CFD – Differenzkontrakt (englisch contract for difference)

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CFD

Ein Differenzkontrakt (englisch contract for difference, kurz CFD) ist eine Form eines Total Return Swaps. Hierbei vereinbaren zwei Parteien den Austausch von Wertentwicklung und Erträgen eines Basiswerts gegen Zinszahlungen während der Laufzeit.[1] Er reflektiert damit die gehebelte Kursentwicklung des zu Grunde liegenden Basiswertes.
Differenzkontrakte gehören zur Gruppe der derivativen Finanzinstrumente. Sie sind hochspekulative Instrumente, bei denen das Risiko des Totalverlusts des ursprünglich eingesetzten Kapitals und von Nachschusspflichten besteht.

CFD Handel

Der CFD Handel boomt und findet auch hierzulande immer mehr Anhänger. Kein Wunder, denn mit CFDs können nicht nur Großinvestoren, sondern auch Kleinanleger eine überdurchschnittlich hohe Rendite erzielen. CFD bedeutet übersetzt so viel wie Differenzkontrakte und können auf eine große Zahl an Basiswerten gehandelt werden. So erhalten Anleger einen schnellen und unkomplizierten Zugang zu den internationalen Märkten. Die folgenden Seiten geben einen Einblick in die Welt der CFDs und zeigen wie der erfolgreiche Handel mit den Differenzkontrakten funktioniert.

Die wichtigsten Fakten zum CFD Handel im Überblick:

  • Beim Handel mit CFDs geht es um die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs eines Basiswerts.
  • Für den CFD Handel steht eine Vielzahl an Basiswerten zur Verfügung.
  • CFDs können sowohl auf steigende wie auch auf fallende Kurse gehandelt werden.
  • Der Handel kann bereits mit einem geringen Kapitaleinsatz erfolgen.
  • Durch die Hebelwirkung kann es zu sehr hohen Gewinnen aber auch Verlusten kommen.
  • Verluste lassen sich durch das Setzen von Stops begrenzen.

Allgemeine Informationen zu CFDs

Beim Handel mit CFDs setzen Anleger auf die Kursentwicklung eines bestimmten Basiswerts. Dies können beispielsweise Aktien, Währungen, Rohstoffe, Indizes oder Anleihen sein. Dabei haben Händler die Möglichkeit auf steigende oder fallende Kurse zu setzen. Somit können Trader von jeder Marktentwicklung profitieren. Da mit einem Hebel getradet wird, ist der Kapitaleinsatz relativ gering. Es muss nicht die gesamte Handelssumme investiert, sondern lediglich eine gewisse Sicherheitsleistung hinterlegt werden. Je höher die Volatilität eines Basiswerts, desto mehr Handelschancen ergeben sich.

Welche Vorteile bringen CFDs für Trader?

Zu den größten Vorteilen gehört sicher, dass CFDs schon mit einem sehr geringen Kapitaleinsatz gehandelt werden können. Da für den Kauf lediglich eine Sicherheitsleistung (Margin) hinterlegt werden muss, ist diese Form des Tradings auch für Kleinanleger sehr gut geeignet. Dazu kommt, dass beim CFD Trading in der Regel nur sehr geringe Transaktionskosten anfallen und die Preisgestaltung zu jedem Zeitpunkt transparent ist.

Die große Auswahl an unterschiedlichen Basiswerten spricht ebenfalls für den CFD Handel. Über die Plattform der CFD Broker können Anleger auf nahezu alle weltweiten Märkte zugreifen. Da Differenzkontrakte außerbörslich gehandelt werden müssen Trader sich keine Gedanken um Handelszeiten machen. Die Orders können quasi rund um die Uhr und bequem von zuhause aus platziert werden. Mittlerweile gelten auch für den außerbörslichen Handel sehr hohe Standards und die Kosten sind zumeist um einiges günstiger als beim börslichen Trading. Im Vergleich zum Handel mit Aktien, Zertifikaten oder Optionsscheinen ist der Handel mit CFDs in jedem Fall günstiger.

Trotz der genannten Vorteile sollten Anleger sich immer darüber im Klaren sein, dass es sich bei CFDs um hochspekulative Finanzinstrumente handelt. So wie der Hebel für überproportionale Gewinne sorgt, kann er auch zu entsprechend hohen Verlusten führen. Allerdings lässt sich das Risiko durch Setzen von Stops reduzieren.

