Die besten CFD Broker für Trader & Händler im Test

Testsieger Avatrade

CFD Broker Vergleich- welche Broker können beim Service überzeugen?

Für langfristig orientierte Anleger sind die ständigen Schwankungen an den Märkten ein echtes Nervenspiel. Für kurzfristig agierende Trader ergeben sich hieraus dagegen sehr gute Gewinnmöglichkeiten. Am besten können Händler mit Contracts for Difference (CFDs) von schwankenden Märkten profitieren. Die auch als Differenzkontakte bezeichneten Finanzinstrumente sorgen bei Zockern und Daytradern gleichermaßen für Nervenkitzel. Beim Handel mit CFDs werden große Summen bewegt. Das Handelsvolumen liegt im dreistelligen Millionenbereich, was insbesondere an der besonderen Konstruktion der Papiere liegt. Entsprechend groß ist auch die Auswahl an CFD Brokern, was die Entscheidung für einen Anbieter nicht immer ganz einfach macht. Abhilfe verschafft dabei unser großer Broker Vergleich sowie die Bewertungen von Fachzeitschriften. Unter anderem hat die Zeitschrift Euro eine große Anzahl von CFD Brokern getestet.

CFD Handel immer beliebter

Obwohl mit dem CFD Handel auch ein gewisses Risiko verbunden ist, übt dieser auf Anleger einen besonderen Reiz aus. Wie das Marktforschungsinstitut Investment Trends kürzlich mitteilte, hat sich die Zahl der deutschen Nutzer seit 2011 von 32.000 auf 43.000 erhöht. Dies führt zwangsläufig auch zu einem starken Konkurrenzkampf unter den CFD Brokern. Doch welche Anbieter können in puncto Leistungen und Service überzeugen und bei wem gibt es Mängel?

Die Zeitschrift Euro am Sonntag hat gemeinsam mit dem Deutschen Kundeninstitut in Düsseldorf (DKI) die wichtigsten CFD Broker einem intensiven Test unterzogen. Insgesamt wurden 16 CFD Häuser angeschrieben, wobei die kleineren Anbieter bei diesem Test nicht berücksichtigt wurden.

Fünf Kriterien wurden berücksichtigt

Der Test gliedert sich in fünf unterschiedliche Teilbereiche. Bewertet wurden:

  • Kundenservice
  • Handelsangebot
  • Kosten
  • Plattform
  • Webseite

Die Kosten werden zum großen Teil über die Spreads definiert. Der Spread ergibt sich aus der Differenz zwischen Geld- und Briefkurs. Da die Spreads je nach Basiswert unterschiedlich ausfallen und sich somit ständig ändern, macht es nur wenig Sinn, eine Kategorie „günstigster Anbieter“ zu bilden. Besser ist es, die Kosten im Verhältnis zum bestehenden Angebot zu setzen und so den CFD Broker mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis zu ermitteln.

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Drei CFD Broker erhalten das Gesamturteil „sehr gut“

Von den getesteten Brokern schnitten immerhin drei in der Gesamtwertung mit „sehr gut“ ab. Im Einzelnen sind dies IG Markets, WH Selfinvest sowie CMC Markets. Die gute Bewertung ist vor allem auf den guten Kundenservice zurückzuführen. Mit 35 Prozent wurde dieser Bereich am höchsten gewichtet.

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Bei der Bewertung des Kundenservice wurde in erster Linie die Qualität der Beratung via Telefon und E-Mail bewertet. Wichtig waren dabei insbesondere Kompetenz und Freundlichkeit der Mitarbeiter. Zudem flossen auch die angebotenen Informationen und Schulungen sowie die Aufteilung der Kundeneinlagen in die Bewertung mit ein.

Für ihren erstklassigen Kundenservice wurden die folgenden sechs CFD Broker mit „sehr gut“ bewertet.

Weitere sechs Broker wurden mit „gut“ und drei mit „befriedigend“ bewertet. Negativ aufgefallen ist keiner der getesteten Broker. Die Tester lobten vor allem die zahlreichen Schulungsangebote, welche die CFD Broker ihren Kunden anbieten. In kaum einem anderen Bereich wird eine solche Fülle an Seminaren, Webinaren und Onlinevideos angeboten wie beim CFD Handel.

