Kommt der Aufschwung? Was ist die beste Strategie für Ihr Depot?

Die Konjunktur schwächelt. Was ist die beste Strategie für Privatanleger? In Gold oder Immobilien investieren? Angesichts Null- und Negativzinsen kommt man an Aktien offenbar nicht vorbei, selbst wenn die Wirtschaft an Fahrt verliert: Für den kostenlosen BdSt Vermögens-Check geben unabhängige Vermögensverwalter einen Ausblick aufs nächste Jahr.

Der seit Langem erwartete Aufschwung – er lässt auf sich warten. Flaue Konjunktur, finanziell klamme Staaten und hohe Arbeitslosigkeit sind negative Markenzeichen der Eurozone. Im Vergleich zu anderen großen Währungen wie dem Dollar hat die Gemeinschaftswährung in den vergangenen Monaten deutlich abgewertet. Die Europäische Zentralbank (EZB) wird daher Maßnahmen ergreifen, um die Konjunktur in der Eurozone zu stimulieren. Zunächst einmal hat die EZB bereits im September 2014 den Leitzins auf 0,05 Prozent gesenkt.

Anleihen als Alternative

Wenn die Notenbanken EZB und Bank of Japan die Geldschleusen weiter öffnen, sinken die Anleihezinsen – und die Kurse für ältere Papiere mit höheren Zinskupons steigen. Eine Möglichkeit für Privatanleger also, in Anleihen mit mittel- bis langfristigen Laufzeiten zu investieren und damit Kursgewinne zu realisieren. Dabei sollten Privatanleger Fonds einem Direktinvestment vorziehen. Durch eine Vielzahl an Anleihen kann der Privatanleger sein Risiko besser verteilen. Daher dürfen diese Fonds zum Teil auch Papiere mit geringerer Kreditwürdigkeit oder Fremdwährungen enthalten. Vorsicht bei Anleihen mit undurchsichtigen Strukturen und Papieren, deren Zins- und Rückzahlungsbedingungen an bestimmte Ereignisse geknüpft sind!

Attraktive Aktien

attraktive aktien im depot?Auch wenn die Wirtschaft schwächelt, halten manche Vermögensverwalter Aktien für alternativlos. Allerdings sollten sich Privatanleger nicht auf kurzfristige Anlageprognosen verlassen – und keine schnellen Gewinne erwarten. Tatsache aber ist: Durch die aktuelle Marktschwäche sind mittelgroße und kleine Unternehmen in Deutschland und Europa wieder attraktiv geworden. Als Beimischung sind auch Titel aus Asien eine Überlegung wert. Dort, wo die strukturelle Verschuldung nicht so hoch ist wie in der westlichen Welt. Und wie steht es mit dem US-Dollar? Er gewinnt an Stärke. Seit Beginn des 3. Quartals 2014 hat der US-Dollar gegenüber den wichtigsten Weltwährungen um durch- schnittlich zehn Prozent zugelegt. Wichtig für Privatanleger: Sie sollten größtenteils im Euro-Raum bleiben. Fremdwährungsanleihen aus Schwellenländern wie Brasilien, Türkei, Mexiko oder Südafrika (mit einer Restlaufzeit von zwei bis drei Jahren) können beigemischt werden. Diese Länder weisen eine vergleichsweise geringere Verschuldung und ein höheres Zinsniveau vor. Außerdem haben ihre Währungen gegenüber dem Euro bereits abgewertet, sodass es Chancen auf Währungsgewinne gibt.