Vorteile von CFDs im Überblick:

  • Traden schon mit geringem Kapitaleinsatz
  • Große Zahl an Basiswerten handelbar
  • Sehr geringe Transaktionskosten
  • Rund um die Uhr handeln
  • Hebeleffekt ermöglicht hohe Gewinne
  • Es kann auf steigende und fallende Kurse gesetzt werden

Wichtige Voraussetzungen für das CFD Trading

Um in den CFD Handel einzusteigen sollte zumindest ein kleiner Kapitalstock vorhanden sein. Einsteiger können bereits mit einer Summe von etwa 1.500 Euro loslegen. Aufgrund des angewendeten Hebels lassen sich damit bereits recht hohe Handelssummen bewegen. Zudem sollten Anleger sich bereits im Vorfeld genaue Gedanken über ihr Risikomanagement machen und einen maximalen Verlust pro Trade festlegen. Nach dieser Marke richten sich dann Anlagekapital sowie Margin.

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist der richtige CFD Broker. Dieser stellt schließlich die Plattform für den Handel zur Verfügung und legt die Kosten fest. Zunächst empfiehlt sich ein genauer CFD Broker Vergleich. Sind danach einige Anbieter in die engere Wahl gerückt können diese mit einem kostenlosen Demokonto nochmals intensiv getestet werden.

Die wichtigsten Voraussetzungen für den CFD Handel:

  • Funktionierendes Risikomanagement
  • Startkapital von mindestens 1.500 Euro
  • Leistungsstarker CFD Broker
  • Gut zu bedienende Handelsplattform

Wie sieht eine Order im CFD Handel aus?

Sobald das Handelskonto bei einem CFD Broker eröffnet und eine erste Einzahlung vorgenommen wurde, kann es auch direkt mit dem ersten Trade losgehen. Das Prinzip ist dabei relativ simpel. Anleger stellen sich einfach die Frage, wie sich der Kurs eines Basiswerts in naher Zukunft entwickeln wird. Als Basiswert kann dabei unter den folgenden Assets gewählt werden:

  • Kurs einer bestimmte Aktie
  • Verlauf eines Indizes
  • Wertentwicklung eines Währungspaares
  • Kursentwicklung von Anleihen
  • Preisentwicklung bei Rohstoffen

Zunächst gilt es einen Basiswert zu analysieren. Wer von einem steigenden Kurs ausgeht eröffnet eine Long-Position, bei sinkendem Kurs wird entsprechend eine Short-Position.

Näheres zur Long Position

Bei Eröffnung einer Long Position kauft der Trader eine bestimmte Zahl von CFDs zum aktuellen Kurs. Es wird davon ausgegangen, dass der Kurs in nächster Zeit steigen und zu einem höheren Preis wieder verkauft werden kann. Um das Verlustrisiko zu begrenzen wird ein Stop gesetzt, bei welchem Kurs die CFDs automatisch verkauft werden sollen.

Die größte Besonderheit beim CFD Handel ist sicher der eingesetzte Hebel. Dadurch muss bei einer Long Position nur ein Bruchteil der eigentlichen Kaufsumme als Sicherheitsleistung hinterlegt werden. Für den Restbetrag gewährt der CFD Broker quasi einen kurzfristigen Kredit. Bei einem Hebel von 1:50 können mit einem Betrag von 1.000 Euro CFDs im Wert von 50.000 Euro gekauft werden.

Durch das Setzen eines Stop-Loss-Limits, können Trader sich gegen eventuelle Nachschusspflichten absichern. In diesem Fall entspricht die Sicherheitsleistung dem tatsächlichen Anlagebetrag. Dadurch ergibt sich ein enormes Gewinnpotenzial, wie das folgende Beispiel zeigt.

  • Hebel 1:50
  • Anlagebetrag: 50.000 Euro
  • Margin: 1.000 Euro

Angenommen es werden CFDs auf eine Aktie im Wert von 50.000 Euro gekauft. Der aktuelle Kurs liegt bei 10 Euro. Am nächsten Tag klettert der Kurs nun um 12 Prozent auf 11.20 Euro. Dadurch erhöht der Gesamtwert auf einen Betrag von 56.000 Euro. Bei einem Verkauf käme folglich ein Gewinn von 6.000 Euro zustande, was einer stolzen Rendite von 600 Prozent entspricht.