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Bei den Testanfragen wusste die Mehrzahl der Broker ebenfalls zu überzeugen. Im Schnitt dauerte es nur sieben Stunden bis eine Anfrage per E-Mail beantwortet wurde. Spitzenreiter in dieser Kategorie ist der Broker ActiveTrades, bei dem die E-Mails durchschnittlich in 59 Minuten beantwortet werden. Bei IG Markets mussten die Kunden mit 14,4 Stunden am längsten warten. Im Vergleich zu anderen Branchen ist dies jedoch immer noch ein hervorragender Wert. Die Anfragen wurden zum überwiegenden Teil sehr freundlich und kompetent beantwortet. Im Schnitt warten Trader lediglich 39 Sekunden in der Warteschleife. Nur bei den Brokern Flatex und der Saxo Bank war etwas mehr Geduld gefragt. Sowohl per E-Mail als auch per Telefon fielen WH SelfInvest und Saxo Bank in puncto Freundlichkeit gegenüber der Konkurrenz ab.

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Gelegentliche Probleme bei der Verständigung

Dafür konnten diese ebenso wie ihre Mitbewerber mit einer Kompetenz ihrer Servicemitarbeiter überzeugen. Die große Zahl der Anfragen wurde absolut korrekt und ausführlich beantwortet. Allerdings gab es hie und da einige Schwierigkeiten mit der Verständigung. Zwar bieten alle getesteten CFD Broker für ihre Kunden einen deutschsprachigen Support an, allerdings wurden diese bei einigen ausländischen Brokern zu einem englischsprachigen Mitarbeiter verbunden. Wer die englischen Fachbegriffe beim CFD Handel nicht beherrscht, sollte sich deshalb nach Möglichkeit an einen Broker mit deutschem Firmensitz wenden.

Bei elf CFD Brokern werden die Kundeneinlagen nicht auf mehreren Banken verwaltet. Dies kann sich im Falle einer Insolvenz negativ für den Trader asuwirken. Ausnahmen bilden die Broker:

Die genannten Anbieter deponieren die Einlagen ihrer Kunden bei mehreren Banken und erhöhen somit die Sicherheit erheblich.

Teilweise große Unterschiede beim Handelsangebot

Mit 30 Prozent trug das Handelsangebot zum Gesamtergebnis bei. Vier Broker konnten in dieser Kategorie mit sehr guten Leistungen überzeugen. Im Einzelnen waren dies:

Punkte gab es unter anderem für die Anzahl der handelbaren Basiswerte und Orderarten sowie die verschiedenen Analysemöglichkeiten vergeben. Wichtig war dabei insbesondere die Zahl der Tools sowie der programmierbaren Chartarten. Geprüft wurden zudem Transparenz und Handelskriterien.

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Verantwortlich für die schlechten Bewertungen für FXFlat und Flatex war, dass die Broker keine eigene Brokerlizenz haben und nur Vermittler für den eigentlichen Broker sind. Bei Flatex ist das die Wertpapierhandelsbank CefDex, bei FXFlat der britische CFD-Anbieter GFD. Falls Kunden gegenüber dem Broker Forderungen geltend machen möchten, kann sich dies nachteilig auswirken.

Was die zur Verfügung gestellten Tools und Charts betrifft, wussten alle CFD Broker zu überzeugen. Dies gilt auch für den Funktionsumfang der angebotenen Demokonten. Bemängelt wurde, dass nicht alle CFD Broker einen Preis und Indikatorenalarm per E-Mail oder SMS anbieten. Mit 10.000 Basiswerten ist das Angebot bei IG Markets und City Index am größten. Positiv bewertet wurde, dass insgesamt 11 der getesteten CFD Broker eine App für iOS und Android anbieten.

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Handelsplattformen konnten überzeugen

An den Handelsplattformen und Internetauftritten gab es im Test kaum etwas auszusetzen. Alle Angebote fielen durch eine übersichtliche Struktur sowie eine einfache Bedienung auf. Mit nur wenigen Klicks lässt sich auf den verschiedenen Plattformen eine Order einstellen. Alle Broker weisen auf ihren Webseiten auf die bestehenden Risiken hin und bieten eine Fülle an Informationen wie der Handel mit CFDs genau funktioniert.

