Aktienhandel – Die wichtigsten Sicherheitsregeln beim Trading

 

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Sicherheit im Aktienhandel für Händler und Trader

Obwohl sich mit klassischen Anlagen wie Spar- und Tagesgeldkonten derzeit kaum eine Rendite erzielen lässt, setzen nur wenige Anleger hierzulande auf Aktien. Wie die Bundesbank kürzlich mitteilte, haben die Bundesbürger weniger als 6 Prozent ihres Vermögens in Aktien angelegt. Nach wie vor setzen viele Anleger auf Immobilien, obwohl diese nach Angaben der Bundesbank bereits um 25 Prozent überbewertet sind. Als Folge droht ein massiver Kaufkraftverlust, da die angebotenen Zinsen zum Teil deutlich unter der Inflationsrate liegen.

Experten gehen nicht von einem Crash an den Aktienmärkten aus

Die Analysten der großen Geldhäuser sehen derzeit keine Anzeichen dafür, dass es in absehbarer Zeit zu einem Crash wie in den Jahren 2000 oder 2008 kommt. Als Grund wird dabei auch die Furcht der Anleger vor Aktien genannt. Denn vor jedem Crash gibt es zumeist einen regelrechten Ansturm auf Aktien. Dazu kommt trotz der aktuellen Rekordzahlen des DAX ein nach wie vor gutes Verhältnis der Kurse zu Buchwert, Cashflow und Gewinn. Lediglich in den Vereinigten Staaten steht der Leitindex höher, als es die Unternehmensgewinne rechtfertigen. Sowohl bei den europäischen Aktien wie auch denen Japans und der Schwellenländer liegt die Bewertung unterhalb des langjährigen Durchschnitts.

DAX

Experten raten deshalb, ungeachtet der aktuellen Höchststände weiterhin in Aktien zu investieren. Wer dabei einige Sicherheitsregeln beachtet kann attraktive Dividenden und Kursgewinne mitnehmen und ist gleichzeitig auf das mögliche Ende des Booms vorbereitet.

 

Dies Aktien lohnen jetzt besonders

Erfahrene Value-Investoren haben eine Liste mit unterbewerteten Qualitätsaktien zusammengestellt, bei denen sich der Einstieg für Anleger derzeit besonders lohnt.

  • Sysco (USA)
  • Liberty Global (GB)
  • Grendene (BRA)
  • Koito Manufaturing (JAP)
  • Gazprom (RU)
  • Newcrest Mining (AUS)
  • Atlas Copco (SWE)
  • Swatch Group (CH)
  • CMA Logistics (CN)
  • IHI Corp. (JAP)
  • Royal Dutch Shell (NL)
  • Total
  • Hargreaves Sevices (GB)
  • FLSmidth (DAN)

Im folgenden nun einige Sicherheitsregeln, die beim Aktienhandel beachtet werden sollten:

Sicherheitsregel 1: Statt überteuerte Trendaktien auf krisenfeste Unternehmen setzen

Die US-amerikanische Anlegerlegende beherzigt diese Regel schon seit Jahrzehnten und hat damit Milliarden verdient. Er setzt ausschließlich auf Aktien von Qualitätsunternehmen, die fair bewertet sind. Neben einer starken Substanz gehören eine moderate Verschuldung und stabile Erträge zu den wichtigsten Kriterien. Ideal ist es zudem, wenn das Unternehmen eine Preissetzungsmacht besitzt und für mögliche Wettbewerber hohe Markteintrittsbarrieren bestehen. Unternehmen, die solche Kriterien bieten Aktionären auch nach Ende des Booms noch stabile Werte. Anders sieht es dagegen mit Firmen aus, die während des Booms künstlich gepusht werden. Diese sind zumeist deutlich überbewertet und bieten Anlegern keine dauerhaft stabilen Werte.

Sicherheitsregel 2: Den richtigen Aktienanteil für das Depot wählen

Eine der wichtigsten Regel für Anleger lautet: Niemals aus der Emotion heraus handeln. Um Emotionen beim Handel mit Aktien auszuschließen, sollte man sich vorab einen genauen Plan zurechtlegen. Experten empfehlen eher risikoscheuen Anlegern einen Aktienanteil von 30 Prozent. Die Quote sollte nach Möglichkeit einmal pro Jahr überprüft und entsprechend angepasst werden.

