Konsumentenkredit für Forex-Handel: Zu riskant oder clever?

Der Forex-Handel erfreut sich seit vielen Jahren immer größerer Beliebtheit und das nicht nur bei Spezialisten, sondern zunehmend auch bei Privatpersonen. Doch, was steckt hinter dem Begriff „Forex“? Was ist der Forex genau? Welche Vorteile und Nachteile tun sich beim Forex-Handel auf? Und ist es ratsam, den Forex-Handel mit einem Konsumentenkredit abzudecken? Diese Fragen und viele weitere Fragen stehen beim Forex-Handel immer wieder im Mittelpunkt und sollen nun im nachfolgenden Beitrag mit Antworten bestückt werden.

In diesem Fachbeitrag wird aufgeklärt, was der Forex ist und welche Vorteile bzw. Nachteile möglich sind. Zudem wird geklärt, welche Risiken auf Anleger warten. Zusätzlich soll die Frage, ob sich die Finanzierung des Forex-Handels mit einem Konsumentenkredit bzw. Ratenkredit lohnt, beantwortet werden.

Was ist der Forex?

Forex ist eine Abkürzung, die für Forex Exchange steht. Der Forex steht für den Handel mit Devisen. Beim Forex-Handel wird also auf die Kursentwicklung einer Währung, beispielsweise dem Dollar oder dem Euro spekuliert.

Grundsätzlich versuchen Investoren bei einem Währungshandel immer, aus den stetigen Kursschwankungen einen Profit herauszuschlagen. Da diese Kursschwankungen aber sehr gering sind, wird immer wieder versucht, einen größeren Finanzhebel einzusetzen. Wird das Ganze technisch betrachtet, dann gleicht eine Handlung auf dem Forex-Markt einer Kreditaufnahme und einer Geldanlage in Kombination.

Eines der wichtigsten Währungspaare im Devisenhandel ist das EUR/USD. Setzt ein Investor nun beispielsweise auf eine Longposition im EUR/USD, spekuliert dieser darauf, dass der Euro gegenüber dem Dollar steigt.

Was ist eine Devise genau?

Der Begriff Devise stammt aus dem Bankwesen und bezeichnet ein ausländisches Zahlungsmittel. Devisen werden oft auch als „Sorten“ bezeichnet. Devisen befinden sich oftmals elektronisch auf einem Bankkonto oder können mittels eines Schecks übertragen werden. Für ein besseres Verständnis kann die Devise auch so erklärt werden: „Bei einer Währung besitzt der Anleger einen Geldschein, bei den Devisen erfolgt der Handel auf dem elektronischen Wege.“

Was sagen die Währungskurse im Devisenhandel aus?

Im Devisenhandel sind für die Währungskurse zwei verschiedene Begriffe geläufig:

  • der Wechselkurs
  • der Devisenkurs

Beide Begriffe drücken immer den Wert einer Währung bezüglich einer anderen Währung aus. Der Wechselkurs ist immer der Preis einer Währung in einer ausländischen Währung für eine inländische Währung. Interessant ist der Wechselkurs in der Regel nur für Reisende.

Der Devisenkurs hingegen ist der Preis einer ausländischen Währung für die Einheit in inländischer Währung. Die beiden Begriffe unterscheiden sich also lediglich in der Betrachtungsweise voneinander.

Mischung von Devisen - Konsumentkredit in verschieden Währungen - Forex Trading und Handel

Wie können private Anleger mit Devisen handeln?

Für private Anleger stehen viele Bereiche und Möglichkeiten im Devisenhandel offen. Der private Anleger kann mithilfe von Derivaten, z.B. Währungs- oder Basket-Zertifikate mit unterschiedlichen Währungspaaren und Währungskörben handeln. Da hierbei jedoch zahlreiche Kosten auf die Anleger zukommen, empfehlen Experten immer wieder den direkten Handel an der Forex, als Alternative.

Um am Forex handeln zu können, ist ein Depot bei einem spezialisierten Broker (Forex-Broker) von Nöten. Teilnehmer am Devisenhandel sollten den Forex-Handel jedoch niemals mit einem Kredit finanzieren. Warum?

Wer kann am Devisenhandel teilnehmen?

Marktteilnehmer können indirekt und direkt am Devisenmarkt teilnehmen. Privatpersonen, die bei einer Bank US-Dollar abheben oder tauschen, nehmen bereits indirekt am Devisenmarkt teil. Wird der Handel technisch betrachtet, beginnt dieser erst mit der Eröffnung einer Position in einem Währungspaar.

Welche Vorteile bietet der Devisenhandel?