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Bewertet wurde zudem, ob die Handelssoftware auf dem Rechner installiert werden muss oder webbasiert verwendet werden kann. Die Kategorie Webseite wurde mit 5 Prozent am wenigsten stark gewichtet. Kriterien waren neben der Nutzerfreundlichkeit auch die bereitgestellten Informationen wie Risikohinweise, FAQ, Infobroschüren und Geschäftsbedingungen.

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Unterschiede beim Preis-Leistungs-Verhältnis

Um das Preis-Leistungs-Verhältnis zu bewerten, wurden die Kosten mit den Resultaten der Kategorie Angebot verglichen. Berücksichtigt haben die Tester dabei, Kontoführungsgebühren, Verzinsung, Guthaben, Telefonhandelskosten sowie Finanzierungs- und Inaktivitätsgebühren.

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Positiv: Bei elf Anbietern ist die Kontoführung kostenfrei. Als einziger CFD Broker im Test bietet Marktindex eine Guthabenverzinsung ohne Mindestbetrag an. Bis auf Marktindex und ActiveTrades berechnen alle getesteten CFD Broker Gebühren, wenn Short-Positionen über Nacht gehalten werden.

CFDs sind ein reines Differenzgeschäft

Der Begriff CFD steht als Abkürzung für Contract for Difference was sich auch als Differenzgeschäft übersetzen lässt. Durch die Platzierung einer CFD Order wird kein Basiswert wie eine Aktie oder ein Rohstoff erworben. Der Trader kauft also keine physischen Werte, sondern spekulieren auf die Differenz zwischen Kaufkurs und Verkaufskurs des jeweiligen Basiswerts. Der Vorteil dabei ist, dass Trader nur einen Bruchteil des gehandelten Basiswerts als Sicherheit hinterlegen müssen. Durch den so entstehenden Hebeleffekt partizipieren Händler überproportional stark an den Bewegungen des Basiswerts. Anleger haben dabei die Möglichkeit sowohl auf steigende wie auch auf fallende Kurse zu spekulieren.

Die getesteten CFD Broker bieten allesamt hohe Hebel von 100 und mehr an. Doch hier ist auch eine gewisse Vorsicht geboten. Im Extremfall müssen Trader bei Verlusten hohe Beträge nachschießen, falls ihr Kapital aufgebraucht ist. Die Verluste können gerade bei unerfahrenen Händlern sehr hoch sein. Deshalb sollten Einsteiger den Handel mit CFDs zunächst mit einem kostenlosen Demokonto üben. Ein solches Testkonto wird mittlerweile von fast allen CFD Brokern angeboten.

Beispiel für den Handel mit CFDs

Ein Trader hat 80 Euro auf sein Handelskonto eingezahlt und spekuliert darauf, dass der Dax, welcher aktuell bei 9.800 Punkten steht noch weiter steigt. Mit seinem Einsatz von 80 Euro kann durch den Hebeleffekt ein Betrag von 8.000 Euro bewegt werden. Steigt der DAX beispielsweise um 10 Prozent auf 10.780 Euro an erzielt der Trader eine 10-prozentige Rendite von 800 Euro. Sollte der Index jedoch nur um ein Prozent auf 9702 Punkte nachgeben erleidet der Trader einen Totalverlust. Dieses Beispiel zeigt, dass Händler bei CFDs genau auf die vorhandenen Marktsignale achten müssen. Ohne genaue Analyse ist der Handel mit CFD ein enormes Risikogeschäft.

Fazit zum Test bzw. zum CFD Broker Vergleich – CFD Broker Empfehlungen:

Zu den großen Siegern des Tests gehören

In vier der fünf Kategorien erhielten die CFD Broker eine sehr gute Bewertung. Bei CMC gab es leichte Schwächen im Kundenservice, die anderen beiden Broker konnten mit ihre Webseite nicht ganz überzeugen. Die beiden Schlusslichter ETX Capital und Saxo Bank haben durchaus einige positive Aspekte, besitzen jedoch in den Bereichen Preis-Leistungs-Verhältnis und Kundenservice noch einigen Nachholbedarf. Insgesamt lässt sich jedoch sagen, dass es alle Anbieter verstanden haben, neue Kunden können nur über starke Leistungen und einen erstklassigen Kundendienst generiert werden.

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Die besten CFD Broker für Trader & Händler im Test was last modified: August 18th, 2016 by Hanspeter Volk