Eine einfache, an der Risikobereitschaft des Anlegers orientierte Depotzusammensetzung könnte wie folgt aussehen:

  •     0 – 30 Prozent risikoscheue Anleger
  •     30 – 70 Prozent bedingt risikobereite Anleger
  •     70 – 100 Prozent risikofreudige Anleger

Dazu gibt es noch eine einfache Faustformel, die sich nach dem Alter des Anlegers richtet. Diese lautet: Aktienquote = 100 – Alter. Dabei wird berücksichtigt, dass junge Anleger mit einem längeren Anlagehorizont etwas mehr riskieren können. Eventuelle Verluste lassen sich leichter wieder auffangen. Dagegen haben ältere Aktienbesitzer, die mitunter ihren Lebensunterhalt aus der Anlage bestreiten deutlich mehr zu verlieren.

Wer den Aktienanteil in seinem Depot erhöhen möchte, sollte dies keinesfalls auf einen Schlag tun. Besser ist es, über mehrere Monate verteilt mehr Kapital zu investieren. Auf diese Weise vermeiden Anleger kurz vor einem vorübergehenden Kursrückgang zu kaufen. Gleichzeitig kann ein Kursrückgang als günstiger Einstiegszeitpunkt genutzt werden.

Sicherheitsregel 3: Wenn Aktien teuer sind Anteil senken und bei billigem Markt erhöhen

Um die eigene Anlagestrategie umzusetzen sollte vor allem auf die Unternehmensbewertungen geachtet werden. Diese geben das Verhältnis von Aktienkurs und Ertragskraft des Unternehmens wider. Auch wenn die Aktienkurse immer wieder mal sinken oder steigen, im Laufe eines Zeitraums von 10 Jahren pendeln sie sich wieder bei ihrem Mittelwert ein. In Expertenkreisen gilt derzeit ein Kurs-Cashflow-Verhältnis von 10 als die goldene Mitte.

Steigen die Aktienindizes im Depot über den fairen Mittelwert, sollte der Anteil verringert werden. Liegt der Zielanteil bei 30 Prozent, kann beispielsweise eine Mindestquote von 15 Prozent festgelegt werden. Experten zufolge sollte die angestrebte Rate jedoch eher bei 70 Prozent liegen. Trotz kleinerer Rückschläge gibt es derzeit keine Anzeichen für einen größeren Abschwung. Anleger sollten deshalb ihre strategische Aktienquote derzeit noch voll ausschöpfen.

Sicherheitsregel 4: Auf alle Eventualitäten vorbereitet sein

Selbst die besten Experten können keine zuverlässigen Prognosen abgeben, wie sich die Finanzmärkte in Zukunft entwickeln. Deshalb ist es wichtig, das Depot so auszurichten, dass es bei allen Eventualitäten gut gerüstet ist. Kommt es beispielsweise zu einer Inflation stehen die Chancen für Aktien besser. Im Falle eine Deflation entwickeln sich Staatsanleihen und Bargeld besser. Zu einem robusten Depot gehören deshalb neben einem großen Aktienanteil auch Bonds von sicheren Staaten wie Deutschland. Um auf eine mögliche Krise vorbereitet zu sein sind zudem Aktien von Goldminen sowie Gold eine sinnvolle Sache.

Sicherheitsregel 5: Immer langfristig planen

Aktien sollten immer als langfristige Anlage betrachtet werden. Deshalb sollten Anleger sich nicht durch kurzfristige Rückschläge verunsichern lassen. Kurzezeitige Einbrüche zwischen 10 und 15 Prozent muss ein Depot jederzeit verkraften können. Ist dies der Fall, sind jährliche Renditen zwischen 6 und 8 Prozent durchaus realistisch. Auf kurze Sicht gesehen kann niemand leichte Einbrüche vorhersagen. In den nächsten Jahren erwarten Experten jedoch einen deutlichen Anstieg des DAX. Führende Analysten gehen sogar von 20.000 Punkten in den nächsten 10 bis 15 Jahren aus. Und diese Schätzung ist eher noch vorsichtig.

Wer sich nicht selbst um die Zusammensetzung seines Depots kümmern möchte, kann dies auch einem Profi überlassen. Mit Mischfonds lassen sich ebenfalls sehr gute Renditen erzielen, ohne dass sich der Anleger hierüber besondere Gedanken machen muss. Die Gewinne fallen bei Fonds zwar eher moderat aus, je nach Anbieter ließen sich in den letzten Jahren jedoch zwischen 3 und 7 Prozent durchaus realisieren. Natürlich kann es auch bei Fonds zu Rückschlägen kommen. Auf lange Sicht gesehen entwickeln sich die meisten jedoch sehr positiv.