Der Devisenhandel ist einer der sichersten Handelsmärkte, da er eine gewisse Größe und eine hohe Liquidität aufweist. Der Devisenhandel gilt demnach als besonders gerecht. Beim Devisenhandel ist es nahezu komplett unmöglich, ein Währungspaar in eine bestimmte Richtung zu drücken. Das bedeutet also, dass bei einem Devisenhandel keine Manipulation durch einen Anleger vorgenommen werden kann.

Natürlich lässt sich mit einem Devisenhandel auch einiges an Gewinn erwirtschaften, wenn die richtigen Wege in Betracht gezogen werden.

Welche Chancen und Risiken bieten sich mit dem Forex-Handel?

Am Devisenmarkt oder beim Forex-Handel können mit wenigen Einsätzen bereits riesige Summen erwirtschaftet werden, was bereits als Chance schlechthin gilt. Dabei spielen aber zwei entscheidende Faktoren eine Rolle.

  • der Hebel
  • die Margin

Bei der Margin handelt es sich um eine Sicherheitsleistung, die beim Forex-Broker hinterlegt werden muss. Das Hebelverhältnis ist dabei uninteressant. Wird beispielsweise eine Position über Nacht gehalten, kann der Trader am Morgen einen Zinsgewinn oder Zinsverlust registrieren. Das Risiko, welches bei einem Devisenhandel entstehen kann, wird immer höher, wenn der Hebel zu groß gewählt wird. Grundsätzlich ermöglicht ein hoher Hebel zwar große Gewinne, kann jedoch in einer ungünstigen Lage auch einen hohen Verlust bedeuten. Deswegen ist unbedingt auf das Verhältnis zu achten.

Der Konsumentenkredit als Finanzierungsmöglichkeit für den Forex-Handel

Der Konsumentenkredit ist ein reiner Ratenkredit, der von jeder Bank an Privatpersonen vergeben werden kann. Der Konsumentenkredit, wie er von Konsumentenkredit24.com angeboten wird, ist nicht an eine bestimmte Anschaffung gebunden, der Verwendungszweck kann frei gewählt oder gar ignoriert werden.

Bevor ein Konsumentenkredit in Betracht gezogen wird, sollte der Konsumkredit mit einem Vergleich für Konsumentenkredite gegenübergestellt werden. Ein Rechner kann diesen Vergleich ohne weitere Probleme durchführen und zugleich offenlegen, welcher Konsumentenkredit die besten Konditionen aufweist. Ein Konsumentenkredit kann zwar für alle Bereiche eingesetzt werden, so auch für den Devisenhandel, trotzdem raten viele Experten von einer solchen Verwendung ab.

Denn auch wenn der Devisenhandel als eine sichere Alternative zum Aktienmarkt gilt und mit dem Forex-Handel große Gewinne erzielt werden können, so sollte dieses Vorhaben nicht durch einen Kredit finanziert werden. Der Devisenhandel bietet hohe Chancen auf einen Gewinn, kann aber auch schnell hohe Verluste hervorrufen.

Werden nun keine Gewinne, sondern Verluste, durch den Devisenhandel erzielt, verliert der Anleger nicht nur sein Kapital, sondern bekommt am Ende eine auf lange Frist monatliche Ratenzahlung für den Konsumkredit als Belastung dazu. Damit verliert der Anleger gleichermaßen doppelt. Praktisch betrachtet ist es natürlich möglich mit einem Konsumkredit, der von jeder Bank angeboten wird, den Devisenhandel zu betreiben, jedoch ist es durch die steigenden Risiken, nicht zu empfehlen.

Die zwei Arten von Risiken im Forex-Handel

Im Devisen-Sektor gibt es zwei Arten von Risiken, die vor der Inanspruchnahme eines Konsumentenkredits für den Forex-Handel betrachtet werden sollten. Man spricht von einem:

  • Spezifischen Risiko
  • Systematischen Risiko

Vom spezifischen Risiko werden immer nur einige Währungen oder Währungspaare betroffen sein. Kommt ein solches Risiko vor, sinkt der Kurs der entsprechenden Währung. Grund dafür können nationale, politische oder wirtschaftliche Probleme sein.

Aus diesem Grund ist es immer zu empfehlen mit mehreren Währungen zu handeln, um so das Risiko zu minimieren. Das Schlimmste was bei einem Devisenhandel jedoch geschehen kann ist, wenn ein Totalverlust auftritt.