Gold: keine Trendwende

Mit Gold konnten Anleger glänzend verdienen – jahrelang. Doch der Glanz des gelben Metalls droht zu vergilben: Seit dem Höchststand von 1.900 Dollar je Feinunze 2011 ging es nur noch bergab. In diesem Jahr sah es erst danach aus, als würde sich der Goldpreis erholen, zur Jahresmitte jedoch setzte er zur Talfahrt an. Aktuell kostet eine Feinunze weniger als 1.200 US-Dollar. Damit sank der Goldpreis unter die Kosten für die Förderung – und auf den tiefsten Stand seit vier Jahren. Für eine baldige Trendwende gibt es wenige Gründe – auch wenn rückläufiges Wirtschaftswachstum, niedrige Zinsen und Krisen normalerweise für eine gute Preisentwicklung von Gold sprechen. Denn trotz der großen Krisen um die Krim und die Ukraine, dem Nahen Osten mit dem IS-Terror und Ebola fehlt die Angst im Markt. Sollte sich 2015 jedoch die Eurokrise verschärft zurückmelden, stehen die Chancen für Gold nicht schlecht. Wer Gold kaufen möchte, sollte maximal fünf bis zehn Prozent des Gesamtvermögens in gängige Münzen und Barren investieren. Die Losung nach der Finanzkrise laute- te: in Sachwerte investieren! Hier stehen Immobilien ganz oben auf der Einkaufsliste deutscher Anleger. Im Gegensatz zu Gold sind Immobilien 2014 in Deutschland noch einmal teurer geworden. Der Boom scheint seinen Zenit jedoch überschritten zu haben. Zwar liegen die Preise für Eigentumswohnungen in deutschen Metropolen noch zu, doch das Mietpreiswachstum verlangsamt sich. In manchen deutschen Städten stagnieren die Mieten sogar. Unterm Strich sollte das richtige Verhältnis von Kaufpreis und Miete der entscheidende Faktor bei der Wahl der richtigen Immobilie sein.

kommt der aufschwung? aktien im Depot?

Immobilie und Mieter

Zudem sollten sich Anleger mit dem Objekt- und Sanierungsstand auseinandersetzen – und schließlich mit den Mietern der jeweiligen Immobilien. In schlechteren Lagen steigen die Risiken bei einem Mieterwechsel. Daher sollten Investoren die demografische Entwicklung immer in ihre Entscheidung einbeziehen. Gleiches gilt für den Mietwohnungsbau. Auch hier fahren Anleger am besten in Ballungsräumen. Die Mietpreisbremse könnte dazu führen, dass es weniger Neubauten und Sanierungen gibt. Geeignete Alternativen für Anleger mit kleinen Vermögen sind demnach breit streuende Offene Immobilienfonds oder sogenannte REITs – die Real Estate Investment Trusts.

Immobilien im Depot?

Für das Alter vorsorgen

depot spekulierenWie steht es um Ihr Gesamtdepot? Einmal im Jahr sollten die Anlageprodukte gecheckt werden. Ist die geplante Aufteilung richtig? Vor allem mit Blick auf den Ruhestand gilt für langfristiges Sparen diese Faustregel: Anleger sollten ihre Sparbeträge über möglichst viele Anlageklassen verteilen. Neben Aktien und Rentenpapieren können Rohstoffe und Immobilien unter Umständen dazugehören. Wichtig ist: Risikobehaftete Anlagen, in denen ein Großteil des Vermögens gebunden ist, sollten dringend geprüft werden. Erklärtes Ziel muss sein, größere Schwankungen des Gesamtvermögens zu verhindern. Ist Ihr Vermögen sicher und sinnvoll angelegt? Wenn Sie beruhigt in die Zukunft blicken möchten, machen Sie beim BdSt Vermögens-Check mit. Sie werden von unabhängigen Vermögensverwaltern individuell informiert und beraten. Planen Sie rechtzeitig Ihre Altersvorsorge: Der Vermögens-Check ist an Ihrer Seite.

Quelle: Bund der Steuerzahler Deutschland e. V.

Expertentipp:

Es empfiehlt sich, mehrmals im Jahr die Anlage zu überprüfen und auch anhand der Entwicklungen am Markt zu entscheiden, ob es noch Optimierungspotential gibt.

Kommt der Aufschwung? Was ist die beste Strategie für Ihr Depot? was last modified: September 6th, 2016 by Deutsche Forex Broker