Näheres zur Short-Position

Beim Eröffnen einer Short-Position werden CFDs verkauft, welche der Trader gar nicht besitzt. Solche Leerverkäufe haben das Ziel, die CFDs in nächster zeit zu einem günstigeren Kurs einzukaufen. Um Verluste zu vermeiden, wird für den Fall eines Kursanstiegs ein Stop-Loss-Limit eingerichtet. Auch hierzu ein kleines Beispiel.

  • Hebel 1:100
  • Anlagebetrag: 80.000 Euro
  • Margin: 800 Euro

Nehmen wir nun an es soll eine Short Position auf den Deutschen Aktien Index (DAX) eröffnet werden und dieser steht aktuell bei 9.500 Punkten. Wie erwartet geht Index zurück und liegt einige Tage später nur noch bei 9.400 Punkten, was einem Kursrückgang von 1,05 Prozent entspricht. Da die CFDs bei einem Punktestand von 9.500 leerverkauft wurden, erhöht sich das Kapital auf 80.840 Euro. Der Gewinn beträgt in diesem Fall 840 Euro. Immerhin eine Rendite von 105 Prozent.

Chancen und Risiken beim CFD Handel

Wie bei jedem Finanzinstruments gibt es beim CFD Handel neben Chancen auch Risiken. Um dauerhaft erfolgreich zu sein sollten Trader sich intensiv mit den möglichen Risiken befassen.

Chancen beim CFD Handel:

  • Geringer Kapitaleinsatz
  • Transparente Preisgestaltung
  • Hebeleffekt ermöglicht hohe Gewinne
  • Trader können von steigenden und fallenden Kursen profitieren
  • Riesige Auswahl an Basiswerten
  • CFDs können rund um die Uhr gehandelt werden
  • Geringe Transaktionskosten

Risiken beim CFD Handel:

  • CFDs sind ein hochspekulatives Finanzprodukt.
  • Hebelwirkung kann zu hohen Verlusten führen
  • Bei Long Positionen die über Nacht gehalten werden sind hohe Finanzierungskosten möglich

Beispiel zu den möglichen Risiken

Entwickelt sich der Kurs nicht wie gewünscht drohen beim CFD Handel entsprechende Verluste. Dies lässt sich ebenfalls an einem Beispiel verdeutlichen.

  • Hebel 1:100
  • Anlagebetrag: 50.000 Euro
  • Margin: 500 Euro

Für die 50.000 Euro werden Aktien CFDs gekauft. Der aktuelle Kurs liegt bei 10 Euro. Entgegen der Erwartung verliert die Aktie an Wert und der Kurs sinkt auf 9,80 Euro. Gleichzeitig geht auch das Kapital um 2 Prozent auf 49.000 Euro zurück. In diesem Fall wäre nicht nur die Sicherheitsleistung weg, es müssten sogar noch 500 Euro nachgeschossen werden. Um dies zu verhindern sollte ein Stop-Loss gesetzt werden. Dieser lässt sich so setzen, dass sich der Verlust auf die Sicherheitsleistung begrenzt oder geringer ausfällt.

Welche Kosten entstehen beim CFD Handel?

Der CFD Broker stellt seinen Kunden eine Dienstleistung zur Verfügung und möchte hieran natürlich auch etwas verdienen. Deshalb fallen beim CFD Trading auch Kosten an. Hierzu gehören:

  • Fixkosten
  • Transaktionskosten
  • Finanzierungskosten

Bei den Fixkosten handelt es sich um Gebühren für die Kontoführung. Diese fallen unabhängig davon an ob getradet wird oder nicht. Mittlerweile wird jedoch bei den meisten CFD Brokern auf eine Kontoführungsgebühr verzichtet. Diese lassen sich über einen CFD Broker Vergleich schnell finden.

Transaktionskosten treten beim CFD Handel in Form von Spreads auf. Beim Spread handelt es sich um die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis. Soll beispielsweise eine Long Position auf den DAX mit einem Stand von 10.200 Punkten eröffnet werden können die CFDS bei einem Spread von 3 Punkten nur zu einem Wert von 10.203 Punkten gekauft werden. Im Gegenzug wäre der Verkauf mit 10.198 Punkten möglich. Die Differenz entspricht der Transaktionsgebühr des CFD Brokers.

Wie bereits erwähnt gewährt der CFD Broker einen kurzfristigen Kredit. Wie bei allen Angeboten dieser Art werden hierfür Zinsen berechnet. Bei CFD Handel werden Finanzierungskosten jedoch nur dann fällig, falls eine Position über Nacht gehalten wird.

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