Aktienhandel - Weltwirtschaft

Das richtige Aktiendepot finden

Wer ebenfalls von den attraktiven Renditen mit Aktien profitieren möchte, kann relativ einfach in den Handel einsteigen. Der erste Schritt ist dabei die Suche nach dem richtigen Depot. Diese Depots werden von Banken und Brokern angeboten, wobei Online-Broker in der Regel die deutlich besseren Konditionen anbieten. Bei den meisten Anbietern fallen für die Depotführung keine oder nur sehr geringe Gebühren an. Anleger, die ihre Aktien online kaufen möchten sollten jedoch einen genauen Blick auf die jeweiligen Handelskonditionen werfen. Der harte Kampf um Kunden hat in den letzten Jahren zu verschiedenen Gebührenmodellen geführt.

Beispiel für die Gebühren im Aktienhandel:

  • Grundgebühr 5 Euro
  • 0,25 Prozent des Ordervolumens
  • Mindestens 10 Euro und höchstens 50 Euro pro Trade
  • Xetra-Handelsplatzentgelt von 1 Euro
  • Gegebenenfalls Offline Pauschale von 10 Euro

Ein solches Gebührenmodell wirkt auf viele Einsteiger zunächst etwas intransparent. Mit einem Online Vergleich lässt sich jedoch innerhalb kurzer Zeit, der richtige Broker für den persönlichen Bedarf finden.

Aktienhandel

In nur 5 Schritten zum ersten Trade

1. Online Broker Vergleich vornehmen

Unser kostenloser und unverbindlicher Aktien Broker Vergleich ist eine wichtige Entscheidungshilfe bei Seuche nach dem richtigen Broker. Mittlerweile bieten viele Broker ein kostenloses Demo-Depot an, mit welchem alle Leistungen komplett ohne Risiko und zu marktüblichen Bedingungen getestet werden können. Auf diese Weise lassen sich typischen Einsteigerfehler vermeiden.

2. Depot online eröffnen

Die Eröffnung eines Depots ist in wenigen Augenblicken erledigt. Einfach zur Internet Plattform des gewählten Brokers wechseln und das Online Formular komplett ausfüllen. Anschließend müssen lediglich noch die Unterlagen zur Identifikation hochgeladen werden. Benötigt wird in der Regel eine Kopie des Personalausweises sowie eine aktuelle Rechnung des Strom-, Gas oder Telefonanbieters.

3. Alle Funktionen mit dem kostenlosen Demokonto testen

Wer zum ersten mal mit Aktien handelt, sollte in jedem Fall zunächst mit einem kostenlosen Demokonto üben. Das Testkonto ermöglicht den risikolosen Aktienhandel mit sämtlichen zur Verfügung stehenden Konditionen. Besonders empfehlenswert sind Konten, die für einen unbegrenzten Zeitraum zur Verfügung stehen. So können auch zu einem späteren Zeitpunkt, neue Anlagestrategien risikolos getestet werden.

4. Aktien bzw. Aktienfonds auswählen

Als Hilfe bei der Aktienwahl stehen bei den Brokern verschiedene Analysen zur Verfügung. Dazu finden sich auch auf unserer Seite Tipps zur Auswahl von Aktien mit hohem Potenzial. Über die Handelsplattform des Brokers werden die Realtime Kurse an verschiedenen Börsenplätzen angezeigt. Dazu gibt es zumeist noch eine Reihe von Expertenmeinungen zu den besten Unternehmen.

5. Mit wenigen Klicks Aktien online kaufen

Der Kauf von Aktien ist heutzutage nicht komplizierter, als in einem Online Shop einzukaufen. Mit nur wenigen Klicks wird die Order zum Aktienkauf abgesendet. Ist der Kurs zum aktuellen Zeitpunkt nicht optimal kann ein Stop-Buy-Kurs eingegeben werden. Erreicht der Kurs den gewünschten Wert wird die Kauf-Order automatisch aktiv. Anschließend erscheint der Auftrag im Orderbuch und nach Abschluss des Kaufs erhält der Händler eine Bestätigung. Sehr praktisch ist zudem die Möglichkeit, ein Stop-Loss-Limit anzugeben. Sobald der Kurs einen bestimmten Wert erreicht werden die Aktien automatisch wieder verkauft. Auf diese Weise können Anleger mögliche Verluste vermeiden. Selbstverständlich müssen nicht alle Aktien wieder auf einen Schlag verkauft werden. Mit jeder Verkaufsorder kann ganz nach Wunsch eine bestimmte Anzahl von Aktien auf dem Markt angeboten werden.

Experten-Tipp:

Die Sicherheitsregeln beim Trading sollten immer im Kopf behalten werden, damit Anleger kein zu hohes Risiko eingehen, wenn sie ihr Geld investieren. Nicht nur Einsteiger profitieren von den Hinweisen.

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Aktienhandel – Die wichtigsten Sicherheitsregeln beim Trading was last modified: Mai 3rd, 2017 by Hanspeter Volk

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