Bevor ein Devisenhandel also abgeschlossen wird, sollten die Vorteile, die Risiken und die Chancen genau betrachtet werden, um bereits eventuelle Gefahren auszuschließen. Durch die zahlreichen Risiken, die immer wieder eintreten können, sollten Anleger auf die Finanzierung durch einen Konsumentenkredit absehen. Experten raten immer wieder dazu, den Devisenhandel nicht mit Schulden bei Banken zu beginnen. Verliert man sein Vermögen, hat man am Ende nicht nur keinen Gewinn, sondern auch noch eine monatliche Belastung, die schnell zum finanziellen Kollaps führen kann.

Für wen eignet sich der Forex-Handel durch einen Konsumentenkredit?

Konsumentenkredit mit Kreditkarte?Der Konsumentenkredit ist grundsätzlich in vielen Lebenslagen eine gute und kostengünstige Alternative, um Neuanschaffungen zu gewährleisten. Natürlich besteht der Devisenhandel nicht nur aus Risiken, er hat auch Vorteile, die bereits im Beitrag behandelt wurden. Es wird zwar grundsätzlich von der Inanspruchnahme eines Konsumentenkredites für den Devisenhandel abgeraten, trotzdem können sich einige Personengruppen, dieses Risiko leisten. Zu diesen Personengruppen zählen vor allem:

  • Personen mit einem hohen regelmäßigen Einkommen
  • Millionäre
  • Milliardäre usw.

Welche Kosten entstehen beim Forex-Handel?

Die Kosten, die im Forex-Handel anfallen, können sehr unterschiedlich ausfallen. Generell unterscheidet man Ordergebühren, Finanzierungskosten und Spreads. Die Ordergebühr hängt immer vom jeweiligen Broker ab. Broker, die im direkten Devisenhandel tätig sind und die Kurse meistens selber zusammenstellen, verlangen nur in den wenigsten Fällen eine Odergebühr.

Die Spreads sind die Differenzen zwischen Bid- und Ask-Kurs, also zwischen den Ankaufskursen und den Verkaufskursen. Je höher der Spread ausfällt, desto schlechter ist das für den Anleger. Grundsätzlich muss ein Trader nicht die gesamte Handelssumme aufbringen, sondern nur die Sicherheitsgebühr.

Werden die Positionen nun jedoch über Wochen oder gar Monate aufrecht gehalten, können enorme Finanzierungskosten auf den Trader zukommen, die vor der Bereitstellung der Sicherheitsgebühr bedacht werden sollten.

Fazit zum Forex-Handel mit einem Konsumkredit

Der Konsumentenkredit ist im Grunde genommen eine angenehme Angelegenheit, weil man mit seiner Hilfe beispielsweise wichtige Anschaffungen tätigen kann. Der obligatorische Konsumentenkredit wird nicht, wie bei anderen Konsumentenkrediten üblich (zum Beispiel Autokredit oder Baukredit), zweckgebunden vergeben.

Auch wenn der Konsumentenkredit nicht an einen ganz bestimmten Verwendungszweck gebunden ist, so ist davon abzuraten, diesen für den Forex-Handel zu nutzen. Der Forex-Handel an sich ist eine wesentlich bessere Anlagemöglichkeit als die reine Aktienanlage. Er bietet mehr Sicherheiten, wesentlich bessere Chancengebungen und zudem eine bessere Flexibilität.

Abgesehen von den vielen Vorteilen, bietet der Devisenhandel natürlich auch Risiken, die ein Anleger auf keinen Fall außer Acht lassen sollte. Schnell können auch bei einem Devisenhandel unvorhergesehene Risiken und im schlimmsten Fall ein Totalverlust eintreten. Für den Anleger, der über einen Konsumentenkredit finanziert, bedeutet das natürlich nicht einfach nur ein Verlust, sondern gleichzeitig auch Schulden, die monatlich eine Abzahlung verlangen und das über Jahre hinweg.

Es ist also im Vorfeld genau abzuwägen, ob eine solche Belastung in Kauf genommen werden kann, oder ob ein solches finanzielles Risiko untragbar ist. Für risikobereite Spekulanten oder vermögende Personen, die sich dieses Risiko finanziell leisten können, ist vor dem Kreditabschluss ein Vergleich ratsam, um hier einige Zinsvergünstigungen bezüglich des Konsumentenkredits in Betracht ziehen zu können.

Grundsätzlich ist der Devisenhandel eine lukrative Möglichkeit, um in kürzester Zeit viele Gewinne zu erzielen, dafür jedoch extra Schulden zu machen kann fatal sein.

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Konsumentenkredit für Forex-Handel: Zu riskant oder clever? was last modified: Mai 27th, 2015 by Deutsche Forex Broker