufen ist. Trader sollten diese Möglichkeit jedoch nur dann nutzen, wenn Sie sich sicher sind, dass es zu auch tatsächlich zu einer Trendwende kommt. Die richtige Nutzung der verschiedenen Funktionen setzt einiges an Erfahrung voraus und sollte deshalb mit einem Demokonto zunächst geübt werden.

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Binäre Optionen sind kein Glücksspiel

Von Kritikern wird der Handel mit binären Optionen oftmals als Glücksspiel bezeichnet. Allerdings gibt es hier doch einige deutliche Unterschiede. So lässt sich das Lotto spielen weder erlernen noch gibt es hierfür eine echte Strategie. Auch eine teilweise Rückzahlung des Einsatzes ist bei Glücksspielen nicht vorgesehen. Binäre Optionen beruhen auf Börsendaten und durch einen sinnvollen Einsatz der vorhandenen Optionen lässt sich das Risiko bei binären Optionen deutlich minimieren.

Expertentipp:

Risiko-Management ist ein großes Thema und ein wichtiger Punkt, der bei einem Trader an erster Stelle stehen sollte. Eine optimale Grundlage, den Handel mit binären Optionen erst einmal zu testen, bietet das kostenfreie Demokonto.

Weiter zum Broker Vergleich für binäre Optionen

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Risiko bei binären Optionen absichern – geht das für Forex Trader? was last modified: August 5th, 2016 by Deutsche Forex Broker

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